Internet Explorer

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    • Also darin kann ich mich natürlich gaaar nicht wiedererkennen… :ugly:

      Im Ernst, ich gehöre auch noch zu den IE-Hassern, was aber schlicht und ergreifend daran liegt, dass früher bestimmt mehr als die Hälfte der Zeit beim Erstellen von Stilen und Webseiten, damit verbracht habe, die Dinger im Internet Explorer 6 und 7 halbwegs ansehnlich zu bekommen, da Microsoft meinte gängige Webstandards einfach zu ignorieren. Seit dem IE 8 hat sich das zwar gebessert und erfordert fast gar keine eigene Anpassung mehr, aber der Groll darüber sitzt noch tief. X-( Abgesehen davon braucht Microsoft immer noch verdammt lange um wirklich deftige Sicherheitslücken zu schließen… :thinking:
    • Internet Explorer 11

      Obwohl der Internet Explorer 11 nun schon eine ganze Weile verfügbar ist (allerdings nur für Windows 7 und 8), habe ich mich erst gestern mal genauer damit auseinandergesetzt. Technisch scheint man weiter zu der Konkurrenz aufgeschlossen zu haben, zumindest erkenne ich kein modernes CSS oder HTML Feature, das nicht unterstützt wird. So gibt es endlich auch Schatten für Texte und auch die sonstige Rendering Qualität scheint endlich auf dem Standardniveau angekommen zu sein, denn erstmals sind alle 1 Pixel breiten Linien auch nur ein Pixel breit. Ein Novum in der Trident Welt. :ugly:
      In Sachen Performanz muss ich dem neuen IE sogar die absolute Führungsposition zugestehen. Egal wie komplex die Seite aufgebaut ist, wie viel Vektorgrafiken oder eigene Fonts man einbindet, es gibt nahezu keine spürbare Verzögerung beim Seitenaufbau. Auch Animationen bleiben stets flüssig, trotz zahlreicher Schatten oder Rundungen. Hier kann Microsoft wohl einfach aus dem Vollen schöpfen, da man selbst die Direct 2D API wohl am besten kennt. Somit platziert er sich in dieser Hinsicht weit vor allen anderen Browsern inklusive des angeblich so schnellen Google Chrome.

      Soviel Lob zur Technik, doch schnell ist es mit dem positiven Eindrücken vorbei, wenn man den Browser mal im Alltag nutzen und entsprechend anpassen mag. Klickt man nämlich voller Vorfreude auf das kleine Zahnrad und wählt »Internetoptionen«, wird man mit dem wohl unübersichtlichsten Menüwirrwarr erschlagen, das sich der menschliche Geist ausdenken konnte. Da wechseln sich Schieberegler, Auswahllisten, Reitermenüs und Konstruktionen, für die noch ein Name gefunden werden muss, fröhlich ab, um auch den versierten Nutzer in den Wahnsinn zu treiben. Reine Katastrophe, mehr fällt mir dazu nicht ein.
      Auch die sonstige Oberfläche ist nicht sonderlich gelungen. Passte sich der IE 8 noch optisch sehr gut in Windows 7 ein, mag diese seit dem IE 9 angewandte nihilistische Optik zu keiner Windows Version so recht passen. Er fühlt sich so stets wie ein Fremdkörper an und erlaubt auch kaum größere Anpassungen an der Erscheinung. Wer da feine Einstellungen eines Mozilla Firefox oder auch nur eines Google Chromes gewohnt ist, muss sich hier drastisch einschränken.

      Es ist also schön zu sehen, dass Microsoft endlich eine solide technische Basis abliefert. Das ist umso wichtiger, weil viele Menschen ja nach wie vor nicht selbst den Browser wechseln und auch viele Drittsoftware auf die IE Komponenten zugreifen, um dynamische Inhalte aus dem Web nachzuladen (Bspw. Steam für den Shop). Weniger schön ist, dass das Teil nur für Windows 7 und 8+ zu haben ist. Auch der Bedienkomfort und die Oberfläche sind schlicht und ergreifend nicht konkurrenzfähig. Wer mehr als drei Webseiten am Tag ansurft, wird wohl auch weiterhin den IE durch einen anderen Pendanten ersetzen. :thinking: