Brauchen wir verlässliche Unterhaltung? Was treibt uns dazu zum immer gleichen Spiel zu greifen?

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    • Brauchen wir verlässliche Unterhaltung? Was treibt uns dazu zum immer gleichen Spiel zu greifen?

      Heutige Zeiten sind für den Müßiggänger eigentlich prächtige Zeiten. Noch nie konnte man aus so viel unterschiedlicher Unterhaltung wählen. Nie gab es mehr Serien, Filme, Videospiele und Bücher.
      Dennoch beobachte ich, unter anderem an mir selbst, immer mal wieder das Phänomen, dass man sich nicht für eine neue Serie, einen neuen Film, ein neues Buch oder ein neues Spiel entscheidet, sondern zu Bekanntem greift. Statt eine wahnsinnig interessant klingende neue Netflix-Serie, guckt man sich zum drölfsten mal Game of Thrones an. Statt sich durch die bunte Filmlandschaft zu wühlen, zieht man sich zum drölfzigsten mal Pulp Fiction rein. Statt mal Krieg und Frieden zu lesen, zieht man sich lieber nochmal die Harry Potter Reihe rein (okay, blöder Vergleich) Statt seinen Haufen der Schande bei Steam endlich mal abzubauen, startet man am Ende doch wieder Elder Scrolls Online, um den hunderten Stunden noch ein paar mehr hinzuzufügen und schematisch austauschbare Quests zu erleben. :thinking: Geht euch das auch manchmal so?
      Warum greifen wir bei all der herrlichen Auswahl, die es heutzutage so gibt, oft dennoch zu bekannten Formaten oder gar zu Titeln, die wir eigentlich schon in- und auswendig kennen? Wird man irgendwann zu müde für neues? Braucht es manchmal die wohlige Vertrautheit eines bekannten Spiels?
      Dass es einen solchen Mechanismus bei jedem gibt lässt sich wohl kaum bezweifeln. Die Unterhaltungsindustrie greift dies regelmäßig auf, in dem sie uns Fortsetzungen bekannter Formate und Franchises liefern, die nur sehr wohl dosiert Änderungen mit sich bringen und dennoch verlässlich gute Verkaufszahlen liefern. Viele Menschen greifen also häufig zu bekanntem und bewährtem.

      Auch bei Videospielen sieht man oft eine Konzentrationsbewegung. Trotz einer nie dagewesenen Vielfalt landen die meisten Stunden Zeit der weltweiten Spielerschaft in wenigen großen Massentiteln. Manche argwöhnen da gar, es gebe einen Trend der es neuen innovativen Titel so schwer wie noch nie mache Bekanntheit zu erlangen. Statt immer neue Spiele zu probieren, verbringt man lieber in wenigen Titeln seine gesamte Zeit.
      Ich glaube aber es gibt da gar keinen Trend. Ich denke, das war schon immer so. Es gibt einfach eine Art Reflex, zu vertrautem und bewährtem zu greifen. Doch was treibt uns dazu an? Haben wir eine Art Heimatgefühl der Fantastik? Einen Ort in unserer Fantasie und Vorstellungswelt, an den wir immer gern zurückkehren? Dann sind Die Unerhaltungsformate bloß Vehikel dahin und sicherlich wählt man dann immer eine vertraute Reiseroute und ein vertrautes Reisegefährt. Doch wird nicht eher das Vehikel selbst zu de Ort, an dem wir in unserer Gefühlswelt verweilen wollen?
      Klar, man kann auch viel einfacher und weniger philosophisch sagen: Mir machen diese und jene Titel eben einfach Spaß, ich weiß, dass sie mir Spaß machen deshalb spiele ich sie immer wieder.
      Man könnte daher auch sagen, dass je knapper die eigene Freizeit wird, desto konservativer wird man bei der eigenen Auswahl der zu spielenden Spiele. Etwas was ich bei mir beobachten konnte, denke ich.
      Doch das allein reicht mir nicht als Erklärung. Spiele wie Anno 1800 machen mir schon Spaß, weil sie ein altbekanntes Format liefern und ich die Mechaniken auswendig kenne. Deswegen verschmähe ich vielleicht auch Anno 2250, das schlicht zu viele Änderungen enthält und mit alten Anno-Konventionen bricht.
      Aber ist es wirklich der Spaß allein, der einem dazu treibt? Ich glaube nicht, so meine These. Ja, Anno 1800 macht mir Spaß und auch Elder Scrolls Online unterhält mich immer mal wieder gut. Gut, nicht sehr gut oder ausgezeichnet wohlgemerkt. Überlege ich kritisch welche Spiele mir in den letzten Jahren am qualitativ am meisten Freude bereitet haben, dann finden sich die beiden nicht auf der Liste. Da sind es eher die innovativen Formate, wie No Man's Sky, They are Billions, Zelda Breath of the Wild (BotW) und Stardew Valley, die mir besonders prägnant in Erinnerung sind, die mir neue Erfahrungen lieferten und abseits des Vertrauten, Aufregung boten.
      Die aber auch die Gemeinsamkeit haben, dass ich mich regelrecht überwinden musste sie mal auszuprobieren. Allen drei Titeln ist gemein, dass sie einige Zeit auf dem Haufen der Schande gammelten, bevor ich sie mir richtig zur Brust nahm und begeistert wurde (okay, Zelda ist hier die Ausnahme. Das habe ich direkt angespielt. Aber erstmal ziemlich skeptisch, weil mir der Bruch mit den bekannten Zelda-Konventionen schwer auf dem Gemüt lag. Letztlich ganz zu Unrecht).
      Diese Überwindung aufzubringen ist nicht leicht. Die Gefahr enttäuscht zu werden lauert schließlich hinter jeder Ecke. Eine Angst, die uns lieber wieder zu vertrauten und bekannten Konzepten greifen lässt? Man kennt die Charaktere, die Mechaniken, die Musik, sodass schon nach wenigen Sekunden einem ein Gefühl der Vertrautheit umgreift, wie es ein neuer Titel erst nach vielen Stunden entstehen lassen kann. Oder gar nie.
      Ich spielte Red Dead Redemption 2 viele Stunden lang, doch so richtig Heimat wurde es nicht. Die Welt verbraucht sich irgendwie schnell und die Charaktere wollen mir einfach nicht ans Herz wachsen. Ach hätte ich doch stattdessen lieber in Zelda BotW den hundertsten Schrein gelöst und fast wie automatisiert die Rätsel gelöst und Kämpfe bestritten, was ich wohl mittlerweile mit verbundenen Augen, stark betrunken und mit einer nackten Frau auf dem Schoß fehlerfrei vollführen würde. :ugly:
      Hätte ich bloß der Verlockung des Neuen widerstanden… doch dann hätte ich auch das neue Zelda nie kennen und lieben gelernt. Ein waschechtes Paradoxon. :fearful:


      Wie ist es bei euch? Greift ihr auch manchmal lieber zum Bewährten und Bekannten einfach der Gewohnheit oder eines Heimatgefühls wegen? :thinking:
    • Nexan schrieb:

      Aber ist es wirklich der Spaß allein, der einem dazu treibt? Ich glaube nicht, so meine These. Ja, Anno 1800 macht mir Spaß und auch Elder Scrolls Online unterhält mich immer mal wieder gut. Gut, nicht sehr gut oder ausgezeichnet wohlgemerkt. Überlege ich kritisch welche Spiele mir in den letzten Jahren am qualitativ am meisten Freude bereitet haben, dann finden sich die beiden nicht auf der Liste. Da sind es eher die innovativen Formate, wie No Man's Sky, They are Billions, Zelda Breath of the Wild (BotW) und Stardew Valley, die mir besonders prägnant in Erinnerung sind, die mir neue Erfahrungen lieferten und abseits des Vertrauten, Aufregung boten.
      Ich glaube, was bei mir einen großen Teil der Affinität zu den alten, "gewohnten" Titeln ausmacht, ist die Art, auf die man sie damals erlebt hat. Es ist eigentlich egal, wie weit ich zurückdenke, eigentlich alle positiven PC- oder Konsolenspielerinnerungen haben gemeinsam, dass man sie nicht alleine erlebt hat. Das war immer eine sehr gemeinschaftliche Angelegenheit, viel mehr, als man wahrscheinlich im ersten Moment denken würde.

      Donkey Kong Country fürs SNES ist ein qualitativ einwandfreies Spiel gewesen damals, aber in erster Linie erinnere ich mich an die vielen Nachmittage, die ich mit einer Klassenkameradin nach der Schule zusammen am Super Nintendo saß und ich ihr durch die kniffligeren Level geholfen hab :ugly: Super Soccer würde ich heute nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen, habe aber nur gute Erinnerungen daran, weil ich das immer bei einem Freund gespielt habe, der ein paar Straßen weiter gewohnt hat. Super Mario Kart ist ein gutes Spiel, aber auch da drehen sich die Erinnerungen darum, wie man sich gegenseitig über die Strecken gejagt hat oder gemeinsam versucht hat, Cups zu gewinnen und Rekorde aufzustellen. Harvest Moon war so ein Titel, den man die ganze Nacht zu zweit zocken konnte. Goof Troop, Spider-Man, The Legend of Zelda: A Link to the Past, Yoshi’s Island, Super Mario World … Die Liste könnte man noch beliebig lange fortführen, aber der Kernpunkt ist immer gleich, immer war in irgendeiner Form jemand anderes mit daran beteiligt, mit dem man zusammen gespielt hat oder gegeneinander oder mit dem man sich zumindest sehr intensiv und ausführlich über die Spiele ausgetauscht hat.

      Das zieht sich auch sehr konsequent durch alle Plattformen und Genres von MS-DOS-Zeiten über die ersten Konsolen bis hin zu Multiplayer-Titeln auf dem PC später. Mafia und den ersten Splinter-Cell-Teil zum Beispiel habe ich immer nur alleine gespielt, aber hatte einen Schulfreund, mit dem ich stundenlang (jeden Tag :ugly: ) darüber gequatscht habe und wir unsere Fortschritte und Eindrücke verglichen haben. Super Mario 64 und Lylat Wars habe ich nur hin und wieder mal bei nem Freund spielen können, dann aber immer mit seinem Bruder und oft auch noch seinem Vater dabei, wo man dann den ganzen Abend gemeinsam dran saß und das Erlebnis miteinander geteilt hat. Und dann gab’s später die Multiplayer-Titel übers Internet, die diesen “Gemeinschaftsfaktor” quasi schon ab Werk eingebaut hatten. Hat man Diablo noch zu zweit vor einen kleinen Bildschirm gedrängt erlebt, stand einem mit Diablo II und dem battle.net plötzlich die ganze Welt offen und man hatte sofort Zugang zu Leuten, mit denen man spielen und sich austauschen und Kontakt knüpfen konnte. Und die ganzen Stunden, die ich dank Battlefield 1942 in irgendwelchen Teamspeakchannels verbracht habe, kann ich gar nicht zählen. Natürlich war das Spiel dabei auch wichtig, aber am Ende haben sich dann doch immer die gleichen Nasen eingefunden und man hat bis in die frühen Morgenstunden gequatscht, während man nebenher das Spiel laufen hatte. Das war dann mehr ein Katalysator für die gemeinsamen Gespräche, aber schon lange nicht mehr die Hauptsache.


      Ich glaube, das prägt einen viel mehr als man denken würde. Ich könnte zu eigentlich jedem Spiel, zu dem ich besonders positive Erinnerungen habe, noch sagen, mit wem ich das damals gespielt oder mit wem ich darüber gesprochen oder auf welchen Plattformen ich mich darüber ausgetauscht habe.


      Und das ist gleichzeitig auch das, was bei den “neueren” (ich benutze das mal sehr liberal :ugly: ) Titeln bei mir oft ganz fehlt oder zumindest in der Intensität nicht mehr stattfindet. Die bleiben dann automatisch blasser.

      Edit: Und noch als ergänzender Gedanke: Ich glaube, darin begründet sich auch mit der Erfolg von Let’s Plays und Streaming-Plattformen, weil das in eine sehr ähnliche Kerbe schlägt, auch wenn es natürlich nicht das Gleiche ist wie tatsächlich mit jemand anderem gemeinsam zu spielen oder sich direkt auszutauschen.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Also, was ich bei mir beobachten kann, ist, dass ich auf jeden Fall sehr viel wählerischer geworden bin. Und auch bei Weitem nicht mehr so geduldig wie früher. Ein Game oder 'ne Serie holt mich nicht ab nach 1-2h Investition? OK nichts für mich. Das heißt nicht unbedingt, dass mich komplexere Dinge nicht interessieren, eher im Gegenteil sogar. Aber durch die riesige Auswahl on demand herrscht halt dieser Hintergedanke, dass ich meine Zeit theoretisch mit einer Sache verbringen kann, die mir sofort Spaß macht. Und dadurch entgehen mir mit Sicherheit auch viele coole Spiele oder Serien, für die mir einfach die Geduld fehlen. Ich muss gegebenenfalls schnell merken, dass sich die Geduld lohnt - ich habe zum Beispiel sehr viel Anno 1404 gezockt und das ist jetzt nicht unbedingt ein Spiel, was nach heutigen Maßstäben super zugänglich ist.

      Da ich mich aber mittlerweile selbst sehr gut kenne und einschätzen kann, weiß ich damit größtenteils umzugehen. Ich bin zum Beispiel ein Typ, der, wenn er was macht, es auch richtig macht. DH Serien oder Spiele, die mich vom Setting und der Aufmachung her interessieren, können auch gerne etwas schleppend anfangen, wenn ich weiß, dass ich da nach einem etwas zäheren Anfang voll abnerden und mir stunden- und nächtelang Analysen angucken und die eigenen Gedanken kreisen lassen kann. Ich brauche halt Content, der mich selbst herausfordert und in dem Sinne auch über das gewählte Medium hinaus geht. Und ich glaube einfach, dass es davon im Mainstream nicht mehr sooo viel von gibt? Bzw. gibt es davon wahrscheinlich mehr denn je, aber die Masse an Content, die eben genau das nicht bringt, ist nochmal sehr viel größer heutzutage. Das oben angesprochene Zelda BotW war für mich zum Beispiel nach 20-30h langweilig, da ich die Spielmechaniken für mich persönlich recht schnell ausgereizt habe. Das innere Kind in mir lebe ich auf andere Art und Weise aus - einfach rum laufen und exploren lockt mich nicht wirklich und da ich ganz am Anfang des Spiels auf diese Insel geflogen bin, wo dieser extrem Starke Roboter war (sorry für die casual Sprache, aber mein Playthrough ist zu lange her. Nexan weiß sicherlich, welche Insel ich meine) und ihn sehr müßig mit Bomben in einem 12min Kampf besiegt habe, war ich eben recht früh overpowered und ich mag leider keine Spiele, in denen man schnell und mit recht wenig Aufwand overpowered sein kann. Die 20-30h würde ich aber dennoch nicht als Verschwendung bezeichnen. BotW ist denke ich in vielerlei Hinsicht wegweisend für neue Open World Spiele, da die Freiheit und Möglichkeiten eben sehr beeindruckend und auch fesselnd waren bis zu einem gewissen Punkt.

      Also würde ich schon sagen, dass ich verlässliche Unterhaltung benötige, aber aus etwas anderen Gründen vielleicht? Die Unterhaltung, die ich mir aussuche, muss dynamisch bleiben und mich immer wieder neu fordern. Deshalb zocke ich fast ausschließlich Roguelikes mittlerweile und bin vor allem Slay the Spire komplett verfallen. Diese Spiele sind bockschwer in der Regel und bringen mir auch nach über 500h Spielzeit jedes Mal etwas neues bei. Genauso ist es bei Breaking Bad, Pulp Fiction, oder ein neuer Favorit von mir, Midsommar von Ari Aster. Das sind Werke, die voller Liebe und Details stecken, dass selbst der 5. Re-Run noch irgendwas neues bringt. Durch die Flut an neuem Content, sei es Shows auf Netflix oder die Masse an Spielen, die auf Steam jedes Jahr erscheint, ist eben gefühlt auch viel mehr flache Unterhaltung dabei. Da bleibe ich dann eben lieber bei den paar Spielen, bei denen ich weiß, dass sie für mich perfektes Gameplay liefern. Darauf bin ich mittlerweile fokussiert und deshalb kann ich Impulskäufe auch mittlerweile gut unterbinden. Vor ein paar Jahren war mein Pile of Shame auf Steam auch ein stetiger wachsender Berg, aber ich habe mich damit abgefunden, dass ich eben nur noch eine bestimmte Art von Spiel wirklich mag und welche neuen Spiele dafür infrage kommen, kann ich mir über meine Lieblingsstreamer schon vorher erschließen. Da mich Story und first-time-experience nicht wirklich interessieren, ist das ziemlich optimal für mich eigentlich.


      Diese rosarote Nostalgiebrille trage ich auch nicht (mehr). Skyrim finde ich ziemlich scheiße zum Beispiel mittlerweile und ich habe in das Spiel sicher über 300 Stunden insgesamt gesteckt. Genauso entdecke ich aber einige Klassiker immer wieder aufs Neue; Super Mario World fand ich früher als kleiner Bengel schon total super und als Erwachsener habe ich nochmal eine ganz neue Form von Appreciation für dieses Meisterwerk übrig. Die Grafik und das Gameplay sind da schlichtweg perfekt meiner Meinung nach. Jeder Sprung fühlt sich exakt so an, wie er sich anfühlen sollte, jedes Sprite fügt sich perfekt in den Stil des Spiels ein. Das ist eher der Grund dafür, warum ich immer noch Super Smash Bros Melee, Ocarina of Time oder Dark Souls 1 spiele. In Zeiten von diesen ganzen Ubisoft Open-World-Spielen mit 7192834734 ADHS-Map-Markern zeigen diese Games eben, dass gutes Gameplay und Worldbuilding immer noch an der Spitze stehen... und nicht eine irgendwie vorgegaukelte Masse an Möglichkeiten und Quests, die nur dafür da sind, damit es nach "viel" aussieht. So geht es mir mit Serien und Filmen eben auch. Vieles konzentriert sich auf schnelles Drama, tolle Effekte, gezwungene Monumentalität und mittlerweile auch Shockvalue. Das sind für mich am Ende nur shallow experiences, die ich alleine nur sehr ungerne konsumiere. Mit Freunden macht es durchaus Spaß, auch mal eine total flache Serie zu gucken. Ich gucke auch voll gerne Horrorfilme, eben weil sie fast ausschließlich scheiße sind. Unfreiwillige Comedy ist voll mein Ding. Da ich von Horrorfilmen absolut nichts erwarte, außer stereotypischen Tropen und Logikfehlern, kann ich in dem Genre zum Beispiel auch einfach völlig zufällig irgendeinen Film anmachen. Ich beiße mich eben nur sehr ungerne durch halbgaren Content, wenn ich weiß, dass ich stattdessen auch 'ne Doku gucken oder einen Podcast hören kann. Bei Spielen ist es auch so. Warum sollte ich etwas anspielen, was mir eventuell gefallen könnte, falls die Sterne richtig stehen und gerade der 45. Vollmond des Jahrzehnts ist? Klar, dadurch verpasse ich sicher Vieles, was mir am Ende sehr gut gefallen würde. Aber auch der 500. A20 Slay the Spire run wird für mich nur schwer zu toppen sein. Es ist für mich schlichtweg das beste Spiel, das ich je gespielt habe und es hat unendliches Replay Value. Besser kann ich meine Zeit eigentlich nicht verbringen.
      Yes, to dance beneath the diamond sky with one hand waving free
      Silhouetted by the sea, circled by the circus sands
      With all memory and fate driven deep beneath the waves
      Let me forget about today until tomorrow