Star Wars Jedi: Fallen Order

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    • Star Wars Jedi: Fallen Order

      Was soll ich sagen? Im Wintersale bin ich wegen der 17% weniger schwach geworden und hab mir selbst ein Weihnachtsgeschenk gemacht:

      STAR WARS: Jedi Fallen Order





      Ich weiß eigentlich gar nicht wo ich anfangen soll, aber jedenfalls hab ich das Game seit Weihnachten und bin erst 10h dazugekommen, aber dabei sind mir SO VIELE Gedanken durch den Kopf dabei gegangen - und einfach deshalb muss ich diesen Gedankenerguss hier loswerden, ob es nun wer liest oder nicht ...

      Doch der Reihe nach.

      Anfangs hab ich viel positives vom Spiel gehört, jedoch sei die Spielzeit selbst leider etwas zu kurz gekommen. Schaut man kurz nach auf "How Long To Beat" kommt man auf rund 20 gute Stunden.
      Da war eigentlich Hauptargument für mich, das Spiel nicht für 60€ zu kaufen - auch wenn es gelobt wurde.
      17% im Wintersale haben mich dann schwach werden lassen - noch dazu auf STEAM!
      Ja richtig gelesen, EA scheint Ende 2019 zur Vernunft gekommen zu sein und bietet seine Spiele nicht mehr Origin-Exklusive an. Ein positiver Trend, den ich da gleich unterstützen möchte. Jedoch sei dazu gesagt: Startet man Fallen Order in Steam, startet sich auch automatisch Origin im Hintergrund. Aber: 1x einloggen und man nimmt es eigentlich gar nciht war: Es startet automatisch und beendet sich automatisch. Find ich ganz OK diese Lösung.

      Im Vorhinein wurde das Spiel oft mit Sekiro oder anderen SoulsBourne Spielen verglichen. Ich war als sehr Neugierig auf das Gameplay. Noch dazu wusste ich dass das Spie lvon Respawn ist: Der Schmied die vor schon nun 3 Jahren einen klasse Singleplayer zu Titanfall 2 abgeliefert hat. Und das ganze spielt im Star Wars Universum. Was kann also noch schieflaufen?

      Einiges. Aber dann auch wieder nicht.

      Hand aufs Herz: Fallen Order stiehlt sich viele Dinge aus anderen Spielen zusammen und es fühlt sich nach 10 Stunden an wie eine Mischung aus Sekiro, Titanfall und The Force Uneleashed an. Da muss nicht unbedingt schlecht sein. Nein, es ist ganz und gar nicht schlecht - es ist sogar großartig, aber das gewisse Etwas fehlt.

      Oder: Man darf das Game nicht mit den Obigen vergleichen und soll es als eigenständiges ansehen. Aber das geht nun mal nur, wenn man obige Titel nicht gespielt hat - und das habe ich nun mal. Fangen wir an mit der Story:
      Toll, Star Wars halt, erinnert aber sehr an The Force Unleashed. und seltsamer Weise auch an Titanfall.
      Der Soundtrack dazu ist cool wie immer und die Grafik? Herje die Grafik! Wunderschöner gehts kaum derzeit. Es gibt zwar kein Raytracing, aber braucht man auch nicht unbedingt. Bei mir läuft alles auf Ultra in 1440p auf so 80FPS durchschnittlich (Ryzen3700x, RTX2070). Da fragt man sich immer wann die Cutscene aufhört und das Spiel beginnt. Ein nahtloser Übergang. Herrlich!

      Das Leveldesign und Gameply erinnert mich dann doch irgendwie auch an Titanfall2: Wallrunning, vertikales Leveldesign, statt einem Titan hat man BD1 mit.

      Was ebenfalls noch an TFU erinnert sind teilweise die Machtkräft, die Schwertkämpfe und die Gegner.

      Was? Die Schwetkämpfe? Ja - aber großteils hat da Respawn wohl bei Darksouls und Co. geklaut - besser gesagt bei Sekiro (btw Game Of The Year 2019 - unbedingt weiterzuempfehlen!)

      Und genau da liegt das Problem: Respawn hat wohl kaum Erfahrung mit "Schwierigkeitsdesign". Wo man bei Sekiro die Liebe zur Schwierigkeit erkennt, mant Fallen Order einen plumpen Versuch. Es fühlt sich einfach nicht so gut an wie Sekiro.
      Blocken, Parieren, Kontern, Ausweichen - es funktioniert fast gleich wie bei Sekiro - aber eben nur fast. Und es sind die Kleinigkeiten, die es nicht perfekt machen.
      In Sekiro beispielsweise konnte man die KI kaum aushebeln. Bei Fallen Order geht man ein paar Schritte durch eine Tür und schon bleibt die KI in der Tür hängen und man kann draufhauen bis sie Tod ist.
      Fallen Order probiert es echt zu kopieren, schafft es aber leider nicht. Also Kopie schlecht, aber als eigenständiger Titel grandios. Das Finetunig und Balancing fehlt einfach, aber das ist auch nciht so leicht: Um die Zugang zu dem Spiel zu erleichtern kann man aus 4 Schwierigkeitsgraden wählen - allein das zu balancen ist wohl sehr schwer und da tut sich ein Sekiro viel leichter mit der Einstellung "friss oder stirb".
      Auf dem schwersten Grad kommt es an Sekiro heran und verzeiht keine Fehler. Aber das Gewisse Etwas fehlt wohl leider. Ich weiß nciht was es genau ist, aber es kommt wohl daher, dass sich Sekiro 7x durchgespielt habe und Fallen Oder es kopieren möchte, aber nciht schafft, wegen der vielen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade und mangelnder Erfahrung.

      Wenn ein Teil 2 kommt, aber wird er sicher besser länger und perfekter.

      Ich kann das Spiel ohne Zweifel absolut weiterempfehlen! Aber eher um 30€, als um die normalen 60€.
      it's not easy when it's icy
    • Ich bin nach 15 Stunden noch immer nicht, von daher kann ich der Spielzeit doch noch einen Pluspunkt zuschanzen. Lässt man sich ein bisschen Zeit und spiel auf Schwer, dann kommt man wohl auf die 22 Stunden, was ganz OK für einen 30 bis 40€ Titel ist.

      Was nach etwas mehr Spielzeit leicht negativ auffällt ist doch der Soundtrack: Er kommt an den von einem John Williams nicht ganz heran.
      Ebenfalls schade ist es, dass es bei der Steamversion keine Archivements gibt. (Aber daran wird wohl gearbeitet: " Working on these. Won't be in JFO for launch but we'll see what future brings. ")

      Was mir ebenfalls noch aufgefallen ist: Die Kletterpassagen wurden wohl bei Tomb Raider geklaut :laughing:

      Und jetzt noch was extrem positiv für mich ist: Das Story-Tellig. Das hat Respawn echt gut gemacht, ich versuch so gut es geht ohne Spoiler darauf einzugehen. Nach der Einführungsrunde hat man selber die Kontrolle und kann auf verschiedene Planeten reisen und sich entscheiden wo man weitermachen will. Normlwer WEise geht das dann so von statten: Man wähl Planten aus und ladet dort und begibt sich auf den jweiligen "Schlauch-Level" bis man sein Ziel erreicht und fliegt dann zum nächsten weiter.

      Hier aber wird es kreativ: Nicht immer ist dieser Vorgang möglich und die Landung auf Kashyyk ist ein brilliantes in Szene gesetztes Meisterwerk, wo mir der Mund offen stehen blieb.

      Spoiler anzeigen

      Man kann nicht laden, stattdessen springt man ins Wasser, erobert einen AT-ST und schießt sich erstmals die Landeplattform frei, bis plötzlich Saw Gerrera (Aus Rogue One) einen fragt, ob man komplett dämlich ist ... Einfach herrlich!
      it's not easy when it's icy
    • Also um 30€ würd ich es ungefragt holen - wird aber wohl frühestens im Summersale soweit sein.

      Nexan schrieb:

      Let’s Play von Dir?
      Kann schon sein ... allerdings vielleicht wieder als New Game Plus... Mal sehen....

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      Unterm Strich kann man schon sagen dass es das beste Star Wars Spiel seit längerer Zeit ist.
      it's not easy when it's icy
    • Nachtrag Version 3:

      Es begeistert mich noch immer sehr - nun 20h drauf und es geht noch immer weiter!
      Sobald man aufhört das Spiel mit anderen Spielen zu vergleichen, ist es einfach nur gut!
      Und die Einbettung der Story mit genialen Zwischensequenzen ist echt eines Star Wars würdig.
      Wenn ich es zu Release gekauft hätte (also 2019) wäre es knapp hinter Sekiro mein Spiel des Jahres 2019 geworden.

      BD-1 :heart_eyes: :kissing_heart:
      it's not easy when it's icy