Moonlighter

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    • Seid ihr es auch leid, euch immer entscheiden zu müssen? Was darf’s heute sein, Dungeon-Crawler oder Wirtschaftssimulation? Ist eher so ein Tag für Stardew Valley oder doch für Dark Souls? Lieber Rüstungen schmieden und Tränke brauen oder durch dunkle Gänge irren und kuriose Kreucher klopfen? Für euch alle gibt’s eine gute Nachricht: Moonlighter!

      In sympathisch-bunter 16-Bit-Optik kommt dieses kleine und feine Indie-Action-RPG daher und bietet eine unterhaltsame Mischung aus aufregendem Helden-Dasein und kühl-kalkulierter Händler-Simulation. Dabei setzt Moonlighter vor allem auf Einfachheit. Die Story ist schnell erklärt: Euer Held führt einen Laden im kleinen Dörfchen Rynoka; Rynoka ist so eine Art Goldgräber-Stadt, nur dass sich die Bewohner natürlich nicht für Goldadern interessieren, sondern für die mysteriösen Dungeons, die sich unweit eures kleinen Lädchens aufgetan haben. Reingehen, Monster plätten, Loot abstauben und reich und erfolgreich wieder herauskommen! Es könnte so einfach sein, war es aber offenbar nicht – der große Run auf die Dungeons ist vorbei, die Stadt wirkt recht leer, vier der fünf Dungeons sind vernagelt und der Laden, den ihr von euren Eltern geerbt hat, läuft auch nicht so richtig. Flinte ins Korn werfen? Ausgeschlossen. Selbst ist der Mann: Nachdem ihr euch tagsüber im Laden die Beine in den Bauch gestanden habt, fasst ihr euch nachts ein Herz (und ein Schwert) und begebt euch einfach selbst auf Streifzug in den letzten verbliebenen Dungeon. Ihr habt eh schon immer davon geträumt, eines Tages ein großer Abenteurer zu werden! Und wer weiß, vielleicht gelingt es euch ja, das Geheimnis der Dungeons zu lüften und nach und nach alle alten Tore wieder zu öffnen und Zugang zum mystischen fünften Dungeon zu erlangen! In der Zwischenzeit könnt ihr die gefundenen Materialien und Schätze in eurem Laden verkaufen und mit dem verdienten Geld dabei helfen, die Stadt wieder aufzubauen, euren Shop aufzumöbeln und natürlich eure eigene Ausrüstung zu verbessern. Riskieren und investieren lautet die Devise bei Moonlighter – nachts die Dungeons erkunden und euch fiesen Viechern stellen und tagsüber sorgsam Sortiment und Preise für euren Laden zusammenstellen und dann entscheiden, was ihr mit der Kohle macht. Wird es Zeit für einen größeren Laden, um schneller mehr Waren absetzen zu können? Oder braucht eure Stadt erst mal einen Schmied und eine Kräuterhexe, damit ihr euch mit besseren Waffen und Tränken versorgen könnt, wenn ihr in die Dungeons hinabsteigt? Wollt ihr möglichst viel Loot verkaufen oder legt ihr euch erst mal was zurück, um damit Ausrüstung für euch selbst zu craften?

      Das Schöne ist: Es macht Spaß. Für sich genommen ist jedes der Spielelemente sehr simpel gehalten; die Dungeons sind klein, die Gegnertypen überschaubar, das Prinzip der Waffen schnell verstanden, die Steuerung ist denkbar einfach und selbst das Führen eures eigenen Ladens geht schnell flüssig von der Hand – Auffüllen eurer Regale, Festlegen von Preisen, ein Auge auf Angebot und Nachfrage haben, Leute abkassieren und zwischendrin aufpassen, dass euch niemand teure Artefakte mopst, ohne dafür bezahlt zu haben. Wirklich falsch machen kann man eigentlich nichts, herausfordernd ist es trotzdem und man kommt schnell ins Grübeln, auf welches Rüstungs- oder Waffenupgrade man als nächstes sparen sollte oder ob man vorher nicht doch in einen größeren Laden, eine bessere Kasse oder mehr Lagerplatz investieren sollte – oder vielleicht nichts davon und lieber darauf sparen, die nächsten Händler in die Stadt holen zu können.
      Je tiefer man in die Dungeons vordringt, desto wertvoller wird natürlich das Loot, aber desto stärker werden auch die Gegner und wer einmal zu viel gewollt hat, findet schnell ein unrühmliches Ende und wird vom Dungeon prompt wieder an die Oberfläche gespuckt – ohne das mühsam gesammelte Loot, die ganze Unternehmung war dann umsonst. Spätestens, wenn man den untersten Level des ersten Dungeons erreicht hat und sich zum ersten Mal einem Boss gegenübersieht (und danach Kassensturz macht und es auf dem Konto richtig klingelt), ist klar, dass man auch die anderen Dungeons erkunden muss.
      Darüber hinaus ist das Spiel außerdem wirklich hübsch gestaltet, das Gameplay ist flüssig, der Soundtrack ist ausgezeichnet und es ist sogar komplett lokalisiert – und was will man mehr?

      Held oder Händler? Ab sofort geht beides!

      Von mir nach den ersten Spielstunden eine klare Empfehlung für alle, die sich mit dem Genre wenigstens ein bisschen identifizieren können :hugging: Auf Steam ist Moonlighter gerade für 20€ zu haben, damit kann man echt nichts falsch machen.
      Hier könnte meine Signatur stehen!