Conan Exiles

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Conan Exiles

      Als ich letzte Woche mit einer Sommergrippe dahin siechte und mich die Langweile gefangen nahm, griff ich im Monthly Humble Bundle August einfach mal spontan bei Conan Exiles zu. Das Spiel lässt sich grob als Action-Rollenspiel-Survival-Sandbox einordnen ( :ugly: ) womit es in dieselbe Kerbe schlägt, wie beispielsweise ARK: Survival Evolved. Wirklich fesseln konnte mich ARK allerdings nie, weil mir das Settings mit den Dinosauriern usw. einfach eine Nummer zu abgedreht war und es mir an aktiven Mitspielern mangelte.

      Das Conan der Barbar Universum liegt mir da schon eher, allein schon weil ich ein heimlicher Verehrer von Thulsa Doom und seine ikonischen Inszenierung als Bösewicht im gleichnamigen Filmstreifen bin.

      Ich habe mir Conan Exiles also einfach mal auf die Platte gehauen und gespielt. Das Spielprinzip ist hierbei sehr auf Crafting fokussiert und insbesondere zu Beginn auch sehr auf das nackte Überleben. Man startet nämlich ziemlich nackt (je nach Server sogar tatsächlich gänzlich unbekleidet, inklusive physikalischer Animation der primären Geschlechtsorgane) in einer gnadenlosen Wüste.

      Bei meinen ersten Versuchen als barbarischer Nackedei biss ich jeweils erstaunlich schnell ins Gras bzw. in den Sand. Mal verdurstete ich einfach, mal wurde ich von merkwürdigen humanoiden Kreaturen zerfetzt und einmal von einem Krokodil ins Wasser gezogen und verspeist. Letzteres war besonders bitter, hatte ich es doch zum ersten Mal zum Wasserloch geschafft ohne vorher zu verdursten oder erschlagen zu werden. :ugly:

      Als ich dann Begriff (Okay, Tante Google half etwas nach, beim Begreifen) was eigentlich am Anfang zu tun war und mir aus Pflanzenfasern, Ästen und Steinen die erste Kleidung und Waffen herstellte, lief es dann auch besser. Mittlerweile bin ich sogar stolzer Besitzer einer kleinen Hütte und einer Feuerstelle, was das Überleben deutlich angenehmer macht. Das ist auch der Kern der Spielfortschrittsprinzips: Neben klassischen Erfahrungspunkten, die man in Skills investiert, kommt es darauf an immer bessere Sachen zu fertigen und entsprechend die Ressourcen zu besorgen. Dafür muss man sich auch mit immer mächtigerem Getier oder sogar anderen Spielern herum ärgern.

      Etwas übertrieben haben es die Entwickler dabei meiner Meinung nach damit, wie viele Ressourcen man für bestimmte Dinge braucht. So verbrachte ich recht viel Zeit damit einfach nur Steine zu kloppen und Bäume zu fällen. Hoch ist daher der Anreiz dies mit Freunden in einer Gruppe zu tun, schließlich kann man sich Feuerstelle und Hütte teilen, sodass die benötigten Ressourcen pro Kopf dann deutlich geringer ausfallen.

      Das ist wohl auch wieder der Grund warum ich jetzt schon wieder etwas die Lust verloren habe. Ohne Mitspieler macht Conan Exiles nur sehr bedingt Spaß und Mitspieler zu finden ist gar nicht so leicht. Die meisten offiziellen Server bieten 40 Slots für gleichzeitiges Spielen. Doch wirklich stark bevölkert sind die meisten nicht und/oder die Spieler auch auf der riesigen Karte sehr stark verstreut. Wenn doch mal ein paar menschliche Barbaren den Weg kreuzen, scheitert es schon oft an der Verständigung, da viele Spieler augenscheinlich nicht des Englischen mächtig sind (oder ich habe einfach einen ungünstigen Server gewählt :grin: ).


      Mit einem oder mehreren Mitspielern macht das Spiel aber bestimmt deutlich mehr Spaß. Also hat hier jemand Lust? :innocent: Was haltet ihr von Conan Exiles oder generell dem zugrundeliegenden Spielprinzip? Zu viel Sandbox? Zu viel Grind? Oder ein Paradies für freies von Spielern getriebenes Rollenspiel? Letzteres stelle ich mir an sich ganz unterhaltsam vor, kam aber noch nicht wirklich in die Situation an so was teilzunehmen.


      Zum Abschluss noch ein paar bewegte Bilder:
    • Tja und da war die Luft auch schon wieder raus. Das Gameplay wird mir dann doch eine Spur zu repetitiv: Ressourcen sammeln, bessere Sachen bauen, Monster kloppen, Ressourcen sammeln, bessere Sachen bauen, stärkere Monster klopfen… :sleepy:
      Ein wenig Spaß hatte ich tatsächlich mit dem Bau meiner Hütte, die man sehr detailliert und umfangreich ausstatten kann, aber so ohne Ziel oder Begleiter macht das auch nicht so richtig lange Freude.
      Dazu gesellen sich leider noch ein paar technische Probleme: Das Spiel ruckelt mit zunehmender Spieldauer immer mehr, warum ist mir nicht ganz klar. Startet man es neu, flutscht es wieder. Obwohl der Client Ping-Zeiten von 20-30 ms ausgibt, hat man gerade in Kämpfen mit Monstern spürbare Latenzen, sodass die NPCs meist eher auf einen einzucken, als wirklich schlagen. Dadurch fühlen sich die Kämpfe irgendwie sehr schwammig und feedbacklos an.
      Alles in allem für Freunde des Genres oder des Conan Universums sicherlich ein Blick wert, aber nur mit geeigneten Mitspielern. Solo gibt es einfach keine wirklichen Ziele zu verfolgen.

      Ich hoffe persönlich nur, dass Fallout 76 da etwas einfallsreicher ist, wird es doch in gleiche Kerbe schlagen wollen. :thinking: