Frostpunk

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen



    • Wer die letzten Tage durch die Spielemedien geisterte, dürfte sicher schon etwas zu Frostpunk gelesen haben.

      Das Spiel spielt sich im 19. Jahrhundert zu Beginn des neuen technologischen Zeitalters. Statt Computer gibt es aber nur Frostbeulen, da eine neue Eiszeit ausgebrochen ist :ugly: . In diesem Zusammenhang pilgert eine Gruppe Menschen aus London auf der Suche nach einem besseren Ort darauf los. Sie finden einen verlassenen Dampfgenerator und das eigentliche Spiel beginnt: 45 Tage überleben und immer kälteren Temperaturen trotzen.
      Dabei geht es recht klassisch zur Sache: Rohstoffe sammeln, Unterkünfte bauen, Gesundheitsversorgung, Nahrung, Forschung und Expeditionen. Leider ist dabei wie schon erwähnt das Wetter recht eisig, weshalb wir mittels erlassenen Gesetzen immer wieder ethisch fragwürdige Entscheidungen treffen müssen. Kinderarbeit, Behandlung von Kranken, Flüchtlingen, Toten etc. Später kommt dann noch wahlweise der Zweig der Religion oder der Tyrannei dazu. Wo man zu "Jesus" oder einem üblen Despot werden kann. Man muss auf jeden Fall die Hoffnung und die Unzufriedenheit jederzeit beachten, sonst wird man hingerichtet.

      Während es mit Verständnis von Aufbaustrategie jetzt nicht das schwerste ist, die 45 Tage zu überleben, hält einem das Spiel aber am Ende knallhart den Spiegel vor, welch schäbige unethische Made man doch ist :ugly: . Das Ziel des Spiels ist es auf jeden Fall so viel Leute wie möglich, mit so wenig fragwürdigen Methoden wie möglich durch die 45 Tage zu bringen.
      Der Ablauf des Spiels ist dabei immer identisch, es kommen keine variablen Überraschungen, weshalb der Wiederspielwert nicht ewig lang ist. Aktuell gibt es noch zwei weitere Szenarios. Ein Wissenschaftliches wo es darum geht, unter allen Umständen Pflanzensamen zu beschützen und ein anderes wo endlos Flüchtlinge auf einen zuströmen.

      Eine Runde dauert je nach Geschwindigkeitsreglerlaune 2-5 Stunden.

      Technisch gibt es wenig zu sagen: Hübsch, Atmosphärisch, toller Sound. Nur gegen Ende einer Runde nuckelt es schon etwas an der Framerate und fällt über die Hälfte des Startwerts.



      Für mich ist dies ein Spiel das ich nach langer Zeit wieder mal zum vollen Preis zu Release gekauft habe. Primär weil mich gerade die endliche Aufbaustrategie reizt. Ein perfektes Feierabendspiel.

      Zu kaufen gibt es das Spiel bei allen gängigen Plattformen (inkl. GoG) für 30€ (bzw. 25€ in der Schweiz :grin: ).
    • Das Spiel macht mich auch sehr neugierig. Allerdings bin ich nach »They Are Billions« doch irgendwie wieder bei Anno gelandet, weil ich doch etwas nachhaltigeren Aufbau haben mag. Zumindest für den Moment. :grin:

      Zuschlagen werde ich wohl dennoch eines Tages, vermutlich aber erst in einem Sale. Der Wiederspielwert scheint mir persönlich noch etwas fragwürdig zu sein. Wobei ein Spiel, mit dem man ein paar Stunden viel Spaß hat und dann nie wieder anrührt nicht zwangsläufig das schlimmste. :slight_smile:
    • Neu

      Nexan schrieb:

      Zuschlagen werde ich wohl dennoch eines Tages, vermutlich aber erst in einem Sale.
      Besagter Sale war nun und ich konnte nicht widerstehen. Also habe ich zugegriffen und nun schon eine Weile im Spiel geschlottert vor Kälte. :grin:
      Meine erste Partie endete natürlich recht früh in einer Hungersnot, da ich nicht so recht auf dem Schirm hatte, dass die Nahrung auch irgendwo verarbeitet werden muss und ich als Pro Gamer :muscle: natürlich die mahnenden Tutorial Meldungen beflissen ignorierte. :sweat_smile: Am Ende war niemand mehr arbeitsfähig und der Generator versagte wegen Kohlemangels den Dienst.

      Mein zweiter Anlauf läuft dagegen viel besser. Fast schon zu gut, scheint mir. Relativ früh fand einer meiner Späher ein Automaton, eine Art Roboter der 24 Stunden am Tag schuften kann, der so manchen Engpass und Krankheitsbedingten Ausfall kompensieren konnte. Dadurch geriet ich bisher (etwa Tag 25) in keine wirklich brenzlige Situation. :thinking: Zwar war manche Wetterlage ziemlich hart aber der Ressourcenüberfluss, der derzeit herrscht, lässt das alles gut abfedern. Die Behausungen und Arbeitsstätten sind mit guter Wärmedämmung und Heizkörpern ausgerüstet und Kohle wird in Massen aus unterschiedlichsten Quellen bezogen.
      Klingt an sich ja ganz gut, aber ohne seine brenzligen Situationen verliert Frostpunk leider viel von seinem Biss. Der Aufbaupart ist dafür ein Stück zu rudimentär und insbesondere bei einer größeren Siedlung nervt mich das Design der Gebäude. Die lassen sich teilweise schlecht voneinander unterscheiden, zumal die vielen Rauchfahnen der Heizungen auch die Sicht erschweren. :sweat_smile:
      Wenn ich die Partie zu Ende gebracht habe, werde ich daher wohl mal den Endlosmodus in einem höheren Schwierigkeitsgrad ausprobieren. Wobei ich noch nicht sicher bin, ob der so viel Spaß machen kann, wie das Szenario mit seinen immer neu auftauchenden Herausforderungen von Flüchtlingsströmen, die es plötzlich zu ernähren gilt oder Weltuntergangskulten, die den Generator zerstören und eine Rebellion anzetteln wollen. :grin:

      Ein Dauerbrenner wird Frostpunk wohl aber nicht aber dennoch ist es ein tolles Survival-Aufbauspiel geworden, dass hin und wieder zu einer Partie reizt. Es lebt dabei allerdings vor allem von seinem Schwierigkeitsgrad. Hat man seine Siedlung in eine stabile Wohlfühlzone navigiert, die kaum noch zu erschüttern ist, dann verliert das Spiel viel von seinem Reiz. Aber vielleicht schafft es das Spiel noch diese Sicherheit zu zerstören, in der ich mich aktuell wähne. Noch bin ich nicht am Ende der Partie angelangt. :upside_down: