Nintendo Switch: Ein Nischenprodukt für fanatische Nintendo-Fans?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Nintendo Switch: Ein Nischenprodukt für fanatische Nintendo-Fans?

      Ich mochte mal die Diskussion aus dem reinen Switch Thema ausgliedern, da es dort ja irgendwie mehr um die eigentliche Hardware gehen sollte, denke ich. Hier will ich jedoch mit euch ein bisschen über die Chancen der Switch, sich auf dem Markt durchzusetzen, diskutieren. Die mich kennen, wissen, dass ich eigentlich ein ziemlicher Nintendo-Fanboy bin. Doch bin ich bei der Switch skeptisch, weshalb ich hier schon hin und wieder den Teufelsanwalt gespielt habe. Das werde ich hier mal auch wieder tun. :innocent: bzw. eher :smiling_imp: Ich selbst bin der Switch auch gar nicht so abgeneigt, außer aufgrund des Preises. Doch generell sehe ich die Chancen gar nicht so gut, dass die Switch ein Verkaufserfolg wird und auch langfristig mit vielen Spielen versorgt werden wird.

      Preis der Nintendo Switch


      Der Preis ist damit auch mein erstes Argument. 329 € sind einfach zu hoch gegriffen, um eine große Verbreitung der Konsolen innerhalb der ersten Monate zu erreichen. Eine solche Verbreitung ist aber wichtig, damit Entwicklerstudios und Publisher bereit sind Geld in die Hand zu nehmen, um Spiele zu entwickeln oder anzupassen. Ist der Markt zu klein, lohnt sich der Aufwand der Entwicklung schlicht nicht.

      Leistungsfähigkeit der Nintendo Switch

      Je nach dem welche Vergleichskategorie man wählt oder welche Benchmarks man befragt, liegt die Switch zwischen 20-40% über der Wii U oder wird wahlweise als etwas schnellere Xbox 360 bzw. PlayStation 3 gesehen. Wo auch immer sich genau der Nvidia Tegra X1 letztlich einordnen lässt, er ist definitiv viel viel langsamer als Xbox One, PlayStation 4 und natürlich auch langsamer als der aktuelle Durchschnitts-PC.
      Das ist an sich eigentlich nicht kritisch, wenn man auf aufwändige Grafik keinen Wert legt. Kritisch wird es allerdings dann, wenn man aus Entwicklersicht auf die Angelegenheit blickt: Will man ein PC Spiel auf die beiden Konsolen bringen, dann schraubt man ein wenig die Details herunter und dann läuft das schon irgendwie. Die Switch wird von der Leistung aber so weit von den Mitstreitern entfernt sein, dass es dort damit nicht getan ist. Der Aufwand einer Portierung wird für die Switch ungleich größer sein, als bei den beiden Kontrahenten. Sind dann die Absatzzahlen noch klein, wird sich auch ein Electronic Arts irgendwann überlegen, ob es sich noch lohnt FIFA weiterhin dafür zu bringen.

      Mobilität der Nintendo Switch eher eine nette Dreingabe

      Wurde anfangs noch gemutmaßt (von mir auch), Nintendo vereine seine beiden Linien und verschmelze seine Handhelden mit den Konsolen zu einer einzigen Plattform, wird nun klar, dass das so nicht der Fall ist. Die Akkulaufzeit ist zu gering und das Gerät wohl zu groß, um im Gefilde der 3DS oder auch Smartphones zu wildern. Dazu passt dann auch, dass es keinen angekündigten Pokémon Teil für die Switch gibt.
      Die Mobilität der Switch ist so ganz nett, doch dürfte sie in der Praxis eher genutzt werden, um mal im Bett zu spielen oder das Teil für eine Feier mit zu Freunden zu nehmen. Ein echter Alltagsbegleiter wird es nicht. Für diese nette Dreingabe hat Nintendo allerdings viele Kompromisse eingehen müssen, die sich eben im Preis und der Leistung der Konsole niederschlagen.

      Ich sehe damit für die Switch eigentlich kein so richtig rosiges Licht. Nintendo mag mithilfe von künstlicher Verknappung und gutem Marketing vielleicht noch einen guten Start suggerieren, doch irgendwann geht es um die nackten Zahlen. Wenn die dann nicht stimmen bleibt Drittsoftware aus. Und warum sollte der Durchschnittsgamer viel Geld für eine Konsole bezahlen, wo er nicht mal sein geliebtes Call of Duty oder den neusten FIFA Teil zocken kann (okay, letzteres wird anfangs möglich sein)? Klar, die Nintendo-Spiele sind gut, teilweise verdammt gut sogar, doch nur für diese eine Konsole zu kaufen machen nur nostalgische Fanboys ( wie wir :ugly: ) Der normale Spieler guckt am Ende auf das Gesamtpaket, bestehend aus dem Preis und den Spielen, die verfügbar sein werden und ihn interessieren. Noch sehe ich aber einfach nicht wie Nintendo hier einen guten Schnitt hinbekommen will. Vielleicht unterschätzte ich die Zahl der Nintendo Fanboys oder die Zugkraft eines guten Zeldas. Vielleicht gibt sich Nintendo aber auch damit zufrieden eine stabile Nische zu bedienen, statt den Massenmarkt anzupeilen. Nur wo soll der Nachwuchs für die Nostalgie-Fanboys herkommen? Kinder und Jugendliche der Smartphone-Generation spielen lieber Clash of Clans statt Mario oder Zelda. Und zwar auch dann noch, wenn wir noch so sehr darauf schimpfen, wie hohl und dumm diese Micropayment Spiele sind.

      Ich bin und bleibe daher sehr skeptisch, ob die Switch Nintendo wieder in alte erfolgreiche Fahrwasser führen kann. Für mich sieht alles leider nach einer Wii U 2.0 aus, die allenfalls anfangs, aufgrund des besseren Marketings, besser abschneidet. :thinking: Aber vielleicht konzentriere ich mich zu sehr auf das Negative und ich übersehe die positiven Aspekte? :imp:
    • Ich fang jetzt einfach mal mit einer Teilantwort an:

      Nexan schrieb:

      Ich sehe damit für die Switch eigentlich kein so richtig rosiges Licht. Nintendo mag mithilfe von künstlicher Verknappung und gutem Marketing vielleicht noch einen guten Start suggerieren, doch irgendwann geht es um die nackten Zahlen. Wenn die dann nicht stimmen bleibt Drittsoftware aus. Und warum sollte der Durchschnittsgamer viel Geld für eine Konsole bezahlen, wo er nicht mal sein geliebtes Call of Duty oder den neusten FIFA Teil zocken kann (okay, letzteres wird anfangs möglich sein)? Klar, die Nintendo-Spiele sind gut, teilweise verdammt gut sogar, doch nur für diese eine Konsole zu kaufen machen nur nostalgische Fanboys ( wie wir ) Der normale Spieler guckt am Ende auf das Gesamtpaket, bestehend aus dem Preis und den Spielen, die verfügbar sein werden und ihn interessieren. Noch sehe ich aber einfach nicht wie Nintendo hier einen guten Schnitt hinbekommen will. Vielleicht unterschätzte ich die Zahl der Nintendo Fanboys oder die Zugkraft eines guten Zeldas. Vielleicht gibt sich Nintendo aber auch damit zufrieden eine stabile Nische zu bedienen, statt den Massenmarkt anzupeilen.
      Ich seh das im Prinzip ja recht ähnlich, ich weiß nur nicht, ob das wirklich ein Negativpunkt ist. Ist überhaupt Platz im Massenmarkt für ein weiteres Massenprodukt?

      So hat die XBox One zum Beispiel auf dem Papier all die Probleme der Wii U nicht gehabt – trotzdem hat Microsoft damit nicht so viel mehr gerissen als Nintendo. (Die Verkaufszahlen lagen irgendwo bei 13 Millionen für die Wii U und 20 Millionen für die XBox One, während die Playstation 4 irgendwo jenseits der 50 oder 60 Millionen verkauften Einheiten davongezogen ist.)
      Ich weiß nicht, ob man mit einer leistungsfähigeren, mehr auf Standard-Titel zugeschnittenen Konsole wirklich noch besonders große Sprünge machen kann, wenn man sich den Markt mit PC, Playstation und Xbox teilt. Ist es da nicht klüger, auf Alleinstellungsmerkmale zu setzen?

      Braucht es denn so viele Nintendo-fremde Titel in der Bibliothek? Es ist zwar nett, FIFA auf der Switch spielen zu können, aber wahrscheinlich holt sich niemand für FIFA eine Switch und wahrscheinlich werden die Verkaufszahlen auch eher mäßig ausfallen. Andererseits wurde Mario Kart für die Wii U acht oder neun Millionen mal verkauft, bei nur 13 Millionen Konsolen – also fast jeder, der eine Wii U hat, hat sich auch Mario Kart gekauft. Zelda, Super Mario Maker, Pokémon, Animal Crossing – das sind so die Titel, die auf Wii U und 3DS die größten Erfolge waren. Und dann stellt sich auch die Frage, wie viele Spiele der durchschnittliche Konsolenbesitzer überhaupt kauft :thinking: Google sagt, dass die Zahl sowohl bei Wii U als auch bei Playstation 4 so bei sechs bis sieben Titeln liegt – erstaunlich niedrig, hätte ehrlich gesagt mit mehr gerechnet. Wenn man da jetzt mal die Pflichtkäufe abzieht, die der typische Nintendojünger mitnimmt – Zelda, Mario, Mario Kart, irgendein Partyspiel (1 2 Switch oder früher Wii Sports, Mario Party, …), Smash Bros. … da bleibt gar nicht so viel Platz für irgendwelche 3rd-Party-Hits. Ist vielleicht auch mal eine interessante Perspektive.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Teil 2, Mobilität:

      Nexan schrieb:

      Wurde anfangs noch gemutmaßt (von mir auch), Nintendo vereine seine beiden Linien und verschmelze seine Handhelden mit den Konsolen zu einer einzigen Plattform, wird nun klar, dass das so nicht der Fall ist. Die Akkulaufzeit ist zu gering und das Gerät wohl zu groß, um im Gefilde der 3DS oder auch Smartphones zu wildern. Dazu passt dann auch, dass es keinen angekündigten Pokémon Teil für die Switch gibt.
      Die Mobilität der Switch ist so ganz nett, doch dürfte sie in der Praxis eher genutzt werden, um mal im Bett zu spielen oder das Teil für eine Feier mit zu Freunden zu nehmen. Ein echter Alltagsbegleiter wird es nicht.
      Auch das sehe ich im Grunde nicht anders, aber ist das nicht so ziemlich die ideale Variante? Als Alltagsbegleiter für Solospieler gibt es ja, wie du schon sagst, erst mal das Smartphone, das quasi jeder hat, und dann noch Handhelds wie den 3DS.
      Das Entscheidende an der Switch ist der lokale Multiplayer, finde ich. Man kann alleine unterwegs spielen, ja, aber vor allem kann man zu zweit unterwegs spielen, ohne weiteres Zubehör zu brauchen. Eine Konsole reicht, Display ist groß genug, um keinen weiteren Bildschirm zu benötigen, Akkulaufzeit reicht für eine gute Runde und zwei kleine Controller sind auch dabei. Das sind alles Dinge, die Smartphone oder klassischer Handheld in der Form nicht leisten können.

      An der Größe der Switch lässt sich wahrscheinlich nichts ändern. Eine gewisse Displaygröße braucht es einfach, um einen Splitscreen zu ermöglichen und einen nahtlosen Wechsel zwischen Fernseher und Switch-Display zu gewährleisten. Wäre das Display viel kleiner, bräuchte man ja wahrscheinlich auch eine andere UI für Spiele und kann nicht einfach das Fernsehbild aufs Switch-Display packen und umgekehrt.

      Den Akku finde ich, wie im anderen Thema geschrieben, eigentlich ausreichend. Ein bisschen schwach auf dem Papier, aber für die Praxis wahrscheinlich total okay. Ich hab heute ja auch schon einen externen Akku und/oder ein Ladegerät für mein Handy dabei, wenn ich länger unterwegs bin oder auf Zugfahrten et cetera; das funktioniert für die Switch prinzipiell ja genauso. Wenn man das Ding mit zu Freunden nimmt, ist man eigentlich nicht wirklich auf den Akku angewiesen. Oder wenn man im Bett spielen möchte. Oder im Zug. Mobilität bedeutet ja nicht nur, dass man kein Kabel braucht, sondern dass die Konsole eben alles mitbringt, was man zum Spielen braucht. Display, Controller, Multiplayer, alles in einem kleinen Paket. Ob man dann noch ein USB-Kabel anstöpselt, ist heutzutage doch eigentlich nicht so entscheidend.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nerdus schrieb:

      So hat die XBox One zum Beispiel auf dem Papier all die Probleme der Wii U nicht gehabt – trotzdem hat Microsoft damit nicht so viel mehr gerissen als Nintendo. (Die Verkaufszahlen lagen irgendwo bei 13 Millionen für die Wii U und 20 Millionen für die XBox One, während die Playstation 4 irgendwo jenseits der 50 oder 60 Millionen verkauften Einheiten davongezogen ist.)
      Ich weiß nicht, ob man mit einer leistungsfähigeren, mehr auf Standard-Titel zugeschnittenen Konsole wirklich noch besonders große Sprünge machen kann, wenn man sich den Markt mit PC, Playstation und Xbox teilt. Ist es da nicht klüger, auf Alleinstellungsmerkmale zu setzen?
      Das schon, aber wäre es nicht das Optimum, wenn man dabei noch zum Massenmarkt anschlussfähig wäre? Okay, das ist dann schon technisch nicht machbar bei der Switch. Aber denkbar wäre eine Nintendo-Konsole, die die typischen Eigenheiten von Nintendo aufweist, aber eben auch von der Leistung her nicht so ganz so weit weg ist, schon. Dann müsste sich der Durchschnittsspieler nicht zwischen Nintendo-Spielen und Spielen für die Masse entscheiden. Er könnte beides haben. So muss der aktuelle Gamer aber immer für eins entscheiden. Da greifen die meisten dann aber doch lieber zur Masse.

      Allerdings ist das natürlich nur ein Argument, wenn Nintendo in seiner angepeilten Nische Probleme bekommt. Sollte die Nische finanziell ausreichen, um Nintendo am Leben zu erhalten und Gewinne zu erwirtschaften ist der Massenmarkt natürlich gleich weniger wichtig. Ich habe nur bedenken, ob die Nische das wirklich tun kann und auch ob sie das langfristig tun kann. Soweit ich weiß war selbst die Wii U kein Verlustgeschäft für Nintendo, was natürlich auch daran liegt, dass Nintendo, im Gegensatz Microsoft und Sony, die Hardware wenig bis gar nicht subventioniert. Man sieht es im hohen Preis der Switch, der dafür aber durch jede einzelne Einheit Nintendo Gewinne, zumindest aber keine Verluste, bescheren dürfte.

      Allerdings siedeln die meisten Nintendo-Fanboys mittlerweile auch im Alter 25+. Nachwuchs ist hingegen kaum in Sicht. Im Zug kam ich, aufgrund meines 3DS, mit einem zwölfjährigen ins Gespräch. Der konnte mit dem ganzen Nintendo Kram wenig anfangen. Mario kannte er nur von der Mario Run App, die kürzlich beworben wurde und sein erstes Pokémon Spiel war Pokémon Go. Klar, er hatte schon immer mal wieder was von Nintendo gehört und manche seiner Freunde haben auch noch einen 3DS. Doch er wollte keine Wii U haben, weil es dafür keinen Landwirtschaftssimulator (!) gab und 3DS hätte er von einem Taschengeld bezahlen müssen, was er lieber in sein Smartphone steckte. Natürlich ist ein einzelnes Kind nicht repräsentativ, aber vielleicht ein Indiz. Allein mit welchem Enthusiasmus und Leuchten in den Augen der kleine Bengel auch von Spielen, wie eben Clash of Clans und irgendwelchen anderen Micropayment Titeln geredet hat, ließ mich direkt zu einem Opa werden, der irgendwie die nachfolgende Generation für verdorben hält. :ugly: Was sehen die bloß in diesen strunzdummen Geldschneiderspielen? :thinking:

      Klar kann Nintendo darauf setzen, dass die Fanboys irgendwann ihren Kindern die Nintendo-Konsolen vorsetzen und so Nachwuchs produzieren. Doch irgendwie habe ich das Gefühl Nintendo hat den Zugang zu den folgenden Generationen verloren. Bei der Switch wird das noch deutlicher: Das Design mit seinen matten endlen Oberflächen, die schnörkellose UI und letztlich auch die Preise für das Zubehör. Nintendo orientiert sich hier glaube ich nur noch an kaufkräftigen Erwachsenen und verliert Kinder zwischen 6 und 12 aus dem Blick. Die Switch wirkt nicht mehr so verspielt, wie Wii oder Wii U. Hier wird irgendwie mehr die Kultur des Gaming-Hipsters bedient, der sich eine edle Konsole mit edlem Zubehör in seine edle Vitrine neben hundertdrölftzig Amiibos stellt. Die Switch scheint nicht mehr nur Konsole sondern Lifestyle Produkt für nostalgische Fanboys.

      Nerdus schrieb:

      Braucht es denn so viele Nintendo-fremde Titel in der Bibliothek? Es ist zwar nett, FIFA auf der Switch spielen zu können, aber wahrscheinlich holt sich niemand für FIFA eine Switch und wahrscheinlich werden die Verkaufszahlen auch eher mäßig ausfallen. Andererseits wurde Mario Kart für die Wii U acht oder neun Millionen mal verkauft, bei nur 13 Millionen Konsolen – also fast jeder, der eine Wii U hat, hat sich auch Mario Kart gekauft. Zelda, Super Mario Maker, Pokémon, Animal Crossing – das sind so die Titel, die auf Wii U und 3DS die größten Erfolge waren. Und dann stellt sich auch die Frage, wie viele Spiele der durchschnittliche Konsolenbesitzer überhaupt kauft Google sagt, dass die Zahl sowohl bei Wii U als auch bei Playstation 4 so bei sechs bis sieben Titeln liegt – erstaunlich niedrig, hätte ehrlich gesagt mit mehr gerechnet. Wenn man da jetzt mal die Pflichtkäufe abzieht, die der typische Nintendojünger mitnimmt – Zelda, Mario, Mario Kart, irgendein Partyspiel (1 2 Switch oder früher Wii Sports, Mario Party, …), Smash Bros. … da bleibt gar nicht so viel Platz für irgendwelche 3rd-Party-Hits. Ist vielleicht auch mal eine interessante Perspektive.
      Ja, wenn man es so recht überlegt, ist meine Spielbibliothek vergangener Konsolen auch nicht wesentlich größer. Was man wohl gern vergisst: Die Spiele müssen ja auch gespielt werden und nicht jeder spielt so viel wie wir. :ugly: Da kann es schon mal hinkommen, dass Zelda BotW den Feierabend-Zocker mehrere Monate oder gar ein halbes Jahr beschäftigt und es erst dann wieder interessant wird, was für Spiele zur Verfügung stehen. Da kommt es am Ende mit den sechs bis sieben Titeln über die ganze Lebensspanne der Konsole ganz gut hin. :thinking:
      Doch interessiert sich nicht jeder für Zelda und die die das nicht tun, gehen im Moment erst einmal leer aus. Je größer die Auswahl an Spielen ist, desto größer ist letztlich die mögliche Zielgruppe. Insbesondere auch mit Drittsoftware. Manche werden die Switch vielleicht nur haben wollen, weil sie unterwegs zu zweit FIFA zocken wollen. Das bietet ja keine andere Konsole. Das wird aber nur funktionieren, wenn es denn ein FIFA gibt und von EA auch so entwickelt wird, dass es mit den beiden Joy-Cons zu zweit gespielt werden kann.

      Nerdus schrieb:

      Auch das sehe ich im Grunde nicht anders, aber ist das nicht so ziemlich die ideale Variante? Als Alltagsbegleiter für Solospieler gibt es ja, wie du schon sagst, erst mal das Smartphone, das quasi jeder hat, und dann noch Handhelds wie den 3DS.
      Das Entscheidende an der Switch ist der lokale Multiplayer, finde ich. Man kann alleine unterwegs spielen, ja, aber vor allem kann man zu zweit unterwegs spielen, ohne weiteres Zubehör zu brauchen. Eine Konsole reicht, Display ist groß genug, um keinen weiteren Bildschirm zu benötigen, Akkulaufzeit reicht für eine gute Runde und zwei kleine Controller sind auch dabei. Das sind alles Dinge, die Smartphone oder klassischer Handheld in der Form nicht leisten können.
      Nur ist da das Interesse groß genug? Klar, im Wohnzimmer mit Freunden macht so ein lokaler Multiplayer richtig Laune. Doch wie oft hat man denn Situationen in denen man das unterwegs will? Ich kann mir da bisher wenige vorstellen. :thinking: Wenn ich nicht allein reise, dann meistens jedoch so, dass es nicht möglich ist eine Switch aufzubauen und zu zweit dran zu spielen. In den Videos sieht das zwar alles launig und spaßig aus, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass geht an der Alltagsrealität ziemlich vorbei. Am Ende zählt da mehr der lokale Multiplayer im eigenen Wohnzimmer oder dem Wohnzimmer eines Freundes.

      Dort hätte man auch noch mehr an der Portabilität ansetzen sollen. Warum der Switch keinen Adapter spendieren, mit dem man die Konsole über USB 3 (wäre theoretisch ja möglich und ich glaube bei der Switch läuft auch im Dock alles darüber) mit Strom und einem Fernseher verbinden kann. Dann muss man sich nur die Konsole und den Adapter einstecken und bei einem Freund ist das schnell an den großen Fernseher angestöpselt und die Controller hängen auch schon dran. Das wäre glaube ich eine Art der Mobilität, die viel mehr nachgefragt wird, als das kleine Display mit einem Klappständer aufstellen zu können. :thinking: Vielleicht kommt ja so ein Adapter noch, aber ich habe die Befürchtung, dass man hier aus irgendwelchen Gründen an das Dock gefesselt wird. Damit würde die Mobilität in dieser Hinsicht wieder im Bereich einer Wii oder Wii U liegen. :slight_frown:

      Nerdus schrieb:

      An der Größe der Switch lässt sich wahrscheinlich nichts ändern. Eine gewisse Displaygröße braucht es einfach, um einen Splitscreen zu ermöglichen und einen nahtlosen Wechsel zwischen Fernseher und Switch-Display zu gewährleisten. Wäre das Display viel kleiner, bräuchte man ja wahrscheinlich auch eine andere UI für Spiele und kann nicht einfach das Fernsehbild aufs Switch-Display packen und umgekehrt.
      Ja, das stimmt wohl. Ich habe mittlerweile auch ein paar Bilder gefunden, die die Größe mit dem Wii U Gamepad vergleichen und die Switch scheint doch eine ganze Ecke handlicher zu werden, als ich das bisher so aus Videos erahnen konnte.
      Dann wäre eine Verschmelzung mit der Handheld-Linie vielleicht doch wieder gar nicht so abwegig gewesen. :thinking: Ich zumindest müsste die Switch mit den n gut in meine Arbeitstasche unterbringen können. Etwas weniger gut als den 3DS aber besser als ich erwartet habe. Dann wäre vielleicht ein vollwertiges Pokémon eine geniale Sache und eine enorme Bereicherung des typischen Nintendo Portfolios. Vielleicht ist ja auch an den Gerüchten was dran und für die Switch erscheint irgendwann, quasi als Test, eine HD Version von Pokémon Sonne und Mond.

      Nerdus schrieb:

      Den Akku finde ich, wie im anderen Thema geschrieben, eigentlich ausreichend. Ein bisschen schwach auf dem Papier, aber für die Praxis wahrscheinlich total okay. Ich hab heute ja auch schon einen externen Akku und/oder ein Ladegerät für mein Handy dabei, wenn ich länger unterwegs bin oder auf Zugfahrten et cetera; das funktioniert für die Switch prinzipiell ja genauso. Wenn man das Ding mit zu Freunden nimmt, ist man eigentlich nicht wirklich auf den Akku angewiesen. Oder wenn man im Bett spielen möchte. Oder im Zug. Mobilität bedeutet ja nicht nur, dass man kein Kabel braucht, sondern dass die Konsole eben alles mitbringt, was man zum Spielen braucht. Display, Controller, Multiplayer, alles in einem kleinen Paket. Ob man dann noch ein USB-Kabel anstöpselt, ist heutzutage doch eigentlich nicht so entscheidend.
      Das stimmt schon, doch wie oft denkt man an solche Kabel oder Packs? Gut, Nintendo hat hier endlich auf einen Standard konformen USB-Anschluss gesetzt. Das ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wie oft war mein 3DS auf der Rückfahrt im Zug plötzlich leer (was auch an der irgendwie komischen Akkuanzeige liegt: Viele Stunden zeigt es dreiviertel voll an, doch dann fallen die letzten beiden Balken meist innerhalb weniger Minuten)? Wie oft konnte ich ihn dann mit einem Akkupack laden? Nie, weil dieser komische Nintendo-Spezialanschluss natürlich mit nichts kompatibel war. Mittlerweile packe ich öfter mal das 3DS Netzteil ein, um das Ding dann in der Uni laden zu können. Doch immer denke ich da auch nicht dran.

      In der Praxis gilt meiner Meinung nach ganz schlicht: Je mehr Akkulaufzeit ohne irgendwelche Hilfsmittel, desto besser. Doch, dass Nintendo hier nicht gegen die Grenzen des derzeit technisch machbaren ankommt, sehe ich letztlich auch ein. :sweat_smile:
    • Nexan schrieb:

      Das schon, aber wäre es nicht das Optimum, wenn man dabei noch zum Massenmarkt anschlussfähig wäre? Okay, das ist dann schon technisch nicht machbar bei der Switch. Aber denkbar wäre eine Nintendo-Konsole, die die typischen Eigenheiten von Nintendo aufweist, aber eben auch von der Leistung her nicht so ganz so weit weg ist, schon. Dann müsste sich der Durchschnittsspieler nicht zwischen Nintendo-Spielen und Spielen für die Masse entscheiden. Er könnte beides haben.
      Aber zu welchem Preis? Gleichzeitig Alleinstellungsmerkmale liefern (Bewegungssteuerung bei der Wii, Gamepad bei der Wii U, jetzt die Joycons und der fliegende Wechsel zwischen Fernseher und Handheld) und am oberen Ende der Leistungsskala unterwegs sein (was ja selbst für Microsoft und Sony nur geht, weil man trotz hoher Konsolenpreise noch Verluste inkauf nimmt) – das möchte doch keiner mehr bezahlen :thinking:
      Und Drittanbieter tun sich mit den technischen Eigenheiten der Nintendokonsolen auch meistens schwer, wirklich ausgenutzt werden die doch eh nur bei Exklusivtiteln. Wenn irgendwas für PC und Playstation und XBox und Switch rauskommt, kann man schon davon ausgehen, dass es halt auf Standardsteuerung setzt und wahrscheinlich wird man auch nicht extra einen lokalen Multiplayermodus liefern und so weiter … Mehr Spiele sind zwar natürlich immer gut, aber eigentlich interessieren mich zusätzliche Spiele fast nur dann, wenn sie die Stärken der Konsole nutzen. Davon würde es aber nicht mehr geben, nur weil die Konsole leistungsstärker wäre.

      Nexan schrieb:

      Allerdings ist das natürlich nur ein Argument, wenn Nintendo in seiner angepeilten Nische Probleme bekommt. Sollte die Nische finanziell ausreichen, um Nintendo am Leben zu erhalten und Gewinne zu erwirtschaften ist der Massenmarkt natürlich gleich weniger wichtig.
      Mir war so, als ginge es Nintendo sogar besser als den Videospielsparten von Sony und Microsoft :thinking:

      Nexan schrieb:

      Allerdings siedeln die meisten Nintendo-Fanboys mittlerweile auch im Alter 25+.
      Hmja. Aber zum einen ist das auch die Zielgruppe, die jetzt das nötige Kleingeld für solche Anschaffungen hat, und zum anderen:

      Nexan schrieb:

      Klar kann Nintendo darauf setzen, dass die Fanboys irgendwann ihren Kindern die Nintendo-Konsolen vorsetzen und so Nachwuchs produzieren. Doch irgendwie habe ich das Gefühl Nintendo hat den Zugang zu den folgenden Generationen verloren.
      Ist das schlimm, wenn der Nachwuchs eh auf stumpfe Smartphonegames und Pay-To-Win-Titel steht? Wenn sich Nintendo an den Vorlieben orientieren würde, würden sie wohl recht schnell sehr uninteressant für mich werden :thinking: Das ist ja nicht das, was Nintendo mal ausgemacht hat.

      Nexan schrieb:

      Nur ist da das Interesse groß genug? Klar, im Wohnzimmer mit Freunden macht so ein lokaler Multiplayer richtig Laune. Doch wie oft hat man denn Situationen in denen man das unterwegs will? Ich kann mir da bisher wenige vorstellen.
      Hm, wie gesagt, ich interepretiere »unterwegs« ein bisschen anders. Ich könnte mir schon gut vorstellen, die Switch einfach mal für einen Abend zu Freunden mitzunehmen. Dann daddelt man ein Stündchen vor dem Essen oder so – mit minimalem Aufwand und Platzbedarf. Man muss sich nicht mal vor den Fernseher setzen. Meine Wii würde ich so schnell nirgends hinschleppen, dafür ist das einfach zu viel Kleinkram (Controller, Spiele, Netzteil, Sensorleiste, Anschlusskabel) und dann muss man sie auch wieder erst aufbauen … Da ist es schon was ganz anderes, einfach die Switch aus der Tasche zu ziehen, auf den Tisch zu stellen und die Joycons abzunehmen.
      Ansonsten … nicht ans Wohnzimmer gebunden zu sein, finde ich prinzipiell ziemlich gut. Das Ding einfach mit ins Schlafzimmer nehmen zu können, ist schon nett. Mit in den Urlaub nehmen, wenn man mal ein paar Tage mit Freunden wegfährt, an nem lauen Sommerabend damit im Garten sitzen … ach doch, da fallen mir schon ein paar Situationen ein, wo ich die Switch mitnehmen würde, während ich bei der Wii nicht mal dran denken würde ^^
      Wirklich »unterwegs-unterwegs« könnte ich mir die Switch höchstens bei Zugfahrten vorstellen.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nexan schrieb:

      Klar kann Nintendo darauf setzen, dass die Fanboys irgendwann ihren Kindern die Nintendo-Konsolen vorsetzen und so Nachwuchs produzieren. Doch irgendwie habe ich das Gefühl Nintendo hat den Zugang zu den folgenden Generationen verloren. Bei der Switch wird das noch deutlicher: Das Design mit seinen matten endlen Oberflächen, die schnörkellose UI und letztlich auch die Preise für das Zubehör. Nintendo orientiert sich hier glaube ich nur noch an kaufkräftigen Erwachsenen und verliert Kinder zwischen 6 und 12 aus dem Blick. Die Switch wirkt nicht mehr so verspielt, wie Wii oder Wii U.
      Der Punkt hat mich mal interessiert und ich hab ein bisschen durch die Gegend gegooglet. Offiziellen Statistiken findet man fast keine, aber wenn man alle Informationshäppchen zusammennimmt, sieht es wohl so aus, dass schon bei der Wii die Ü18-Gruppe deutlich stärker vertreten war als jüngere Spieler. Laut eShop-Daten gab es nur 6% 0–17-jährige Spieler (davon fast alle zwischen 12 und 17), dann kommt ein großer Brocken 18–34-jährige (33% 18–24, 46% 25–34) und dann noch mal 14% Spieler die älter als 35 Jahre sind. Das Durchschnittsalter der Wii-Spieler wurde auch mal offiziell als 29 Jahre angegeben, das könnte also hinkommen.

      Jetzt ist natürlich die Frage, wo die jungen Spieler abgeblieben sind, denn bei den anderen Konsolen sieht es nicht so viel anders aus. Je nach Quelle wird das Durchschnittsalter für XBox-, Playstation- und auch PC-Spieler immer so in den späten 20ern bis Mitte 30er angesiedelt. (Was wohl auch dazu passt, dass Konsolen schon ein vergleichsweise teures Hobby sind.)

      Vielleicht ist das Bild vom typsichen Konsolenkiddy also nur ein Mythos :thinking:

      Die meisten jungen Spieler scheint es wirklich auf Smartphones und Tablets zu geben. Was auch irgendwie Sinn macht, wenn man bedenkt dass inzwischen schon gut 90% der 12-jährigen ein Smartphone haben/täglich nutzen. Dagegen dürften die Konsolen und Gaming-PCs doch eher dünn gestreut sein.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nexan schrieb:

      Wurde anfangs noch gemutmaßt (von mir auch), Nintendo vereine seine beiden Linien und verschmelze seine Handhelden mit den Konsolen zu einer einzigen Plattform, wird nun klar, dass das so nicht der Fall ist. Die Akkulaufzeit ist zu gering und das Gerät wohl zu groß, um im Gefilde der 3DS oder auch Smartphones zu wildern. Dazu passt dann auch, dass es keinen angekündigten Pokémon Teil für die Switch gibt.
      Hier muss ich mich vielleicht revidieren: Mir kam der Gedanke, dass es von Nintendo auch einfach Strategie sein könnte zu behaupten, man halte am 3DS fest. Noch ist die Switch nicht draußen und die 3DS Familie die größte Einnahmequelle für Nintendo. Würde man die durch eine Ankündigung, dass der Switch den 3DS beerben soll, abtöten und der Switch dann floppen, hätte Nintendo ein Problem.

      So lässt man die 3DS Serie noch das Zugpferd sein und wartet ab, wie sich der Switch verkauft und wie er letztlich in der Praxis auch genutzt wird. Stellt sich heraus, dass die Leute ihn wirklich auch als Handheld nutzen und er auch entsprechend gut verkauft wird, kann Nintendo die 3DS Familie schließlich immer noch zum Switch umziehen lassen. Falls die Switch hingegen wirklich eher eine reine Heimkonsole bleibt, schießt man einen neuen 3DS Erben hinterher.

      Das klügste was Nintendo als aktuell machen kann, ist wirklich abzuwarten und die Leute in Unsicherheit zu lassen, ob der Switch die Handheld-Linie beerben wird oder nicht. Ich persönlich sähe darin aber die größte Chance für Nintendo. Von daher hoffe ich da einfach mal drauf. Was ich so in Videos und Bildern gesehen habe, wirkt der Switch mittlerweile auch viel handlicher auf mich, als ich anfangs annahm. Er könnte so schon als echter Handheld durchgehen. Wenn ich so recht überlege, wo ich überall mit der 3DS spiele, da könnte ich auch mit der Switch zocken. :thinking:

      Einzig der Preis dürfte einer größeren Verbreitung als Handheld hinderlich sein. Aber hier könnte Nintendo über die Jahre durch Hardware-Revisionen den Preis noch drücken und die Switch näher in die Handheld-Kategorie bringen. Vielleicht streben sie auch genau so einen fließenden Übergang an. Der 3DS läuft langsam aber sicher aus und die Switch wird langsam etwas billiger, sodass er letztlich den 3DS als Handheld ablösen könnte.
      Zwar nur Spekulation, wäre mir persönlich aber das liebste Szenario. :innocent: Ein echtes Pokémon auf der Switch fände ich jedenfalls toll.

      Nerdus schrieb:

      Aber zu welchem Preis? Gleichzeitig Alleinstellungsmerkmale liefern (Bewegungssteuerung bei der Wii, Gamepad bei der Wii U, jetzt die Joycons und der fliegende Wechsel zwischen Fernseher und Handheld) und am oberen Ende der Leistungsskala unterwegs sein (was ja selbst für Microsoft und Sony nur geht, weil man trotz hoher Konsolenpreise noch Verluste inkauf nimmt) – das möchte doch keiner mehr bezahlen
      Ja, das ist wohl wahr. :thinking:

      Nerdus schrieb:

      Mir war so, als ginge es Nintendo sogar besser als den Videospielsparten von Sony und Microsoft
      Das kann ich schwierig einschätzen. Von den Verkaufszahlen her sind die beiden anderen sicherlich stärker. Aber wenn Nintendo eine deutlich größere Spanne beim reinen Gewinn pro Einheit erzielt, dann sind die Verkaufszahlen sicherlich gar nicht so wichtig.

      Nerdus schrieb:

      Ist das schlimm, wenn der Nachwuchs eh auf stumpfe Smartphonegames und Pay-To-Win-Titel steht? Wenn sich Nintendo an den Vorlieben orientieren würde, würden sie wohl recht schnell sehr uninteressant für mich werden Das ist ja nicht das, was Nintendo mal ausgemacht hat.
      Aber muss man die nicht früher oder später auffangen? Ich meine bisher war man mit dem 3DS gefühlt noch am nächsten am Nachwuchs dran, eben weil er günstig genug war, um auch mal von den Eltern unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werden. Zusätzlich zum Smartphone. Eine vollwertige Konsole verliert vermutlich hier immer gegen ein Smartphone und Co. da die Kids hier die Priorität einfach anders legen. Ist ja auch verständlich, hat das Smarthphone mittlerweile eine zentrale soziale Komponente.

      Nerdus schrieb:

      Die meisten jungen Spieler scheint es wirklich auf Smartphones und Tablets zu geben. Was auch irgendwie Sinn macht, wenn man bedenkt dass inzwischen schon gut 90% der 12-jährigen ein Smartphone haben/täglich nutzen. Dagegen dürften die Konsolen und Gaming-PCs doch eher dünn gestreut sein.
      Das ergibt Sinn. Taschengeld bzw. das Budget für Geschenke durch die Eltern ist nach wie vor begrenzt. Und da liegen dann die Prioritäten auf dem vielseitigeren Gerät, bzw. dem Gerät, dass auch für soziales Ansehen sorgen kann bzw. es aufrechterhält. Dem Smartphone Da bleibt dann nicht mehr viel für Konsolen übrig. :thinking: Von daher ist es von Nintendo wohl nur konsequent mit Pokémon Go und Mario Run hier Präsenz zu zeigen. Ob das reicht sie abzuholen?

      Letztlich ist das alles hier natürlich nur Spekulation. Ich halte meine Rolle als Advocatus Diaboli auch nicht ganz durch: Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Argumente fallen mir ein, dass Nintendo hier eigentlich wirklich die klügste Strategie fährt: Die Handheld-Linie, bei Erfolg der Switch, mit der Konsolen-Linie zusammenzuführen, ist aus Nintendos Sicht lukrativ, weil sie nur noch eine Plattform bedienen müssten. Wenn die 3DS Käuferschicht auch deutlich älter sein sollte, als allgemein angenommen und damit entsprechend auch kaufkräftig ist, dürften diese den Wechsel zur teureren Switch auch mitgehen. Von dieser Käuferschicht ist letztlich auch immer wieder der Wunsch nach einer leistungsfähigen und scharf auflösenden Version eines Nintendo-Handhelds geäußert worden (nicht wahr, @Gokux :grin: ) Sollte die Switch nicht so zünden, wie gewünscht, kann man die Handheld-Linie immer noch eigenständig fortführen.

      Die jüngere Generation wird dann einfach über Smartphone Ableger der Spiele angefüttert und lose auf das Nintendoversum vorbereitet. Die Krux dürfte dann wohl darin liegen ob das, zusätzlich zur mundpropagierten Nostalgie der Älteren, reicht um auch Nachwuchs an Spielern zu bekommen. Wenn Nintendo eine progressive Preispolitik bei der Switch verfolgt und die Kosten vielleicht im Lauf der Jahre wirklich in die Gegend von 250 € oder sogar weniger drücken kann, könnte das Ding auch ein attraktiver Handheld werden, denke ich. Zumindest für die Jugendlichen, deren Budget schon etwas größer ist.

      Ich persönlich ärgere mich mittlerweile schon fast über meinen 3DS Kauf. :sweat_smile: Ich glaube wirklich, dass es hier zu einer Zusammenführung kommen könnte und die Handheld-Line im Switch aufgeht. :slight_smile:
    • Nexan schrieb:

      Das ergibt Sinn. Taschengeld bzw. das Budget für Geschenke durch die Eltern ist nach wie vor begrenzt. Und da liegen dann die Prioritäten auf dem vielseitigeren Gerät, bzw. dem Gerät, dass auch für soziales Ansehen sorgen kann bzw. es aufrechterhält. Dem Smartphone Da bleibt dann nicht mehr viel für Konsolen übrig. Von daher ist es von Nintendo wohl nur konsequent mit Pokémon Go und Mario Run hier Präsenz zu zeigen. Ob das reicht sie abzuholen?
      Das ist eine gute Frage :thinking:

      Für den 3DS hab ich nicht so viele Zahlen gefunden, aber die eine Statistik, die ich gesehen habe, zeigt zumindest ein paar jüngere Spieler (also bis 12 Jahre) – danach kommt aber lange nichts und die nächste (und noch größere Gruppe) sind dann wieder die 20–35-jährigen :thinking:

      Ich glaube, Smartphones und Tablets machen Konsolen wirklich ziemlich unattraktiv für Kinder/Jugendliche. Beziehungsweise für die Eltern, denn die sind es ja, die das Ding im Endeffekt bezahlen. Ein Smartphone hat eben jedes Kind und ›braucht‹ es auch, heutzutage will ja niemand mehr sein Kind aus dem Haus lassen, wenn es nicht ständig erreichbar ist. Das Geld ist also schon mal weg und die Preisgestaltung der ganzen Apps und Spielchen mit Mikrotransaktionen ist auf den ersten Blick auch harmloser als die saftigen Preise für Konsole, Controller und Spiele. (Ein Blick auf amazon sagt, dass ein zusätzlicher PS4-Controller schon jenseits der 50€ kostet und manche Spiele stolze 70€ …) Da lässt man das Kind vielleicht lieber immer mal wieder das Taschengeld in irgendwelche Apps buttern. Das kommt am Ende vielleicht aufs gleiche raus (oder noch schlimmer), aber durch die kleinen Teilbeträge fühlt es sich nicht nach so viel an.

      Früher sah die Konsolenlandschaft schon noch anders aus oder zumindest kommt’s mir so vor. Da war das SNES ein Weihnachts-/Geburtstagsgeschenk und die meisten Spiele hab ich mir dann aus der Videothek oder von Freunden geliehen. Wenn gekauft, dann gebraucht. Sich eine ganze Spielebibliothek aus Vollpreistiteln aufzubauen, hat damals glaube ich niemand gemacht/erwartet :thinking: Man hat halt viel getauscht und geliehen, was es heute in der Form gar nicht mehr gibt.

      Wenn ich überlege, wie ich jetzt schon plane, welches Zubehör ich für die Switch vielleicht haben wollen würde und wie viele Controller und welche Spiele … das war schon sehr anders damals ^^ Da hat man halt genommen, was man irgendwo finden konnte.

      Ob man den Nachwuchs noch mal in diese Welt reinbekommt? Ich kann’s mir ja fast nicht vorstellen. Es gab halt damals keine echte Alternative – wenn man unterwegs was spielen wollte, hat es eben einen Gameboy gebraucht. Heute hat man das Smartphone schon in der Tasche, da fällt es deutlich schwerer, noch mal Geld für ein zusätzliches Gerät auszugeben, dass im Endeffekt weniger kann als das, was man schon hat.
      Hier könnte meine Signatur stehen!