Stardew Valley

    • Ich weiß gar nicht, wie mir der Titel wieder entfallen konnte :ugly: Nachdem ich die letzten Tage mal wieder die alten Harvest-Moon-Teile für die Wii ausgegraben hab (die mir aber ehrlich gesagt nicht so zusagen, die sind nicht besonders gut gealtert) und mir auch noch mal das Original fürs SNES auf YouTube angeschaut hab (und dabei festgestellt habe, wie wenig ich eigentlich über die Spielmechanik wusste :ugly: ), bin ich dann auch irgendwann bei Stardew Valley gelandet. Ist das knuffig :hugging: Und so schön unkompliziert.

      Ich hätte gestern Nacht schon fast auf Steam zugeschlagen … Ich hab das Gefühl, so ein bisschen virtuelles Gemüse anbauen und Unkraut rupfen wäre gerade genau das richtige :blush:
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    • So, seit gestern macht der gute Nerdus offiziell Ferien auf der Videospielfarm :hugging: (Und ne Geschlechtsumwandlung gab’s gratis dazu :ugly: )



      Ach, ein schönes Spiel :slight_smile: Und so nach den ersten paar Stunden würde ich sagen, dass der Einstieg doch leichter fällt als bei Harvest Moon. Die Balance aus Spielumfang und Ingame-Zeit/-Energie hat man jedenfalls gut getroffen; man kann die Gegend erkunden, Farmland von Unkraut, Bäumen und Steinen befreien, mit Leuten reden, einkaufen, sich um seine ersten zarten Pflänzchen kümmern und kriecht trotzdem nicht gleich auf dem Zahnfleisch oder verbringt die halbe Nacht mit gießen, weil die Tage so furchtbar schnell vorbeigehen. Auch die ganze Interaktionen mit der Umgebung und den Feldern (gießen, säen, ernten, …) geht angenehm präzise und schnell, da lassen sich auch größere Aufgaben frustrfrei bewältigen.

      Das Crafting-System ist eine willkommene Ergänzung zum gewohnten Spielprinzip. Neben meinem hübschen Holzweg und den Steinen um die Farm herum, hab ich mir auch eine Vogelscheuche, ein paar Fackeln und ein Lagerfeuer gegönnt. Die Vogelscheuche erfüllt tatsächlich einen Zweck, der Rest ist nur Deko, was ich eigentlich auch gut so finde. So kann man sich in der Landschaftsgestaltung frei austoben. (Es gibt auch noch ein paar sinnvolle Dinge wie eine Bewässerungsanlage, dafür fehlen mir aber noch die Rohstoffe.) Einen Schmelzofen kann man sich hinstellen, man kann Dünger produzieren, Samenmischungen, Essen, … Und alles angenehm unkompliziert und übersichtlich. (Und man kann aus Koch-Shows im Fernsehen neue Rezepte lernen :ugly: )

      Und vom wirklich runden Gameplay mal abgesehen – da steckt so viel Liebe zum Detail drin :heart_eyes: Die Spielwelt fühlt sich richtig lebendig an und einfach alles ist wirklich hübsch anzusehen, sodass es Spaß macht, sich überall umzuschauen oder sich einfach mal zum Angeln irgendwo hin zu stellen. Ein guter Kauf :hugging:
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    • So, ich hab’s inzwischen bis zum Herbstanfang geschafft. Und bis jetzt wird das Spiel nur besser. Um’s in einem Wort zusammenzufassen: Das Spiel ist so herrlich vollständig.

      Es fehlt einfach nichts. Überall gibt’s was zu tun, was zu finden und was zu verbessern. Und nichts davon muss man machen, was eine angenehme Balance zwischen »es gibt so viele Möglichkeiten« und »man verpasst schon nichts« schafft. Ich freu mich jetzt schon ein bisschen darauf, einen zweiten Spielstand anzulegen mit einem anderen Charakter, auf einer anderen Farm, der dann mit anderen Dorfbewohnern anbandeln darf und alles ein bisschen anders angeht als mein aktueller Charakter. Vielleicht mehr Zeit in der Mine als auf den Feldern. Vielleicht auf Tierhaltung und Kochen konzentrieren, statt aufs Sammeln und Angeln. Oder einfach darauf, eine besonders hübsche Farm aufzubauen, anstatt einer, die möglichst viel Geld bringt.

      Mir fällt’s tatsächlich schwer, überhaupt einen Kritikpunkt zu finden. Am ehesten vielleicht noch das Kampfsystem in der Mine – das ist schon sehr rudimentär und wirkt ein bisschen fremd, weil die ganze Mechanik im Rest des Spiels gar keine Rolle spielt. Andererseits wäre es sosnt in der Mine auf Dauer wahrscheinlich sehr langweilig. Ich hab mir sagen lassen, es gäbe stolze 120 Stockwerke hinabzusteigen – ich glaube, ich bin gerade bei 40, also da hab ich noch ein bisschen was vor mir :ugly:

      Jedenfalls bin ich ein bisschen verliebt in Stardew Valley :hugging: So eine knuffige, abgerundete Welt (auch wenn sich hinter der fröhlichen Fassade auch ein paar ernste Themen verstecken). Und es ist schön, wie sehr alle Bestandteile ineinandergreifen. Dank dem Crafting-System gibt es eigentlich nichts, was tatsächlich nutzlos ist. Alles, was man macht/tut/findet, bringt einem auch an anderen Punkten noch Vorteile und Fortschritte. Selbst buchstäblicher Müll, den man beim Angeln manchmal aus dem Wasser zieht, lässt sich mit der passenden Maschinerie zu anderen Rohstoffen weiterverarbeiten, die man dann entweder verkaufen oder zum craften benutzen kann. Dazu noch das Skillsystem und die gewohnte Mechanik, die eigenen Werkzeuge nach und nach zu verbessern (die hier aber irgendwie auch besser eingearbeitet ist, als ich es von Harvest Moon in Erinnerung habe) – das hilft schon gut dabei, mit der Entwicklung der Farm mitzuhalten. Besonders, weil man nicht mehr alles aktiv selbst erledigen muss, sobald man weit genug fortgeschritten ist, um sich die entsprechenden Hilfsmittel craften zu können. So kann man einerseits die gute alte Gießkanne aufrüsten – gleichzeitig kann man aber auch Sprinkler craften und in den Feldern platzieren, damit man Zeit/Energie beim täglichen Gießen spart. Man kann sich bessere Angelruten kaufen und sie mit Ködern und Zubehör aufwerten – man kann aber auch Fallen craften, die man in Flüssen, Seen und im Meer auslegen kann; dann kann man gemütlich am nächsten Tag einsammeln, was ins Netz gegangen ist, ohne sich erst zum Angeln hinstellen zu müssen. Das hilft, ein bisschen Abwechslung in die Aufgaben zu bringen und der Monotonie zu entgehen. Viele Wege führen ans Ziel – und alle fühlen sich lohnenswert an :blush:
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