The Legend of Zelda: Breath of the Wild

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    • Zelda: Breath of the Wild
    • Stone schrieb:

      Wie findest du es nun eigentlich dass es mehr, aber dafür kleinere Dungeons gibt?
      Kurz: Bis jetzt ist es mir nicht negativ aufgefallen aber bin unsicher, ob das so bleibt. :thinking:

      Lang: Hhm, also um ehrlich zu sein hatte ich noch damit gerechnet, dass es zumindest 4 größere Dungeons gibt, da ich mich aus Angst vor Spoilern so gut wie gar nicht informiert hatte. :ugly:
      Doch so richtig vermisst habe ich sie bisher gar nicht. Ich habe schon etwa 20 Schreine absolviert und jeder hatte etwas einzigartiges an sich. Zumindest was das Vorgehen angeht. Die meisten dauern nur 10-15 Minuten doch es waren auch zwei größere darunter in denen ich auch mal eine knappe halbe Stunde verbrachte.
      Ob sich das irgendwann abnutzt und langweilt kann ich wohl erst am Ende sagen. Bis jetzt finde ich die Größe der Dinger genau richtig. So wirklich lange will ich glaube auch gar nicht in einem Dungeon hocken bei der fantastischen Oberwelt, die mit Entdeckungen lockt.

      Riot23 schrieb:

      und diese alle mehr oder weniger gleich aussehen sollen und eben nicht mehr dem genialen Muster von früher folgen wo es in jedem Dungeon ein neues Item gibt dass man braucht um zum Boss zu kommen?
      Kurz: Rein vom Spielspaß her bis jetzt nicht negativ auffällig, aber schon irgendwie ein Verlust eines Kernmerkmals der Zelda-Reihe. Bin noch unschlüssig. :thinking:

      Lang: Auch schwierig. Habe gerade erst Ocarina of Time (OoT) 3D während einer Zugfahrt auf dem Nintendo 3DS beendet und finde es natürlich immer noch genial. Allerdings kann ich nicht leugnen, dass sich von Zelda Teil zu Zelda Teil ein wenig Ermüdung breit gemacht hat. Die Dungeons in Wind Waker und Twilight Princess blieben mir bisweilen sogar als nervig in Erinnerung, was natürlich auch am Design gelegen haben mag. Auch der Wassertempel in OoT ist nicht gerade mein Liebling gewesen, wobei das damals auch noch am umständlichen Stiefelwechsel auf dem N64 lag. :laughing:

      In Breath of the Wild bekommt man in den ersten Schreinen ja auch jeweils ein neues Werkzeug an die Hand. Doch danach setzt man sie halt nur noch in unterschiedlichen Kombinationen ein. So krass ist der Unterschied in der Hinsicht gar nicht, da manche Werkzeuge bspw. in OoT auch nur ein einen oder zwei Dungeons wirklich gebraucht waren und danach in der Tasche vergammelten. In den vielen kleinen Schreinen, die mich teilweise frappierend an Testkammern aus Portal 2 erinnern, kommen die Werkzeuge immer mal wieder zum Einsatz teils in ganz und gar neuen Kombinationen.
      Die Komplexität der Schreine scheint auch zuzunehmen. Für den letzten, den ich gemacht habe brauchte ich jedenfalls deutlich mehr Hirnschmalz als für die üblichen Block verschieben und Schalter drücken Rätsel der alten Teile.

      Begrüße also eigentlich den frischen Wind in der Reihe, aber ein Stück weit ist das natürlich auch eine Veränderung des Charakters eines »typischen« Zelda Spiels.


      Bis jetzt macht das Spiel jedenfalls einfach nur durchgehend Spaß. Ob das so bleibt oder am Ende nicht doch etwas fehlt und man die klassischen Zelda-Elemente zu sehr vermisst, kann ich noch nicht recht einschätzen. Dafür muss ich wohl noch ein paar Stunden in Hyrule verbringen. :innocent:
    • Nexan schrieb:

      Hhm, also um ehrlich zu sein hatte ich noch damit gerechnet, dass es zumindest 4 größere Dungeons gibt, da ich mich aus Angst vor Spoilern so gut wie gar nicht informiert hatte.
      Anscheinend gibt es die auch. Bin jetzt im ersten größeren angelangt und der ist doch deutlich umfangreicher als die Schreine. :heart_eyes:

      Nexan schrieb:

      Ob das so bleibt oder am Ende nicht doch etwas fehlt und man die klassischen Zelda-Elemente zu sehr vermisst, kann ich noch nicht recht einschätzen. Dafür muss ich wohl noch ein paar Stunden in Hyrule verbringen.
      Also ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber es zeichnet sich immer mehr ab: Zelda Breath of the Wild ist eines der besten Spiele überhaupt. :grin:

      Es macht immer noch Spaß, wie am ersten Tag. Mehr noch: Durch die Steigerung meiner Fähigkeiten und meiner Ausrüstung werden immer mehr Teile der Karte zugänglich. Nintendo hat es dabei nicht nur geschafft jede Landschaft wirklich komplett einzigartig wirken zu lassen und genügend zu entdecken unterzubringen. Ich bin kürzlich auf eine Art riesiges Labyrinth gestoßen und habe keinen Schimmer wofür oder warum es da ist und was in der Mitte wartet. :heart_eyes:

      Ja, es fühlt sich wirklich teilweise nicht mehr nach klassischem Zelda an, aber geschadet hat es dem Spiel wirklich nicht. Mittlerweile wage ich zu behaupten, dass es das beste Open World Spiel ist, dass ich bisher gespielt habe. Aller Zeiten wohlgemerkt und das durchaus mit den Elder Scrolls und Grand Theft Auto Teilen im Hinterkopf. Das Spiel schickt sich an in meinen Top 3 zu landen. In meiner persönlichen Liste der besten Zelda-Spiele aller Zeiten kratzt es schon kräftig an Majora's Mask auf Platz 2. Wenn das Spiel das Niveau noch bis zum Ende durchhält könnte es durchaus in Konkurrenz zu Ocarina of Time treten. :scream:

      Aber die Bilanz wird erst am Ende gezogen. Ich bin jedenfalls weiterhin begeistert und irgendwie findet sich nichts im Spiel, was dem Spielspaß irgendwie Abbruch tut. Ein derart rundes Spiel, dass irgendwie in sich einfach komplett stimmig zu sein scheint, hatte ich wirklich seit Jahren nicht mehr. :grinning:
    • Mittlerweile hat Nintendo schon zwei Patches nachgeschoben, die allem Anschein nach versuchen die FPS Einbrüche Ort für Ort zu beheben. Positiv ist da schon mal, dass Nintendo wohl noch dran arbeiten das Ganze zum flutschen zu bringen. Negativ ist aber, dass die Changelogs zu den Patches nicht den geringsten Anhaltspunkt geben, was genau geändert wurde und welche Orte betroffen sind.

      Zumindest auf der Wii U merkt man daher eigentlich bisher keinen Unterschied. Ich bilde mir zwar ein, dass die Verlorenen Wälder vor dem Patch immer geruckelt haben (und nun flüssig laufen) aber genau weiß ich es nicht. Aber selbst wenn das zutrifft, bei der Geschwindigkeit wird Nintendo noch ein paar Jahre brauchen, bis das Spiel überall flüssig läuft, denn die Orte an denen die Bildrate einbricht sind kaum zählbar. :ugly:

      Was das Spiel an sich betrifft, so gibt es bislang eigentlich immer noch keinen Einbruch des Unterhaltungswerts. Ich habe zwar jetzt Zeit bedingt immer mal wieder einige Tage pausieren müssen, aber wann immer ich dazu komme, kommt man sofort wieder in das Spiel rein. :slight_smile: Noch habe ich auch nicht aufgehört ständig neues zu entdecken. Ich spiele dabei sehr chaotisch und laufe frei der Nase nach in der Landschaft herum, statt zielgerichtet Schreine oder Titane abzuklappern, aber habe dennoch einen Heidenspaß. :blush:
    • Nexan schrieb:

      bislang eigentlich immer noch keinen Einbruch des Unterhaltungswerts
      Das hat sich bis zum Ende auch so fortgesetzt. Einen »Einbruch« gab es wirklich nicht, sondern allenfalls ist es ein wenig abgeflacht aber kaum merklich. Im Kern ist mein Abenteuer jetzt zu Ende. Ganon ist mal wieder besiegt und Hyrule gerettet. Es ist eines der besten Zelda Spiele überhaupt und vermutlich das beste Open World Action-Abenteuer Spiel, seit immer. :ugly: Zumindest für mich.
      Makellos ist es dennoch nicht und vermutlich auch kein Thronräuber für Ocarina of Time. Ich kann diese Makel noch nicht so richtig in Worte fassen, da es eben keine groben Schnitzer sind, sondern allenfalls subtile Ungereimtheiten, die als winzige Sandkörner das Getriebe kaum wahrnehmbar und nur ganz wenig knirschen lassen.
      Es fängt damit an, dass mir vielleicht der Bösewicht Ganondorf als physischer Antagonist fehlt. In Breath of Wild ist er eher eine Naturkatastrophe, denn ein hassenswerter Schurke. Es geht über die Schreine, die zwar allesamt kurzweilig unterhaltsam sind, aber auch so viele an der Zahl, dass es einem müßig erscheint, wirklich alle zu machen. Es endet mit den Nebenquests, die kaum mehr sind als etwas zu sammeln, zu töten oder einfach nur die richtige Dialogoption zu wählen. Sie sind nicht schlecht, aber das ein oder andere mal habe ich die Aufgaben eigentlich nur erfüllt, weil sie eben in meiner Liste standen. Nicht weil ich besondere Lust darauf hatte oder Spaß daran empfand.
      Das ist vielleicht auch eher ein Problem von mir, wo ich mit Open World Spielen generell in letzter Zeit ein wenig hadere, als ein Problem von Breath of the Wild. :thinking: Insgesamt hat der Titel für mich die Messlatte an Open World Spielen und für künftige Zelda Titel trotz dessen, sehr sehr weit nach oben verlagert. Es ist definitiv eines der besten und geschmeidigsten Spielerlebnisse des letzten Jahrzehnts, aber nicht vollends perfekt. Aber Perfektion gibt es schließlich auch nicht. :slight_smile: