Tropico 5

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    • Seit gut einer Woche ist jetzt das Aufbaustrategie Spiel 'Tropico 5' vom bulgarischen Entwickler Haemimont Games (seit Tropico 3 & u.a. Grand Ages: Rome) auf dem Markt. Ziel ist es, wie in den vorherigen Teilen, auf einem kleinen karibischen Insel Paradies eine floriende Wirtschaft zu errichten. Dabei gilt es neu im fünften Teil die Epochen zu beachten. Man startet als britische Kolonie in der Kolonialzeit und erreicht nach der Unabhängigkeit das Zeitalter der Weltkriege. Die Epochen des kalten Krieges (Tropico 3 & 4) und die Neuzeit (Tropico 4 Modern Times) sind vergleichsweise bekannt. Eine weitere Neuheit ist die erschaffung einer Familiendynastie. Man spielt jetzt nicht nur einen vorzeige Diktator, sondern kann sich eine eigene Familie zusammen würfeln, die dann nach und nach die Machtgefüge übernehmen. Sonst spielt sich Teil 5 seinen Vorgängern recht ähnlich, was jetzt nicht unbedingt schlecht sein muss.

      Ich möchte diesen Thread als Art Tropico Tagebuch benutzen. :slight_smile:

      Gespielt wird ein Endlos Spiel auf einer Zufallsgenerierten Karte mit folgenden Eigenschaften:
      • Groß
      • Ausreichend Ressourcen
      • Hügelig
      • Normales Klima
      Der Schwierigkeitsgrad:
      • Start: Kolonialzeit
      • Startbevölkerung: 50
      • Startvermögen: $5.000
      • Wirtschaftschwierigkeit: Hoch
      • Politikschwierigkeit: Hoch
      • Naturkatastrophen: Gelegentlich
      Bilder
      • 2014-05-27_00006.jpg

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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Nexan () aus folgendem Grund: Labels ausgebessert.

    • Kein 'Tagebuch Eintrag' dafür zitiere ich ein Review des Users "Tribun76" von Steam. Kann es so nur unterschreiben.

      "Nachdem ich jetzt rund 20 Stunden in dem Spiel verbracht habe, versuche ich hier mal ein kleines Resumee zu ziehen. Um es direkt vorweg zu sagen: Tropico 5 ist keine Revolution, es ist kein Quantensprung und es ist auch nicht der beste Teil der Serie, wie manche Spielezeitschriften behaupten.

      Es wurden viele Dinge vereinfacht. Es gibt keine Wahlkampfreden mehr. Es gibt kein Gefängnis mehr. Gerade das vermisse ich in dem Spiel am allermeisten. Das Gebäudemanagement wurde stark vereinfacht. Früher konnte man seinen Leuten exakte Löhne zahlen und ebenfalls exakte Mieten verlangen. Das ist Geschichte, jetzt gibt es pro Gebäude nur noch den abstrakten Begriff "Budget" und die noch viel abstraketere Einschätzung von "arm" bis "stinkreich". Das ist echt was für Kinder. Gerade das Zusammenspiel von extrem hohen Löhnen mit extrem hohen Mieten in Luxusgebäuden machte es doch in Tropico 4 möglich, einen Geldadel ranzuzüchten, der an El Presidentes Titte nuckelte. Das geht zwar immer noch, doch längst nicht mehr so detailliert wie in den Vorgängern. Das Epochensystem ist nett. Aber im Grunde vollkommen überflüssig. Ganz gut geworden sind die Handelsrouten und das Wirtschaftssystem. Überflüssig ist dieses Dynastiesache. Ich dachte da eher an einen Familienstammbaum mit Nachfolgeregelung und Machtkämpfen. Dem ist nicht so. Die Charaktere tauchen per Event als erwachsene Leute auf. Punkt. Und dass diese Familie hätten, ist auch nicht der Fall. Also reine Kosmetik und nichts besonderes.

      Neu ist das Militärsystem. Die Truppen sind jetzt in Einheiten zusammengefasst und rennen in Trupps über die Karte. Das ist eigentlich ganz nett anzuschauen. Würde aber nur Sinn machen, wenn man die Trupps dann auch selbst steuern dürfte, was nicht möglich ist. Warum es jetzt auch Panzer gibt (deren Sinn sich mir nicht erschließt, da diese von Aufständischen und Rebellen binnen Sekunden in Brand geschossen werden), mag an den zahlreichen Whine-Post der Fanboys liegen, die sich sowas unbedingt gewünscht hatten. Nun denn. Ach ja, man kann jetzt auch einen Flugzeugträger bauen. Die Kampfjets bombardieren dann Rebellen und Feinde. Unpassender gehts kaum. Was ich außerdem vermisse, ist der Blick in die Servicegbäude. zwar kann ich sehen, wer dort arbeitet. Nicht aber, wer dort gerade zu Gast ist. Warum gerade solch einfache - aber sinnvolle - Dinge ersatzlos weggestrichen wurden, bleibt das Geheimnis von Kalypso. Die Optik erscheint mir nicht groß zu Tropico 4 verändert. Knallbunte Quietschgebäude wechseln sich mit trostlosen Bretterbuden ab. Das ist ok. Auch die Musik ist stimmig wie immer. Was ich noch nicht getestet habe, das ist der Multiplayer. Vielleicht findet sich ja mal jemand.

      Alles in allem ist Tropico 5 kein bahnbrechendes Spiel. Für Fanboys ist es ok, auch wenn diese einige Dinge stark vermissen werden, die sie in den Vorgängerteilen lieb gewonnen hatten. Allen anderen rate ich vom Kauf dieses Spieles ab. Man darf davon ausgehen, dass Kalypso jetzt in regelmäßigen Abständen DLC raushaut. Denn T5 macht irgendwie einen viel zu schlanken Eindruck. Jeweils ein Gebäude mehr oder ein Outfit für den Diktator. Und das dann jeweils für ein paar Euronen. Fand diese Praxis bereits bei T4 extrem unattraktiv.

      Ergänzung vom 3.6.2014:

      Einiges habe ich gar nicht reingeschrieben, was mir erst später eingefallen ist, hier aber noch rein muss: Die geschrumpften Verordnungen (einige fehlen, auf den Papst darf man beispielsweise lange warten), die neuen Farmen und Plantagen (Vieh wird nicht mehr durch die Landschaft getrieben und Plantagen haben vorgefertigte Grenzen), die logischen Sinnbrüche (eigene Soldaten kämpfen mit Vorderladern, gleichzeitig fahren schon Autos rum, wenn man beispielsweise das Militärfort nicht modernisiert hat) usw. usf.

      Ich habe in T4 immer sehr gerne die Mietskasernen in echte Sozialwohnungsprojekte umgebaut, so dass Obdachlose dort umsonst wohnen konnten und nicht mehr Hütten bauten. Das geht wegen dem Budget-Dings leider auch nicht mehr. Bei der Charaktererstellung konnte man in T4 aus dem Vollen schöpfen. Es gab zudem ne Menge Outfits, auch wenn das eher nebensächlich erscheint. In T5 kann man beides an einer Hand abzählen, das wurde total eingedampft (dafür kann man El Presidente in der Kolonialzeit als Astronaut rumlaufen lassen....sorry...). All das ist infantiler Quark, Mainstream und Casual Gaming. Wems gefällt, bitte. Ich spiel da doch lieber noch ne Runde T4, denn das ist einfach das bessere Tropico."


      Ich würde nicht behaupten das Tropico 5 keinen Spaß macht, aber es hat deutlich an Tiefgang verloren. In 3 & 4 konnte man z.b. noch einzelne Exportpreise anschauen, vergleichen und deren Verlauf über die Jahre ansehen, doch jetzt ist das völlig weggefallen. Man kann nur auf gut Glück Resourcen anbauen und schauen wieviel Ertrag diese bringen. Vorher sah man was gefragt war ...

      Bin ein wenig entäuscht von dem Titel. :frowning2:
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    • Hach ein nachreichen wäre schon schön, aber wohl etwas zu schön. :grin:

      Also ich will ja Tropico 5 mögen. Es macht sehr viel spaß und hat wieder diesen lustigen schwarzen Humor. Hätte ich die Vorgänger nicht gespielt, würde es mir bestimmt super gefallen, aber so ... :slight_frown:
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    • Für die Steamversion gibt es jetzt einen Karten und Missionseditor, für alle anderen nicht. Oh, und eine Retailversion nach Steam zu migrieren ist natürlich nicht möglich :thumbdown:

      (aber natürlich kannman sich für ca. 50€ das Spiel inklusive DLCs auf Steam kaufen, ganz toll)