sortieenmer.com – weil Spiele keinen Spaß machen müssen

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    • sortieenmer.com – weil Spiele keinen Spaß machen müssen

      Hinter sortieenmer.com/ verbirgt sich ein einfach gestricktes »Spiel«, das sich am besten als »Drowning Simulator« beschreiben lässt. Genauer gesagt wird nicht so sehr das Ertrinken simuliert als vielmehr der aussichtslose Versuch, sich im offenen Meer über Wasser zu halten und wie schnell man in so einer Situation ermüdet und … naja, ertrinkt. Ertrinken macht keinen Spaß und »Sortie en mer« auch nicht – soll es aber auch nicht, denn den Machern geht es vor allem darum, das Tragen von Schwimmwesten zu bewerben.
      Das Spielprinzip ist schnell zusammengefasst: Auf einem Segeltrip geht der Spieler über Bord und landet im Wasser. Durch kontinuierliches Scrollen mit dem Mausrad muss man versuchen, sich an der Wasseroberfläche zu halten. Was einfach klingt, stellt sich spätestens nach ein paar Minuten als deutlich anstrengender heraus, als man vermuten würde. Durch die Umsetzung als Film kommt dabei eine beeindruckend beklemmende Atmosphäre auf – Vollbildmodus und Kopfhörer sind empfohlen.

      Ein angenehmes Spielerlebnis ist »Sortie en mer« nicht … eigentlich ist es nicht mal ein Spielerlebnis. Aber ein Erlebnis ist es auf jeden Fall.

      Und deshalb natürlich die obligatorische Frage: Was haltet ihr von Spielen, die gar keine Spiele sind? Vermittelt »Sortie en mer« die Botschaft, dass Schwimmwesten Leben retten können? Ist es überhaupt moralisch vertretbar, aus einem Todeskampf ein Spiel zu machen?
      Ich muss sagen, ich hab »Sortie en mer« gerade erst entdeckt und erst kurz angespielt, kann also noch nicht soo viel dazu sagen. Ich erinnere mich aber daran, in »Dear Esther« mal unbedarft ins Wasser gewatet zu sein und das war schon ziemlich heftig, als Ich nicht mehr an die Oberfläche kam …
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Mir ist das hier kürzlich wieder in den Sinn gekommen, als ich mit einem Kommilitonen darüber Sprach, ob Videospiele nicht auch geeignet sein können Diskussionen über ethische Fragen anzusprechen. Müssen Spiele immer nur Spaß machen oder können Sie eben auch mal zu neuen Gedanken verleiten?

      Doch wie kann so ein Spiel aussehen? Irgendwer muss es letztlich ja auch spielen. Kennt ihr gute Beispiele wo der Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung gut gelingt?