Banished

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    • Kann ein einziger Entwickler mit riesigen Studios und Millionen Budget konkurrieren? Ja, kann er! Zumindest im Fall von »Banished« zeigt sich, wie einfach man Spiele vom Schlage eines SimCity bloßstellen kann. Banished ist ein Aufbauspiel angesiedelt im Mittelalter und kommt mit eher rustikaler Grafik daher. Ziel ist es eine Siedlung anzulegen mithilfe einer überschaubarer Anzahl an Gebäuden, die sich zudem meist auch nicht ausbauen lassen. Gegner gibt es nicht, keine Schlachten, keine Missonen, keine Kampagne. Oberflächlich gesehen bietet das Indie Spielchen nicht viel. Doch was unter der Haube steckt dürfte in etwa das sein, was sich viele vom neusten SimCity Teil gewünscht hätten: eine echte, detaillierte und Umfassende Simulation. Im Gegensatz zu besagten Titel von EA und Maxis, werden in Banished nämlich wirklich alle Bewohner mit Tagesablauf, Befinden, Wünschen usw. vollständig simuliert. Die Folge ist gewaltig, denn als Spieler hat man so stets das Gefühl direkt Einfluss nehmen zu können. Es passiert nichts aus heiterem Himmel und alles ist komplett nachvollziehbar. Hinzu kommt ein Schwierigkeitsgrad, der auch wirklich den Namen verdient. Wer nicht aufpasst und keine Vorräte für den Winter anlegt, dem verrecken die Siedler gnadenlos. Wer alles Holz verbaut kann keine Häuser mehr heizen, was auch wieder den Tod im Winter bedeutet. Baut man nur Weizen an und verdonntert eine Brot basierte Diät muss mit gesundheitlichen Problemen seiner Bürger rechnen usw. usf.

      Ich bin jedenfalls begeistert. Kaum ein Aufbauspiel der jüngeren Zeit macht mir derart Spaß, was vor allem eben an der Herausforderung liegt, aber auch am Detailgrad der Simulation. Statt namenlose Polygone zu versorgen, sieht man die Auswirkungen seiner Handlungen jederzeit am Individuum. Zudem agieren diese auch stets nachvollziehbar und produzieren keine obskuren Staus, wie so manche Sims. :ugly: Banished beschämt hier ein ganzes Genre und zeigt wie Aufbaustrategie auszusehen hat.

      Spielt es noch jemand? :thinking:
    • Ja, ich!
      Wie ich heute feststellen musste ist eines der wichtigsten Gebäude auch eines der Kleinsten: Der Brunnen; denn so eine Eimerkette zum "nahen" Fluss ist schon sehr ineffektiv (vor allem ist der Fluss viel weiter weg, als man meint). Lagerhäuser sollte man etwas abseits der Siedlung bauen, damit Brände nicht so schnell auf sie übergreifen (und man zusätzlich zur Feuersbrunst noch eine Hungersnot bekommt). Außerdem sollte man IMMER mindestens einen Laborer haben, falls ein wichtiger Arbeiter (z.B. der Lehrer) stirbt, den der Laborer dann sofort ersetzt (ganz wichtig beim Lehrer, weil andernfalls die Ausbildung der Schüler abgebrochen wird und nicht wiederaufgenommen werden kann).
    • Gute Anfängertipps! :thumbsup: Mir ist leider letztens ein nettes kleines Dörfchen verdorrt, weil plötzlich die Einwohner ziemlich depressiv wurden und irgendwie trotz reicher Felder kaum Ernte im Laugerhaus landete. Im Winter war es dann aus. Ich weiß noch nicht genau warum die Stimmung mit einmal so gekippt ist, vermute aber mal, dass es ein fehlender Friedhof war. Geliebte Angehörige auf irgendeinem Acker zu verscharren, scheint wohl nicht so glücklich zu machen. :ugly: