Papo & Yo – Videospiel als Traumaverarbeitung

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Papo & Yo – Videospiel als Traumaverarbeitung

      Was passiert wenn ein Videospieleentwickler traumatische Kindheitserlebnisse mit dem alkoholkranken Vater verarbeitet? Richtig, es kommt ein Spiel wie »Papo & Yo« heraus. In diesem landet der kleine Junge »Quico« in einer Art abstrakten Version einer endlos großen Favela, in der die Hütten auch gern schon einmal in der Luft herum fliegen. Dort trifft er dann auf »Monster«, einem furchteinflößend dreinschauendem aber meistens friedlichem Wesen. Zumindest solange bis der Riese auf einen Giftfrosch stößt, denn die Sucht nach diesen lässt ihn buchstäblich Feuer fangen und in blinde Rage geraten. Dann muss auch der kleine Quico in Deckung gehen. Ziel ist es daher nun eine Heilung für das Riesenvieh zu suchen, doch das ist gar nicht so leicht in der sich ständig verändernden Welt der Favela. Es gilt Rätsel zu lösen, bei dem man den trägen Monster auch mal als Trampolin einsetzt, doch stets gilt es auf der Hut zu sein, die Emotionen des Giganten stets im Auge zu behalten um bei Bedarf wieder auf Abstand zu gehen. Ständig wird man also hin und her gerissen, zwischen der traumhaften Welt der Favela und dem brutalen Drang des Monsters, den Giftfröschen auf Gedeih und Verderb nachzujagen. Etwas beklemmend, wenn man an die Bedeutung denkt für die diese Metapher steht… :afraid:

      Was haltet ihr von solchen Spielen, die ein ernstes Ansinnen haben und auch mal versuchen auf emotionaler Ebene den Spieler zu berühren? :thinking:

      Hier noch ein paar Bilder aus der surrealistischen Welt der endlosen Favela: