Sid Meier’s Civilization V

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    • Sid Meier’s Civilization V

      Erschreckend, dass es noch kein Thema gibt zu einem Spiel, in dem ich laut Steam schon über 300 Stunden verbracht haben soll. :ugly: »Sid Meier’s Civilization V« ist jedenfalls wie jeder Civ-Teil bisher ein Rundenstrategiespiel, welches diesmal mal aber im Gegensatz zu den Vorgängern mit einem Hexagon- statt eines Quadratrasters daherkommt. Auf diesen werden jede Runde Einheiten bewegt und Städte der eigenen Zivilisation gegründet, in welchen wiederum ründlich Gebäude und Weltwunder angelegt werden. Auf diese Weise begleitet man seine ausgewählte Zivilisation von der frühsten Steinzeit bis in die Zukunft.
      Ziel des Spiel ist es mit der eigenen Zivilisation einen Sieg über die Epochen hinweg in unterschiedlichen Bereichen zu erringen. Neben der obligatorischen Eroberung der Welt, steht so einem auch noch ein Wissenschaftssieg (Erstes Raumschiff nach Alpha Centauri), ein kultureller Sieg (Gründung einer utopischen Gesellschaftsform) oder ein diplomatischer Sieg (Sieg bei UN-Wahlen zur Weltregierung) zur Verfügung. Je nachdem welchen Sieg man anstrebt sind dann natürlich andere Strategien gefragt. Zudem verfügen auch die unterschiedlichen Zivilisationen, die sich aus echten Nationen und Völkern speisen, über unterschiedliche Vorteile, die sich je nach Epoche ausspielen lassen. So bauen die Deutschen im ausgehenden Industriezeitalter die besten Panzer und die Engländer im Kolonialzeitalter die besten Schiffe. Ein neues Element des fünften Teils sind zudem Stadtstaaten, die einem als kleine Verbündete Vorteile verschaffen.

      Ein besonderer Reiz stellt für mich dabei auch noch das Spielen auf riesigen, der realen Welt nachempfundenen Karten dar. Dort ergeben sich nämlich mitunter lustige Parallelen aber auch Unterschiede zur realen Geschichte: So passierte es mir in einer Partie, dass ich mich mit meiner deutschen Zivilisation etwas überschätzte und der angezettelten Krieg in Europa zu einem Weltkrieg ausartete. Den Frieden konnte ich mir dann nur durch Abtretung sämtlicher Überseegebiete erkaufen und meine Weltmachtsambitionen waren dahin. In einer anderen Partie musste ich als England hingegen dabei zusehen wie die Franzosen unter Napolean im Mittelalter Europa unterwarfen und auch in Russland siegreich waren. Letztlich waren sie dann die dominierende Weltmacht bis in die Neuzeit hinein und erst durch einen gigantischen Atomkrieg brach die Dominanz der Franzmänner zugunsten einer chinesischen Vormachtstellung. :ugly:

      Partien dauern bei mir mitunter Monate, da ich meist nur alle paar Tage einige Runden spiele, dennoch hat sich offenbar schon eine ganze Menge Zeit da angesammelt. :grin: Vor allem das langfristige Planen, das Schmieden von Intrigen oder Bündnissen macht viel Spaß. Getrübt wird das Ganze nur von einer leider mitunter dümmlich agierenden KI. Die ist zwar beim Bauen, Diplomatie und Planen noch ganz gut, aber im Gefecht werden viele Einheiten meist sehr dümmlich platziert. Da gewinnt man schon mal gegen eine deutliche Übermacht. Ein Grund warum bei mit deshalb immer der höchste Schwierigkeitsgrad aktiv ist.

      Erweiterung »Gods and Kings«

      Die erste große Erweiterung des Spiels nahm sich der Kritik an, dass im Vergleich zum vierten Teil, der fünfte Sprössling wieder deutlich weniger Komplex war. So wurden nun zahlreich neue Einheiten in den frühen Spielphasen wieder eingeführt und auch die Religion kommt als Bonibringer und politischer Faktor wieder ins Spiel. So kann z.B. der Gründer einer Religion verschiedene Glaubenssätzen kreieren und so u.a. Steuern von den Gläubigen eintreiben, egal welcher Zivilisation sie angehören. Meiner Meinung nach gewinnen gerade die Runden bis zur Renaissance dadurch an Würze.

      Erweiterung: »Brave New World«

      Die kürzlich angekündigte aber noch nicht erschienene Erweiterung »Brave New World« soll abermals die Spielmechanik erweitern. Hat sich Gods and Kings eher den frühen Spielphasen gewidmet, sollen diesmal die späten Phasen profitieren. So ist wohl geplant Dinge wie internationale Handelsrouten einzubauen und auch Elementen wie der UN mehr Funktionen zu verleihen. Ganz nach realem Vorbild soll es dann Sanktionsmöglichkeiten gegen Staaten geben usw. Zudem kommt wieder ein Rutsch neuer Zivilisationen ins Spiel.

      Gibt es hier noch weitere Civ-Fans? :slight_smile:
    • Ja, auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist es noch halbwegs erträglich, da die KI dann quasi gewisse Boni bekommt. Trotzdem ist es eigentlich unverständlich, dass die KI in einem Rundenstrategiespiel so schlecht ist, obwohl sich da die Routinen doch so viel Zeit für die Berechnungen nehmen könnten… :slight_frown:
    • Mittlerweile gibt es die zweite große Erweiterung zu kaufen »Brave New World« und ich Intelligenzbolzen habe natürlich schon vor dem Summer Sale bei Steam zugeschlagen. :ugly: Lädt gerade noch herunter, aber was ich so lese kommt da echt neuer Schwung ins Endspiel. Zudem brenne ich darauf die neuste Version meiner Weltkarte zu spielen, die nach meiner letzten Monate umfassenden Partie noch eine ganze Ladung Feintuning bekommen hat. :grin:
    • Also bisher scheint »Brave New World« wirklich nur sinnvolle Änderungen zu liefern. Lediglich die KI der Gegner ist noch immer nicht wirklich berauschend, aber ansonsten ist Civ 5 nun ziemlich nah dran eine perfekte Balance aus Komplexität und Spielspaß abzuliefern. :slight_smile:
    • Die erste Partie in »Civilization V: Brave New World« hat jetzt doch ein weit vorzeitiges Ende gefunden. Die neue Zivilisation der »Zulus« hat wohl zu gute Startbedingungen in Afrika gehabt, sodass sie zu Beginn der Renaissance in Europa mit Industrie-Einheiten ein Land nach dem anderen überrannten. Kolonisation mal anders. :ugly: Leider war aber auch mein kleines Deutschland darunter. :slight_frown:

      Hier ist wohl noch etwas mehr Feinschliff an meiner Karte nötig. :blush:
    • So, ich habe mir die Gold Edition von Civ V gestern besorgt, weil ich seit Jahren kein Strategiespiel mehr gespielt habe und Lust auf etwas eher langsames und nicht zu aufbaulastiges (wie Anno) hatte. Außerdem klangen Nexans Post in diesem Thread sehr verlockend.

      Das Suchtpotenzial fällt auf jeden Fall nicht zu gering aus. Gestern habe ich ein Spiel mit Kanzler Bismarck begonnen um meine Träume von einer preussischen Großmacht in die Tat umzusetzen. Leider ist die Karte "Earth" nicht an wirklichen geographischen Gegebenheiten orientiert und mein deutsches Reich lag zu Beginn zwischen Kuala Lumpur, Jakarta und Bagdad :ugly: . Naja, um erstmal die Spielmechanik zu lernen, ist es nicht so tragisch. Mittlerweile bin ich etwa bei 100 n.C. angelangt und habe Kuala Lumpur im 2. Versuch erfolgreich eingenommen. Ansonsten machen mich aber die Japaner ein wenig nervös. Anfangs hatte ich zu ihnen sehr gute Beziehungen und träumte schon von der Achse Tokio - Berlin. Mittlerweile haben sie mich aber öffentlich denunziert (bin mir nicht ganz sicher, was das für Folgen haben kann) und Belgrad (liegt neben Kuala Lumpur) geplättet. Mit Religion habe ich mich bis jetzt kaum auseinandergesetzt, aber ein bischen Protestantismus könnte eigentlich nicht schaden.
      Freidenker 4 life
    • Rakeem schrieb:

      Leider ist die Karte "Earth" nicht an wirklichen geographischen Gegebenheiten orientiert und mein deutsches Reich lag zu Beginn zwischen Kuala Lumpur, Jakarta und Bagdad :ugly: .
      Ja, ich werde die aktuelle Partie über noch ein wenig an meiner Weltkarte feilen und sie dann mal hier zur Benutzung anbieten. Die ist nicht nur viel größer als alle im Spiel enthaltenen Karten, sondern bietet eben auch echte Startpositionen und ganze 22 Zivilisationen.

      Rakeem schrieb:

      haben sie mich aber öffentlich denunziert (bin mir nicht ganz sicher, was das für Folgen haben kann
      Öffentlich denunzieren ist quasi das negative Gegenstück zur Freundschaftserklärung. Damit zeigst du allen, dass du Zivilisation X nicht magst bzw. umgekehrt. So kannst du Pluspunkte bei allen sammeln, die jene Zivilisation auch nicht mögen.

      Rakeem schrieb:

      Mit Religion habe ich mich bis jetzt kaum auseinandergesetzt, aber ein bischen Protestantismus könnte eigentlich nicht schaden.
      Religion kann gute Vorteile bringen, wie Steuer von den Gläubigen oder Zufriedenheit usw. Allerdings können nur Gründer der Religionen bestimmen was für Vorteile die Religion bringt und auch nur die Gründer können z.B. den Kirchenzehnt erhalten und so ihre Kasse aufbessern. :slight_smile:

      Ist bei der Gold-Edition eigentlich auch Brave New World dabei? Ein unverzichtbares AddOn wie ich langsam feststellen darf. :grin:
    • Ne, das neueste add-on ist noch nicht dabei. Sonst aber alle. Da die Gold Edition bei Steam auf 20€ heruntergesetzt war (letzten Freitag noch auf 10€ :cry: ), habe ich zugeschlagen. Ich hoffe, dass ich morgen nochmal zum spielen komme. Gibt es irgendwelche Einheiten, die besonders zu empfehlen sind? Momentan gefallen mir die Komposita- Bogenschützen ganz gut.
      Freidenker 4 life
    • Rakeem schrieb:

      Gibt es irgendwelche Einheiten, die besonders zu empfehlen sind? Momentan gefallen mir die Komposita- Bogenschützen ganz gut.
      Dank Schere-Stein-Papier Prinzip braucht man im Prinzip ein breit aufgestelltes Heer, allerdings kann man bei den Deutschen gut auf die billigen Landsknechte nebst Komposit- bzw. Ambrustschützen setzen. Mit einer großen Masse der Landsknechte und den Schützen bekommt man eigentlich fast alles klein, ggf. noch eine Belagerungswaffe dazu. :wink:
    • Gokux schrieb:

      Rakeem schrieb:

      Da die Gold Edition bei Steam auf 20€ heruntergesetzt war (letzten Freitag noch auf 10€ :cry: ),
      Aktuell kostet sie auch nur 9.99€ :ugly:. Kaufe niemals was bei Steam das nicht im Tagesangebot, Community Choice oder im Flash Sale ist!
      Bitter...
      Ich komm mir jetzt doch ein bischen dämlich vor. Wobei 20€ noch im Rahmen sind. Hätte ich den Vollpreis gezahlt, würde ich jetzt wohl einen Wutanfall erleiden :ugly:
      Freidenker 4 life
    • So, ich konnte nochmal ein wenig weiterspielen. Die Lage mit den Japanern habe ich zur Eskalation gebracht. Zunächst habe ich eine Stadt, die sie den Mongolen abgeknüpft hatten, eingenommen und sie nicht behalten, sondern den Mongolen zurückgegeben. Mein Kalkül dahinter war mit den Mongolen ein Bündnis gegen die Japaner aufzubauen. Das hat leider nicht geklappt. Die Mongolen sind mir zwar dankbar, aber zu ängstlich um etwas gegen die Japaner zu tun. Die Japaner und die Amerikaner sind von den Völkern, die ich bislang getroffen habe, die einzigen, die ähnlich groß sind wie ich. Um sie weiter zurückzudrängen habe ich dann eine andere Stadt von ihnen angegriffen, die aber an ihr Reich angeschlossen ist. Bei den bisherigen 3 Versuchen habe ich es noch nicht geschafft, die Stadt einzunehmen. Beim ersten Mal war ich sehr knapp dran, aber hatte dann keine Nahkampfeinheit mehr um die Stadt einzunehmen. Beim 2. Versuch gelang es auch nicht und auch der 3. noch anhaltende Versuch sieht nichtmehr erfolgsversprechend aus. Von der Kampfkraft allein bin ich ihnen ein wenig überlegen, aber da ihre Stadt von Wald umgeben ist, komme ich als Angreifer immer nur sehr langsam voran. Mehr Sinn macht es wohl zu diesem Zeitpunkt mit ihnen Frieden zu schließen und mir ein kleineres Ziel zu suchen wie die Dänen. Die sind zwar eigentlich mit mir befreundet, haben aber eine mit mir verbündete Stadt angegriffen und sich dreist direkt neben München angesiedelt. Auf die Dauer könnte es aber Probleme bereiten, dass ich schon jetzt im Mittelalter den für Deutschland nicht ganz ungewohnten Ruf als "warmongering menace" habe :ugly:
      Freidenker 4 life
    • Rakeem schrieb:

      Auf die Dauer könnte es aber Probleme bereiten, dass ich schon jetzt im Mittelalter den für Deutschland nicht ganz ungewohnten Ruf als "warmongering menace" habe :ugly:
      Ja, gerade wenn man auch befreundete Zivilisationen angreift wird man es bei künftiger Diplomatie schwer haben. Entprechend sollte man eigentlich sehr selten zum Krieg greifen (außer man strebt den militärischen Gesamtsieg an). Ich persönlich führe daher in der frühen Phase des Spiel allenfalls mal gegen einen Stadtstaat Krieg oder wenn wirklich die Expansion meines Reiches empfindlich gestört ist. Ein Tipp dabei aber: Niemals selbst den Krieg erklären (schön provozieren und auch denunzieren) und immer einen Verbündeten mit ins Boot holen. So fällt der diplomatische Schaden deutlich geringer aus. :wink:
    • Danke. Vielen vielen dank. Wegen euch hab ich wieder mit Civ 5 angefangen. :ugly:

      Mein deutsches Reich entwickelt sich bisher prächtig, nur gehen mir langsam die nahe gelegenen Franzosen auf den Senkel. Mal schauen wie es da weiter geht. Mom. gleicht mein Reich aber auch etwas dem historischen Vorbild - Flickenteppich ole! :grin:
      Seven days without pizza makes one weak
    • So, mein erstes Civ V Spiel habe ich durch das Bauen eines Space Shuttles im Jahr 2024 gewonnen. Die letzten Jahrhunderte habe ich nach dem Motto "ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert" gespielt und war immer wieder in Kriege verstrickt. Da ich die stärkste Wirtschaft hatte, konnte ich es mir immer leisten nur mit Teilen meiner Armee und ohne große Produktionsumstellung in den Städten Krieg zu führen. Die Gefechte liefen dann meistens ziemlich zäh und ohne große Fortschritte auf beiden Seiten ab. Da die anderen Nationen sich diese Kriege auf die Dauer nicht leisten konnten, mussten sie mich immer mit der Abtretung von Städten zum Waffenstillstand bewegen. Dazu kommt, dass ich mich mit den ständig Krieg führenden Azteken verbündet habe und so weiter Unruhe stiften konnte. Im 20. Jahrhundert war die gesamte Welt in kleine Bündnisse zersplittert, die sich ründlich gegenseitig dennunziert haben :ugly: . Als ich dann von den rückständigen Mongolen (noch in der Renaissance) mit denen ich seit der Antike verbündet war, denunnziert wurde, hatte ich wenigstens die Chance meine neu gebauten Atomwaffen auszuprobieren ohne dabei ein Risiko einzugehen. Es hat dann auch nur zwei Runden gedauert bis es mit Dschingis Khan vorbei war (Armbrustschützen sind gegen Bomben aus Flugzeugen recht ineffektiv) :ugly: .

      Jetzt komme ich erstmal wegen Urlaub nicht zum spielen. Danach würde ich gerne mal mit einer geographisch korrekten Karte spielen und auf höherem Schwierigkeitsgrad damit ein wenig mehr diplomatisches Feingefühl nötig ist.

      In welcher Geschwindigkeit spielt ihr eigentlich immer? Ich habe auf langsam gespielt, aber überlege auf der Marathon-Geschwindigkeit zu spielen, um das Mittelalter und die Antike etwas mehr auskosten zu können.
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