Google Nexus 4

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    • Google Nexus 4

      Mein Google Nexus 7 hat ja am 6. Dezember einen kleinen Bruder bekommen, wobei »kleiner« wohl nur bedingt und allenfalls zur Größe passt, da die Rechenleistung zumindest auf dem Papier dem Tablet sogar überlegen ist. :wink: Ein paar Tage ist das Gerät nun in Benutzung und neben der Überbeanspruchung der ersten 2-3 Tage – ein neues Touch-Gerät will schließlich ausgiebig befingert werden – bin ich mit dem Gerät mittlerweile im Alltag angelangt, also Zeit für einen Erfahrungsbericht. Als Referenz kann ich nur ein Xperia Neo vorweisen, mein Einstieg in den Smartphone Sektor, welches eigentlich auch noch in Betrieb wäre, wenn Sony die eigentlich gute Hardware nicht mit einem dilettantischen Update nahezu unbrauchbar gemacht hätte. Ein Downgrade auf das tadellos funktionierende »Gingerbread« wäre zwar möglich, aber hat man erst einmal die wunderbare Welt von Android 4.x beschnuppert, gibt man sich damit nicht mehr zufrieden.

      Für Lesefaule geht es hier direkt zur Schnellübersicht , der Vor- und Nachteile des Nexus 4. :stuck_out_tongue:

      Verarbeitung und Optik

      Da gibt es nicht viel zu sagen, außer: Spitze! Das gerät fühlt sich wertig an, die Spaltmaße sind überall sehr gering, es knarzt nichts und das Displayglas lässt die Finger gut über den Bildschirm flutschen. Eine leichte Abrundung an den Seiten sorgt zudem dafür, dass man dabei auf keinerlei Grenzen stößt. Auch die Rückseite besteht aus Glas, was zwar für ein wenig mehr fragilität sorgt, aber da man solche Geräte im Normalfall eh nicht herumwerfen sollte, ist das nicht unbedingt ein Nachteil. Plastik findet man allerdings auch noch zwischen den beiden Glasplatten. Dies ist allerdings so angeraut und gummiert, dass es sich ebenfalls nicht billig anfühlt und für einen guten Halt in den Händen sorgt. Der »Nexus-Effekt« – am ehesten mit einer Discokugel zu vergleichen (siehe Bild) – auf der Rückseite sorgt zudem für ein gewisses »Bling-Bling«, auch wenn das nicht gerade Maskulin wirkt, wie eine Kommilitonin bemerkte. :ugly: Der Effekt wird allerdings nur unter bestimmtem Lichteinfall sichtbar, weswegen die meiste Zeit die Rückseite schlicht schwarz erscheint.
      Einziges Manko an der Verarbeitung bei mir ist die Displaybeleuchtung, die scheint nämlich irgendwie beschädigt zu sein, da im oberen Teil des Display alles spürbar dunkler erscheint als im unteren. Auf einem komplett schwarzen Hintergrund wird auch deutlich, dass eine der Lampen in der rechten oberen Ecke sehr stark strahlt, wohingegen der linke Gegenspieler komplett dunkel ist. Vermutlich also ein Ausfall einer der Beleuchtungs-LEDs. Ein Telefonat mit Google hat mir aber daraufhin ein Ersatzgerät verschafft, welches die nächsten Tage eintreffen soll. Dann wird sich herausstellen ob dies bloß ein unglücklicher Zufall war, oder eventuell doch ein baubedingtes Problem.
      Sieht man davon aber ab, hat man ein hervorragend verarbeitetes Gerät. Gegenüber meines alten Plastikbombers »Xperia Neo« eine deutliche Steigerung.

      Haptik und Mobilität

      Das Gerät ist mit seinen 4,7 Zoll sehr groß. Einen Hauch zu groß für meine eher kleineren Hände aber gerade so an der Grenze zur Bedienbarkeit mit einer Hand. Einen halben Zentimeter in der Breite weniger und das Gerät wäre für mich perfekt. Allerdings ist es auch so noch im Rahmen, größer sollte das Telefon aber wirklich nicht mehr sein.
      Besonders gut gefällt mir das Displayglas, welches wirklich unter allen Umständen noch geschmeidig zu bedienen ist. Das Neo hatte hier manchmal Probleme wenn sich auf dem Bildschirm etwas Schmutz angesammelt hat und irgendwie klebrig wurde, sodass man mit dem Finger Wischgesten nicht richtig ausführen konnte. Das Nexus 4 hingegen weist hingegen selbst nach einem McDonalds Besuch noch eine glatte– wenn auch nicht mehr ansehnliche :grin: – Oberfläche auf und bleibt gut bedienbar. Zudem reicht dank der guten Beschichtung (früher als Lotuseffekt bekannt) des Displays ein einfaches Taschentuch, ohne Reinigungsmittel, aus um den Fettfilm vom Glas zu entfernen. Danach erstrahlt es in einem Glanz, als käme es frisch aus der Fabrik.
      Ebenfalls sehr gut ist der gummiartige Plastikrand des Telefons, der in seiner Beschaffenheit ein wenig an die Rückseite des Nexus 7 erinnert und ähnlich gute Rutschfestigkeit aufweist. Damit hat man den kleinen Computer gut im Griff und kann ihn sicher halten. Weniger gut gefällt mir hingegen der Lautstärkeregler an der linken Seite. Der ist nicht nur etwas klein, sondern wird beim normalen halten mit der linken Hand auch gelegentlich versehentlich betätigt. Hier hätte ich ihn lieber auf der rechten Seite gesehen so wie beim Nexus 7 oder meinem alten Xperia Neo. Ebenfalls schade, wenn auch kein Drama, ist das fehlen eines physischen Kameraknopfes. Dafür überzeugt mich das intelligent platzierte Benachrichtigungslämpchen, direkt auf der Front unterhalb des Display (siehe Bild). Die unterstützt alle RGB-Farben und lässt sich durch Applikationen individuell konfigurieren. So sieht man ohne das Display einschalten zu müssen ob man eine (wichtige, daher bei mir Gelb) E-Mail oder bloß eine (unwichtige, daher in Lila gehalten) Facebook-Nachricht bekommen hat. Denkbar wäre auch, dass persönliche Kontakte in unterschiedlichen Farben blinken oder die Blinkrate sich je nach Anzahl der nicht gesehenen Nachrichten erhöht. Die Fantasie hat hier keine Grenzen.

      In Sachen Mobilität macht unser teures Glasbacksteinchen eine durchschnittliche bis gute Figur: Durch die Größe werden kleine Hosentaschen schon mal ein wenig eng, aber dank der runden Ecken stößt es nicht unangenehm hervor, also alles noch im Bereich des Möglichen. Die Akkuleistung ist viel als Schwach kritisiert worden, doch ich persönlich kann das nur zum Teil bestätigen. In den ersten Tagen, wo man das Gerät ja eigentlich nicht aus der Hand legt und alles wie wild befingert und testet, war der Akku tatsächlich oft schon nach einigen Stunden leer, vor allem CPU intensive Anwendungen wie Firefox, die alte nicht native Facebook App oder reine CPU Benchmarks ließen beim Ladestand im Minutentakt die Prozente purzeln und das Gerät sehr warm werden. Ich habe daher kurzerhand in den Entwickler-Tools die Option aktiviert, dass für die 2D Darstellung in den Apps ein GPU-Hardwarerendering erzwungen werden soll, was dafür sorgt, dass eben bei solchen eher schlecht optimierten Programmen nicht mehr die CPU die Arbeit übernimmt, sondern die GPU, welche beim Nexus 4 deutlich energieeffizienter zu sein scheint. Danach war bei mir die Akkutalfahrt etwas abgemildert und auch die Wärmeentwicklung reduziert. Angenehmer Nebeneffekt ist auch noch, dass viele Anwendungen wie der Adobe Reader dann auch deutlich flüssiger laufen. :slight_smile:
      Im Alltag mit dieser Einstellung schlug sich das Nexus 4 dann gar nicht schlecht. Meinen »Hardcore« Uni-Tag von 8 Uhr morgens bis 20 Uhr Abends überstand das Handy mehr als gut. W-Lan, GPS, 3G Netz und Helligkeit auf Automatik waren die Bedingungen. Dazu kommt eine normale bis intensive Nutzung und mein Tablet blieb absichtlich mal zu Hause damit ich zur Nutzung das Handys gezwungen war: Ein wenig Musik hören und mit Google Maps spielen beim Latschen über den Campus, ab und an mal eine WhatsApp-Nachricht, SMS oder E-Mail gelesen oder versandt, in einer langweiligen Vorlesung mal ein Youtube-Video geschaut, WASD.ms besucht oder Wikipedia Einträge gegoogelt, die Vorlesungspräsentation am Gerät verfolgt und eine kurze Partie in Hyrule mit dem Nintendo 64 Emulator gängelten den Ladestand über die knappen 12 Stunden. Gegen 20:30 als ich endlich wieder in meinem Bunker war, zeigte der Ladestand noch durchaus beachtliche 23 %. Nicht die Welt, aber ein guten Arbeitstag sollte man damit also hin bekommen, wenn man noch die ein oder andere Spielerei lässt. Außerdem bin ich persönlich von meinem Xperia bisher nichts besseres gewöhnt. Nach einem Tag muss eigentlich jedes Smartphone wieder an die Steckdose bzw. im Fall des Nexus 4, auf sein drahtloses Ladekissen. :heart_eyes:

      Android und sein Ökosystem

      Android 4.2 heißt immer noch »Jelly Bean« und hat daher auch nur einige kleinere Neuerungen im Gepäck, wie ein verbessertes Interface der Kamera und Verknüpfungen mit wichtigen Einstellungen in der Benachrichtigungsleiste. Auffallend ist hingegen, dass auf dem Nexus 4 Android 4.2 butterweich läuft und nicht wie beim Nexus 7 wieder die typischen Android Ruckler ins Spiel bringt. Egal was man mit dem Handy anstellt und egal wie viele Anwendungen gerade laufen, das Smartphone reagiert stets ohne Verzögerung und auch die Animationen bleiben immer flüssig. Dabei zeigt es sich sogar einen hauch geschmeidiger als damals das Nexus 7 mit Android 4.1. Einerseits ist es dabei gut, dass Android endlich in Sachen Responsivität und Performanz in die Liga von iOS Geräten vorstößt, andererseits stimmt es etwas bedenklich, dass man dazu ein Smartphone braucht, dessen Rechenleistung manche Netbooks überflügelt.

      Dessen ungeachtet ist die Leistung sehr gut und auch die Bedienung an sich ist seit Android 4.0 und den Holo-Designrichtlinien intuitiv und modern gehalten. Hier hat Android im Vergleich zu »Gingerbread« (2.3) wirklich riesige Fortschritte gemacht und sich von einem halbwegs praktikablen Betriebssystem zu einem Innovationsführer gemausert und stellt nun eines der besten Smartphone- und Tablet-Touchsysteme dar. Dies gilt zumindest für grundlegenden Bestandteile des Betriebssystems und die hausgemachten Google-Apps. Hier offenbart sich nämlich die Schwächen des Android Ökosystems: Anders als bei Apple sind die Richtlinien, wie die Entwickler die Menüführung ihrer Apps gestalten nämlich nicht obligatorisch sondern optional. So sind die Apps, die den Holo-Richtlinien folgen durchweg spitze in der Optik und Bedienung, doch leider sind sie deutlich in der Minderheit. Die Mehrheit der Apps besteht aus einem unansehnlichen Wust an wirren Designkonzepten, die entweder deutlich sichtbar von unbedarften Informatikern zusammengeschustert worden sind oder mitunter auch einfach von iOS ohne größere Anpassung portiert wurden. Man kann daher gerne mit den nackten Zahlen um sich werfen und sagen, dass es für Android viel mehr Anwendungen gibt als für iOS, aber davon fügt sich nur ein winziger Bruchteil wirklich nahtlos in die Android-Umgebung ein. :thinking: Auch als Android-Fanboy muss man hier also durchaus noch den Vorteil bei Apples iOS-Welt sehen. Allerdings gibt es einen Trend zur Besserung, da Googles Credo der »Selbstregulation« zu funktionieren scheint: Apps, die die Holo-Richtlinien ignorieren, bekommen dafür von den Nutzern durchaus die Quittung in Form von deftigen Bewertungen. Den ein oder andere Entwickler hat dies schon zum Umdenken veranlasst.
      Ein weiteres Problem für diese Fragmentierung sind die Hersteller der Android-Geräte selbst. Die klatschen auf Android nämlich gern ihre eigene Oberfläche drauf, welche meistens nicht nur deutlich weniger performant, sondern in den meisten Fällen auch abseits jeglicher Bedienkonzepte von Android ist, was eine Inkonsistenz in der Bedienung des Systems selbst schon mitbringt. Ich kann daher jedem wirklichen Android-Fan, nur die Nexus Geräte empfehlen. Was die Hersteller da so treiben ist teilweise grausam und erinnert mitunter an Computer aus den 90ern. :ugly:

      Spieleleistung und Hardware

      Auch hier kann man kaum ein schlechtes Wort verlieren. Mit Gyroskop, Beschleunigungssensor und einem Kapazitivem Display, welches mit mehr Eingaben zurecht kommt als der Mensch Finger hat, ist man in dieser Hinsicht gut gerüstet. Das Display ist knacke scharf, bietet gute, realistische Farben und nicht so psychedelisch überzeichnete wie bei einem AMOLED-Screen. Die Pixeldichte ist enorm hoch und macht es normalen Menschen unmöglich einzelne Pixel zu identifizieren. Der Bildschirm des Nexus 4 ist daher das beste was ich bisher gesehen habe, auch im Vergleich zu iPhones.
      Bei Spielen macht die Adreno 320 GPU auch deutlich mehr Dampf als z.B. Nvidias Tegra 3, der unter anderem im Nexus 7 zum Einsatz kommt. Aufwändige Spiele, die durchaus schon so manches Konsolenspiel im Bereich der optischen Qualität schlagen, laufen daher ruckelfrei. Lediglich CPU-Lastige Spiele weisen eine etwas schlechtere Performanz auf, obwohl der Snapdragon S4 von Qualcomm so ziemlich das schnellste ist, was man derzeit in dem Bereich bekomme kann. Eine mögliche Erklärung ist hier ein Fehler in der Firmware, denn während intensiver Beanspruchung der CPU wird das Nexus 4, wie erwähnt, schon ziemlich warm. Die Möglichkeit, dass hier der Prozessor mit einer zu hohen Taktrate oder Spannung betrieben wird und daher aufgrund der Hitzeentwicklung abriegelt, ist nicht auszuschließen und würde auch die vergleichsweise schwachen Benchmark Ergebnisse und Akkuleistung erklären, die so durch das Netz geistern. Auch, dass das Schwestergerät LG Optimus G mit selbem Prozessor, derartiges Verhalten nicht aufzeigt, lässt auf Fehler im System und nicht in der Hardware schließen. Daher darf man hoffen, dass dieses Problem durch ein einfaches Update behoben werden kann und sich in dem Zuge auch die Akkuleistung noch verbessern könnte. Abgesehen davon sorgt die potente Ausstattung und nicht zuletzt auch der mit 2 GB sehr große Arbeitsspeicher wohl dafür, dass man sich auch in einem oder 2 Jahren noch gut mit dem Telefon durch den Alltag wird schlagen können. :slight_smile:
      Ein großer Kritikpunkt ist hingegen der Speicherplatz, da das Nexus nur mit maximal 16 GB erworben und nicht per SD-Karte erweitert werden kann. Allerdings bin ich hier persönlich als gut vernetzter Cloud-Nutzer von diesem Problem nicht betroffen: Meine Musiksammlung lagert bei Google-Music, daher ist nur die aktuelle Lieblingsplaylist auf dem Gerät gespeichert, meine Sammlung diverser Partyschnappschüsse und Videos nimmt gerade mal ein paar hundert MB ein und Dokumente und Dateien für die Uni stecken in der Privatcloud bzw. teilweise auch bei Google Drive. Ich habe zwar kurzerhand einfach mal ein paar dicke Spiele installiert und meine Navigon App sämtliches Kartenmaterial herunterladen lassen, aber selbst dann bleiben mir noch gute 8 Gigabyte über. :sunglasses: Zumindest bei mir ist der Speicher also eigentlich kein Thema. Wer hingegen gern noch irgendwelche Filme mit sicher herumträgt oder gern die gesamte Musiksammlung offline bereit hat, sollte wohl auf eine eventuelle 32 GB Version warten.

      [headline=conclusion]Fazit[/headline]Wer ein aktuelles Smartphone sucht, Preisbewusst ist und Android bzw. dessen Ökosystem zusagt, der ist mit einem Nexus 4 genau richtig. Zwar hat das Gerät und vor allem Android noch einige kleinere Nachteile gegenüber der Apple-Welt, allerdings macht es dies durch sein eigentlich unschlagbares Preisleistungsverhältnis und der Tatsache, dass man mit Android installieren kann was man möchte ohne von einem Apfel zensiert zu werden, mehr als wieder wett. Wer bereit ist um die 300 Euro für ein Android-Smartphone auszugeben, der muss eigentlich als blöd bezeichnet werden, wenn er sich noch ein Samsung, HTC oder Sony zulegt.
      • Gute Verarbeitung: Androide Plastikbomber gehören der Vergangenheit an. Das Nexus 4 sieht hochwertig aus und fühlt sich auch so an.
      • Gute Ausstattung: Der Gerät kann eigentlich alles, wird niemals Müde… nagut, das ein bisschen schon aber sonst hat man alles an Bord was derzeit in der Smartphone-Welt zu haben ist. ;-)
      • Gutes und offenes Betriebssystem: Android 4.x ist eines der derzeit besten Betriebssysteme für Smartphones und Tablets mit Touch-Bedienung, da kann mir niemand das Gegenteil beweisen. Vor allem seine relative Offenheit überzeugt: Man kann nicht nur Apps und andere Inhalte aus Googles Play Store nutzen, sondern auch die von Amazon oder irgendwelcher sonstiger Quellen. Für mich der entscheidende Vorteil gegenüber Apples iFaschismus, der schon mal Kinderbücher verbannt, weil nackte gemalte Leute darin zu sehen sind :ugly:
      • Gute Performanz: Wer mit dem Handy spielen will wird ebenfalls sehr gut auf seine Kosten kommen. Aktuell ist wohl kein Spiel zu haben, welches nicht wie geschmiert läuft.
      • Guter Preis: Ab 300 Euro wechselt das Gerät den Besitzer. Das ist eine große Menge Schotter, doch wer vergleichbare Hardware haben will, zahlt bei Samsung, HTC und Co schon gerne mal noch 100-200 Euro drauf und wird dann noch mit den verkorksten Herstelleroberflächen und verspäteten Updates gequält. Wer gar ein iPhone will löhnt schon mehr als das doppelte und muss sich der Willkür des großen Apfels aus Cuppertino komplett ausliefern.
      • Zukunftssicherheit: Ein Punkt der von den ganzen Geeks mit ihren Tech-Blogs da draußen gern mal vergessen wird: Das Gerät hat genug Power und vor allem Arbeitsspeicher um auch bei zukünftigen Apps und Versionen von Android, die wohl mehr Ressourcen benötigen werden, nicht ins Stocken zu kommen. Letztlich bekommt man auch Updates direkt von Google, weshalb man mindestens 2 Jahre lang immer mit der aktuellsten Android-Version rechnen darf. Für mich ein wichtiger Punkt, da ich meine Handys eigentlich oft länger als 2 oder 3 Jahre behalte. Das Xperia Neo stellt hier eine negative Ausnahme dar. :unamused:
      • Durchschnittliche Akkuleistung: Nicht so dramatisch wie oft dargestellt, aber mehr als ein Arbeitstag ist auch nicht drin. Hier bietet das Nexus 4 Standard.
      • Durchwachsenes Ökosystem: Die Qualität der Apps ist leider stark durchwachsen. Man findet durchaus Anwendungen, die alle Stärken von Android nutzen und sich auch an die Richtlinien der Menüführung halten, doch leider findet man noch viel mehr Schrott von Entwicklern, die keine Ahnung von Android haben oder plump von iOS – oder weiß der Geier woher – portieren.
      • Kameraqualität: Reicht für Schnappschüsse aus, für Fotokünstler aber eher uninteressant. Gerade bei schlechtem Licht sind die Bilder sehr stark am Rauschen. Da war ich von meinem Xperia Neo besseres gewohnt.
      • Riesen Klopper: Das Gerät folgt leider blind dem Trend zur Größe. Für mich liegt es gerade so noch im Rahmen, dennoch hätte ich mir das Smartphone etwas kompakter gewünscht.
      • Nicht erweiterbarer, kleiner Speicher: Für mich zwar kein Problem, doch einen 32 GB Version hätte Google durchaus anbieten können.
      • Kein LTE: Spielt in Deutschland vermutlich erst in 1-2 Jahren wirklich eine Rolle und auch 3G mit seinem HSPA+ bietet eigentlich gute Geschwindigkeiten, aber 4G Netze beherrscht das Nexus 4 in seinen derzeitigen Ausführungen nicht und könnte von manchen vermisst werden.
    • Sehr schöner Erfahrungsbericht :thumbsup:

      Da bekommt man ja fast Lust, den alten Feldsprecher ins Museum zu geben und sich auch mal ein Smartphone zu gönnen :drooling_face:

      Edit: Ach, kannst du mal ein Beispielfoto anhängen, was die Kamera denn so hergibt?
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nerdus schrieb:

      Da bekommt man ja fast Lust, den alten Feldsprecher ins Museum zu geben und sich auch mal ein Smartphone zu gönnen :drooling_face:
      Ja, wenn man einmal ein Smartphone hatte will man kein normales Handy mehr. Gerade wenn man es etwas produktiv einsetzt, für Kalender/Termine, E-Mails, Maps, Navigation usw, dann ist der Vorteil schon enorm und hat mir das Uni-Leben das ein oder andere mal deutlich erleichtert und Wege gespart. :slight_smile: Davon abgesehen macht natürlich auch die Spielerei damit Spaß: Von unterwegs einfach mal aufs Forum zugreifen, schnell was bei Wikipedia suchen, Zelda zocken, Youtube schauen oder oder oder… :heart_eyes:

      Nerdus schrieb:

      Edit: Ach, kannst du mal ein Beispielfoto anhängen, was die Kamera denn so hergibt?
      Schiebe ich nach sobald ich mal eine ordentliche Fotosession damit hinter mir habe. :grin: Die Bilder oben stammen übrigens von meinem alten Xperia Neo.
    • Kleines Update

      Ein kleines Update nach nun fast zwei Monaten Benutzung:

      Nexan schrieb:

      Durchschnittliche Akkuleistung: Nicht so dramatisch wie oft dargestellt, aber mehr als ein Arbeitstag ist auch nicht drin. Hier bietet das Nexus 4 Standard.
      Bei Akku bin ich zwiegespalten. Wenn das Gerät in Benutzung ist, also das Display an ist, saugt sich der Akku schon ziemlich schnell leer. Ist das Smartphone hingegen im Standby Betrieb, dann wird es regelrecht zum Marathonläufer. :slight_smile:

      Nexan schrieb:

      Durchwachsenes Ökosystem: Die Qualität der Apps ist leider stark durchwachsen. Man findet durchaus Anwendungen, die alle Stärken von Android nutzen und sich auch an die Richtlinien der Menüführung halten, doch leider findet man noch viel mehr Schrott von Entwicklern, die keine Ahnung von Android haben oder plump von iOS – oder weiß der Geier woher – portieren.
      Hier scheint vieles in Bewegung zu sein. Die meisten Entwickler schwenken gerade um und bringen Updates heraus, die die Apps auf die Holo-Richtlinien umstellen. Zwar sind immer noch viele missratene Apps unterwegs, aber die großen und wichtigen sind nach und nach auf dem Weg sich dem Standard zu beugen.

      Nerdus schrieb:

      Edit: Ach, kannst du mal ein Beispielfoto anhängen, was die Kamera denn so hergibt?
      Leider noch immer keine Fotos mit dem Teil gemacht, jedenfalls keine die man öffentlich in ein Forum stellen würde. :ugly: Kommen aber nach, spätestens wenn das Wetter wieder freundlicher wird. :wink:

      Insgesamt bin ich rund um zufrieden: Das Handy macht was es soll, es stürzt nicht ab, Anwendungen starten und schließen ohne Verzögerungen, selbst Ressourcenfresser wie Firefox laufen flüssig und geschmeidig und der große Bildschirm macht das Surfen angenehm. Empfang und Netzaufbau sind hervorragend und auch die Downloadraten im W-Lan sind fast auf Laptop-Niveau, was die meisten Smartphones ja nicht hinkriegen.
      Kurz: Topgerät! :thumbsup: :grin:
    • Android 4.2.2

      Die neue Android-Version 4.2.2 hat vor einigen Tagen meinen Fernmelder erreicht und bestimmt irgendwas geändert :ugly: Allerdings ist mir noch nicht komplett aufgefallen was genau. Das Problem der relativ kurzen Akku-Laufzeit und des heiß laufenden Prozessors bestehen nach wie vor. Einzige direkt sichtbare Änderung ist wohl das Schnellmenü für Einstellungen, welches nun auch das direkte Ausschalten von W-Lan und Bluetooth ermöglicht ohne in den jeweiligen Manager zu wechseln. :thinking: