BioWare - Eine Edelschmiede wird zum Ramschlabel?

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • BioWare - Eine Edelschmiede wird zum Ramschlabel?

      Nexan schrieb:

      BioWare hat bei mir dadurch viel Ansehen eingebüßt. Wobei das schlimmer klingt als es ist. BioWare ist quasi bei mir vom Olymp hinab in normale Sphären gestiegen. Man sieht nun leider, dass es auch nur Menschen sind.

      Ich mache mir leider auch seit längerem schon Sorgen um Bioware und muss sagen, dass die Schmiede mittlerweile von ihrem Gottplatz in meiner Ansicht gehörig gepurzelt ist.

      Das bezieht sich dummerweise vor allem auch quer durch alle Departments - die Facebook-Spiele sind beide ziemlicher Müll, Dragon Age 2 war imho eine deutliche Fehlentwicklung gegenüber dem Vorgänger und kam viel zu früh, Mass Effect 2 ging trotz seiner Gesamtbrillanz einige falsche Wege und Teil 3 erscheint mir da keine sonderliche Besserung (man beachte nur den völlig überflüssigen und leider stinkfaden Koop-Modus). Dazu war die DLC-Politik von Bioware über weite Strecken bedenklich und das EA die Marke Bioware jetzt als Edel-Label auf alles mögliche draufklatschen will (u.a. das nächste Command & Conquer: Generals, mit dem die Ursprungs-BIowares aber null zu tun haben), lässt ebenfalls böses erahnen. Ich war anfangs ja noch dezent optimistisch, aber mittlerweile scheint sich doch ein gewisser schlechter Einfluss von EA aus oder auch von gewissen Personen innerhalb der Firma aus auf meine einstige Lieblingsschmiede auszubreiten :thinking:
      1338 - One step ahead of the average Nerd!!!
    • Das sehe ich auch so. Dragon Age 2 war Bioware nicht würdig und auch Teil 1 hatte meiner Meinung nach auch einige Schwächen, die ich von bioware nicht erwartet hatte. Die Hauptstory um Verderbnis und Erzdämon war ein schlechter Witz, wobei die anderen Stränge der HQ (Loghain etc.) natürlich sehr gut waren. Mass Effect 2 gefiel mir eigentlich gut, wenn auch die Level etwas sehr schlauchig waren und die RPG - Elemente ein wenig kurz gehalten waren.
      Freidenker 4 life
    • Stimme euch beiden da definitv zu!

      Bis auf Mass Effect 2.
      Ich fand das da schon nicht verkehrt, dass man die RPG-Elemente ebbes abgebaut hat und das mehr an 3rd-Person-Shooter angeglichen hat.
      Ich hasse es, wenn ich bei Spielen, in denen man mit 'ner Knarre rumläuft, nur grob in Richtung Gegner halte und meine Charakterwerte dann das eigentliche Zielen übernehmen und solche Sachen.

      Bei allen Spielen, in denen ich mit Schusswaffen "arbeite" ist jeglicher RPG-Einfluss auf die "Action-Mechanik" dort absolut fehl am Platz. Ich brauch schliesslich nicht über Charakterwerte simulieren, wie gut ich ziele, wenn ich das viel besser mit einer Maus direkt "simulieren" kann. Allerdings mehr bzw. vielfältigere Aufrüstungsmöglichkeiten für die Waffen wären schön gewesen.

      Aber insgesamt finde ich, dass Mass Effect als Shooter mit RPG-Elementen deutlich besser funktioniert als ein RPG mit Shooter-Elementen.
    • Habe das Thema mal abgetrennt, da es ja mit "the Old Republic" nicht mehr soviel zu tun hat.

      Aber zum Thema: Ich glaube Bioware wird den weg aller Spieleschmieden gehen, die EA schluckt und auspresst bis sie nichts mehr drin ist. Das hat man schon bei Maxis gesehen. Die Schöpfer von die Sims machen heute Spiele wie Spore, das nur knappe 10 Stunden Spaß macht oder Die Sims 3, wo man für ein neues Sofa-Set schon 10 Euro bezahlen muss. Selbst Will Wright ist davor schon geflüchtet. Bioware wird es wohl ähnlich ergehen.

      EA ist und bleibt ein Industrieunternehmen. Kreativität ist nur solange erwünscht wie es Geld einbringt. Auch "Qualität statt Quantität" hat bei EA einfach keine Bedeutung und solange sie dies nicht verstehen werden sie auch niemals an die Spitze der Videospiele-Industrie aufsteigen.
    • Im März kommt MassEffect3 raus.

      Hol ich mir und daran wird dann die Latte angelegt.

      Bisher ist BioWare für mich selbst noch immer TOP!

      Gut - SW: TOR und DragonAge2 hab ich nie gespielt - und wenn man sich im Internet so umliest, dann sollen sie nicht besser geworden sein ... (sie TOR-Thread).

      _____

      OMG: Ich hoffe dass ME3 gut wird! Bitte!
      it's not easy when it's icy
    • Riot23 schrieb:

      Stimme euch beiden da definitv zu!

      Bis auf Mass Effect 2.
      Ich fand das da schon nicht verkehrt, dass man die RPG-Elemente ebbes abgebaut hat und das mehr an 3rd-Person-Shooter angeglichen hat.
      Ich hasse es, wenn ich bei Spielen, in denen man mit 'ner Knarre rumläuft, nur grob in Richtung Gegner halte und meine Charakterwerte dann das eigentliche Zielen übernehmen und solche Sachen.

      Bei allen Spielen, in denen ich mit Schusswaffen "arbeite" ist jeglicher RPG-Einfluss auf die "Action-Mechanik" dort absolut fehl am Platz. Ich brauch schliesslich nicht über Charakterwerte simulieren, wie gut ich ziele, wenn ich das viel besser mit einer Maus direkt "simulieren" kann. Allerdings mehr bzw. vielfältigere Aufrüstungsmöglichkeiten für die Waffen wären schön gewesen.

      Aber insgesamt finde ich, dass Mass Effect als Shooter mit RPG-Elementen deutlich besser funktioniert als ein RPG mit Shooter-Elementen.


      Darum ging es mir nicht bei Mass Effect, im Gegenteil - ich finde es auch gut, wenn sich Bioware Neues traut (solange es künstlerisch Sinn ergibt, nicht nur ökonomisch) und sich nicht zu sehr auf alte, festgefahrene Genrestandards versteift.

      Mein Problem war eher, dass sich die Level furchtbar klein, beengt und schlauchig anfühlten, selbst die "großen" Städte - das war im Erstling noch besser gelöst, gerade die Citadel fühlte sich deutlich glaubwürdiger an.
      Dazu fehlte mir bei ME2 irgendwie der Eindruck einer großen, galaxieweiten Bedrohung- ganz subjektiv fühlte sich das Ganze einfach so klein und begrenzt an, die Ausmaße eines intergalaktischen Konflikts wurden nie deutlich, da man sich ja fast ausschließlich mit den persönlichen Problemchen einzelner Crewmitlgieder beschäftigt, statt mit dem eigentlichen Konflikt. Die Perspektive stimmte da einfach nicht.
      Zu guter Letzt wirkt dieses "Crew-Versammeln" langsam nach so einer Formel-X, die Bioware abspult - der quasi selbe Plot war ja in Dragon Age auch vertreten, wo man die Allianzen der Völker gegen die Verderbnis einte. Das hatte einfach nen sehr starken Déjà-vu-Effekt :rolling_eyes:


      Insgesamt waren die Fehler oder Versäumnisse deutlich weniger offensichtlich als im Vorgänger oder anderen Spielen, handwerklich war ME2 beinahe tadellos (abgesehen von dem unsäglichen Planetenabgrasen :ugly: ) - aber wenn man tiefer in die Materie eintaucht, sich mit subjektiven Empfindungen und dem Erzeugen gezielter Eindrücke befasst, dann stößt man auf einige Kanten, wegen derer Teil 2 auf viele Fans des Vorgängers nicht mehr so überragend wirkte. Im Gegenzug erschloss sich Bioware natürlich ganz neue Zielgruppen, die vielleicht weniger empfindlich sind, während die alten Fans natürlich trotz allen Gemeckers weiter brav die Nachfolger kaufen - aus geschäftlicher Sicht ist die ME-TRilogie also eine Bilderbuch-Story :rolling_eyes:
      1338 - One step ahead of the average Nerd!!!
    • Stone schrieb:

      Bei ME3 wird dann abgerechnet - im Spiel sowie auch mit BioWare.


      Oh ja, aber sowas von! Und wehe mir schmeckt die Auflösung des Kampfes gegen die Reaper und das Ende meines Shepherds nicht, dann können sich die Biowaren aber beim nächsten Interviewtermin auf nen ordentlichen Anschiss gefasst machen :ugly:


      Interessant wird halt auch, was danach kommt. Im Endeffekt hat sich Bioware ja mit Mass Effect sein eigenes Star Wars/Star Trek und mit Dragon Age sein eigenes Herr der Ringe/Dungeons & Dragons geschaffen, um quasi nicht länger für Lizenzen bezahlen und dort Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Wenn die Kanadier jetzt aber auf Jahre nur noch diese beiden Franchises bedienen (und natürlich neuen Content für TOR ausspucken), dann fänd ich das schon mau - gerade Jade Empire als exotische Softwareperle fand ich nämlich bespielsweise überragend :heart_eyes:
      1338 - One step ahead of the average Nerd!!!
    • DJ Wachturm schrieb:



      Interessant wird halt auch, was danach kommt. Im Endeffekt hat sich Bioware ja mit Mass Effect sein eigenes Star Wars/Star Trek und mit Dragon Age sein eigenes Herr der Ringe/Dungeons & Dragons geschaffen, um quasi nicht länger für Lizenzen bezahlen und dort Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Wenn die Kanadier jetzt aber auf Jahre nur noch diese beiden Franchises bedienen (und natürlich neuen Content für TOR ausspucken), dann fänd ich das schon mau - gerade Jade Empire als exotische Softwareperle fand ich nämlich bespielsweise überragend :heart_eyes:



      Das stimmt. Jade Empire gefiel mir auch extrem gut, war nur leider viel zu kurz. Davon wünsche ich mir auch eine Fortsetzung.
      Freidenker 4 life
    • Rakeem schrieb:


      Das stimmt. Jade Empire gefiel mir auch extrem gut, war nur leider viel zu kurz. Davon wünsche ich mir auch eine Fortsetzung.


      Naja, ein Remake oder ne direkte Fortsetzung wird's so schnell wohl nicht geben - einerseits floppte das Teil damals leider ziemlich und andererseits publishte das noch Microsoft, ich hab also keine Ahnung, ob EA aktuell überhaupt die Rechte daran hält. :thinking:

      Aber allein die Idee, sich da eine fremde Kultur und Mystik als Setting zu nehmen, wäre ja nochmal toll - und kann auch klasse funktionieren, wie Asassin's Creed erwies.
      Also ein Jade Empire im Reich der Azteken oder Ägypter fänd ich beispielsweise klasse :slight_smile:
      1338 - One step ahead of the average Nerd!!!
    • Eine traurige Geschichte, die immer weiter Richtung Abgrund trudelt. So viele könnten (bzw. werden) seit MOnaten sagen "Ich hab's ja gleich gesagt!" und auch ich selbst sehe mittlerweile meine schlimmsten Befürchtungen aus der Übernahmezeit bestätigt. Schade, denn zwischenzeitlich sah mit Dragon Age: Origins und Mass Effect alles so gut aus, als könnte Bioware dem Fluch der EA-Übernahmen endlich ein positives Glanzstück entgegen setzen.

      Wie schon im Mass Effect 3-Thread gemeldet, gingen mittlerweile ja scheinbar selbst die Kapitäne von Bord - zumindest Greg Zeschuck scheint sein Baby schweren Herzens verlassen zu haben, angeblich soll aber obendrein auch der letzte Gründer Ray Muzyka mittlerweile das Board des Sudios verlassen haben.

      Nun gab ein Bioware-MItarbeiter änlässlich der Game Developers Conference rund um die gerade startende Gamescom einige sehr interessante Einblicke und Statistiken zum Thema DLC (gerade auch Day-1-DLC), Online-Pässe und Microtransaktionen bzw. Free-2-play-Modelle. Nun ist es kein wirkliches Geheimnis, dass Firmen Geld verdienen wollen und gerade im Bereich des millionenschweren Triple-A-Entertainment ist das einfach ein Muss. Die romantischen Ansätze aus alten "Alles für die Fans"-Tagen und die idealistischen Ansichten der Witcher-Entwickler CD Projekt können da einfach nicht die Norm sein, so traurig es auch ist.
      Wie eiskalt und berechnend gerade Bioware hier aber vorgeht, wie kühl man seine Taktiken auf Gewinnmaximierung ausrichtet ohne jegliches Interesse am Kunden oder Produkt/Werk, wie blind man gegenüber speziellen Anforderungen bestimmter Gattungen (Bioware erschuf schlielich Universen, erzählte Geschichten und wurstelte nicht nur Grinding-Mühlen oder Online-Shooter zusammen!) ist ... das hat mich doch wieder aufs Neue erschüttert. Es tut mir mehr denn je im Herzen weh, zu sehen, wo Bioware mittlerweile gelandet ist und was für ein Wind dort weht. :cry:

      Hier der entsprechende Artikel auf IGN.UK mit den Ausführungen des Bioware-Kopfes
      1338 - One step ahead of the average Nerd!!!