Chroniken von »Khubor«

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  • Chroniken von »Khubor«

    Hier werden die verschiedenen Machwerke zusammengetragen, die unsere Welt zu erklären versuchen. Dabei werden alle Werke der unterschiedlichsten Ansichten und Autoren mit einbeziehen, unabhängig ihres Glaubens oder ihrer politischen Funktion in der Welt von Khubor.
  • Über die Traumzeit - Band I

    von Kladerus, Chronist des weißen Klerikerbundes

    Die Bedingungen unserer Welt Khubor und unserer Existenz werfen verschiedene Fragen auf: Warum sind wir in diese Welt gelangt und das ohne Erinnerung? Warum sind wir unsterblich? Warum werden wir im Falle unseres Todes an dem Ort wieder ins Leben gerufen an dem wir zuletzt schliefen?

    Die erste Frage lässt sich wohl nicht so leicht beantworten. Als die ersten »Gestrandeten« in Khubor erwachten waren sie ohne Erinnerung. Niemand weiß den Grund warum wir hier erwachten, doch glauben wir, dass es göttliche Fügung ist, dass es unser Auftrag ist die Welt gegen das Böse zu verteidigen und sie von diesem zu befreien.
    Dieses Böse zeigte sich den Gestrandeten in der ersten Nacht, die sie hier verbrachten. Aus allen erdenklichen Ecken strömte das Böse, in Form von Untoten und anderen Kreaturen die des Lebens der Gestrandeten trachteten, in die Welt. Viele fanden in dieser erste Nacht einen qualvollen Tod, doch statt die Welt zu verlassen wurden sie wieder erweckt an jenem Ort ihrer ersten Erweckung. Die Gestrandeten aber lernten dazu, fanden sich in Gruppen zusammen, bauten primitive Unterschlüpfe und schafften es mehr Nächte zu überleben. Dennoch ereilte manche wieder der Tod, jedoch wurden sie nicht mehr an dem Ort ihrer ursprünglichen Erweckung wiederbelebt sondern diesmal an jenem Ort, an dem sie zuletzt schliefen. Dies lässt den Schluss zu das jeder neue Gestrandete, der zum ersten mal in Khubor erwachte, vorher in einer langen Zeit des Schlafens und des Träumens befunden haben muss. Über diese Traumzeit ist nichts bekannt. Vielleicht ist dies die Zeit in der wir geschaffen werden, vielleicht ein früheres Leben in einer anderen Welt? Die Zeit wird uns vielleicht Antworten bringen.
    Die Gestrandeten wurden mit der Zeit immer mehr. Noch heute finden neue Gestrandete den Weg in diese Welt. Unsere Städte wachsen und unser Wille das Böse zu zerstören wird immer stärker. Unsere Unsterblichkeit und unsere Existenz in dieser Welt kann nur der Wille der Götter sein, die uns geschickt habendie Knechte der Schatten zurück in ihre Welt zu jagen aus der sie gekommen sind. Der Weißbund der Kleriker nimmt dies als Prüfung des Lebens an. Keinem anderen Zweck soll unsere Existenz zugeführt werden.

    Kladerus erwachte im Jahr 81 in der Zeit des ersten Kaisers Borsts und gilt als Begründer der Ideologie des Weißbundes. Aber auch im weltlichen Sinne schuf er mit "Metaphysik von Khubor" von 187 ein Standardwerk, welches der Welt nicht nur einen Namen gab sondern auch ein bis heute verbreitetes Erklärungsmodell für die Schöpfung und Sinn des Lebens bereithält. Derzeit dient er dem Großinquisitor Sektachman als Berater im Bereich der Theologie.
  • Die Katastrophe von Farbhelm – Ein Augenzeugenbericht

    von Nexan, Inquisitor von Freystedt zu Bittfall

    Freystedt war ein vergleichsweise kleines Städtchen auf Farbhelm, dem großen Kontinent weit westlich des Herzlandes. Wir waren friedliebend, achteten das Leben und die Natur. Freystedt wurde anders als viele andere Städte direkt auf Befehl von Kaiser Auxan gegründet und ich zum obersten Vasall und Fürsten ernannt. Freystedt sollte als Hauptstadt der neuen Provinz Farbhelm dienen und den zahlreichen neuen Gestrandeten, welche das Herzland zu einem überbevölkerten Gebiet machten, eine neue Heimstatt sein. Viele Monde lief alles seinen Gang, die Stadt wuchs und gedieh, die Befehle des Kaisers wurden befolgt, Mauern errichten, Höfegegründet und auch dem Glauben wurde genüge getan. Das Leben war sicher und vom Überfluss geprägt.

    Natürlich versuchten jede Nacht die Schattenknechte uns habhaft zu werden, doch unsere Mauern und unsere tapferen Nachtwächter schützen uns. Bis zu jener verhängnisvollen Nacht. Sie begann normal, ein paar Untote und bösartige Riesenspinnen versuchten das Nordtor einzunehmen, doch sie waren anfangs wie immer Chancenlos. Jedoch stürmten plötzlich unzählige Untote aus der Kirche, in denen die Kleriker unserer Stadt das Portal zum Nether errichtet hatten, und machten die Straßen der Stadt zum Schlachtfeld. Zeitgleich begannen plötzlich die Untoten außerhalb der Stadt mit gezielten Angriffen auf jedes Stadttor. Vom Kampfgeschrei aufgeweckt rannten die Bürger verzweifelt durch die Gassen. Ich und eine kleine Gruppe von Klerikern versuchten die Schattenknechte die aus der Kirche strömten im Zaum zu halten, doch es waren zu viele. Nachdem ich selbst viele male gestorben war, beschlossen wir die Stadt aufzugeben. Wir organisierten ein Fluchtweg durch das Osttor in Richtung Meer, als das Beben begann. Große Risse taten sich auf, Lava strömte heraus. Unsere geliebte Stadt ging in Flammen auf und der restliche Kontinent dazu. Viele von uns starben viele male, dennoch schafften wir es die Küste im Morgengrauen zu erreichen. In den Schiffen, die hoffnungslos überbeladen waren, stachen wir in See, den Blick stets auf die riesigen Rauchsäulen unserer brennenden Heimat gerichtet.

    So entkamen wir dem ersten organisierten Angriff der Schattenknechte der Geschichtsschreibung. Diese Untoten, die durch unser Portal in die Stadt einfielen und den übrigen Untoten außerhalb der Stadt die Tore öffneten hatten nichts gemein mit den üblichen fleichlüsternden Zombies die planlos durch die Nächte streifen. Hier war eine höhere böse Macht am Werk, als wir uns jemals hätten vorstellen können. Was auch immer die Untote in jener Nacht lenkte, es war das selbe Übel dessen Macht groß genug war die Erde zu erschüttern und einen ganzen Kontinent in Flammen aufgehen und letztlich im Meer versinken zu lassen. Nie werden wir den Anblick vergessen als die brennenden Landmassen allmählich in den blauen Fluten verschwanden. Farbhelm war nicht mehr, Freystedt war nicht mehr und wir alle Heimatlos.

    Nexan erwachte im Jahr 498 in der Zeit des 3. Kaisers Hardus und diente diesem als Hofmagier, als Haderus von Auxan abgesetzt wurde blieb er Hardus zunächst treu, schwor ihm dann aber ab als seine Sache aussichtslos war und Haderus ins Exil nach Tiefhelm floh. Da Auxan Nexan, wegen seiner Loyalität zu Haderus misstraute ihn aber aufgrund seines Einflusses am Hofe nicht einfach absetzen konnte, ernannte er ihn zum Vasall und entsandte ihn ins weit entfernte Farbhelm, wo er glaubte das von dort sein Einfluss gebrochen sei und er keine Pläne zur Rückkehr von Haderus oder sich selbst schmieden konnte.
    Nach der Katastrophe von Farbhelm im Jahr 545 bekannte sich Nexan offen zum Weißbund der Kleriker und half diesen Auxan abzusetzen und die Inquisition einzuführen. Dies war das Ende der Kaiserzeit und Beginn der bis heute andauernden Regenschaft des Großinquisitors Sektachman. Zur Belohnung wurde Nexan die Inquisition von Bittfall übertragen, mit dem Befehl Freystedt neu zu gründen.