US PC Gamer kürt FNV zum "Roleplaying Game of the Year"

    • Fallout: New Vegas
    • Ich habe das Gruppenerlebnis nicht übertragen, da muss ich mich wohl falsch ausgedrückt haben. Das Gruppenspiel ist immer noch Teil des Gameplays, und Letzteres kann man in einem normalen RPG auch beurteilen, da es in jeder verkauften Version von Fallout gleich ist (von Patches mal abgesehen). Warum sollte man sich darüber kein Urteil leisten dürfen, obwohl es für jeden gleich ist? Ich bin nicht du, du bist nicht ich, kommt hin. Der Rahmen ist aber der Gleiche. Und den kann man auch bewerten.

      Und das Gruppenspiel ist in seinem Fundament homogen, mehr aber auch nicht. Letztlich ist jedes Spielerlebnis in einem mmorpg unberrechenbarer als in einem normalen RPG, weil eben keine künstliche Intelligenz mit dir spielt, sondern höchstens gegen dich.
    • Du scheinst nicht verstanden zu haben, das Menschen ein- und dasselbe in einem RPG teils völlig unterschiedlich wahrnehmen und diese unterschiedlichen Wahrnehmungen einen allgemeingültigen Maßstab bei der Beurteilung des Spiels (und genau das ist es, was allzu gerne suggeriert wird als wäre es vorhanden) ad absurdum führen. Das Gameplay, der Rahmen also, ist, man lasse sich nicht von Companions täuschen, kein Gruppenspiel in diesem Genre - es ist Singleplayer. Immer noch.
      Urteilen kann (und soll) natürlich jeder - aber eben nur jeder für sich mit gleicher Wichtung. Recht haben wollen mit der eigenen Wahrnehmung, das ist der grundverkehrte, der missionarische Ansatz, bei dem der Glaube mehr zählt als der u.U. gegensätzliche Eindruck des Einzelnen, den es zu bekehren gilt.

      Wir hatten schon nahezu gleichwertige KI (also Companions) als Unterstützung in der MORPG Gruppe in 2002. Spiel hiess: Dungeon Siege. Du bist also auf dem Holzweg, einem zweifachen, denn die Companiongruppe als solche ist keine Spielergruppe. Immer noch nicht.

      Was nun den Stellenwert eines Awards (oder eines Rankings an sich) angeht, so bin ich mir durchaus der Tatsache bewusst, das sehr viele Neulinge sich speziell daran orientieren. Ich bin aber kein Neuling mehr, war schon Beta-Tester bei TES-III und viele andere spielen die RPGs auch nicht erst seit gestern. Für all jene mag ein Award eine Bestätigung ihrer Ansichten in der Sache sein, doch die Regel ist eher die, das es ziemlich bedeutungslos ist, denn wir haben gelernt, unsere eigenen Wege zu gehen, unser eigenes Spiel zu spielen... ganz ohne Award Huldigung und Modlist Nachfragen, denn:
      We've done made it through - stand on our own two :smile:
    • :3

      Du scheinst nicht verstanden zu haben, das Menschen ein- und dasselbe in einem RPG teils völlig unterschiedlich wahrnehmen


      Gleichzeitig erkennst du genau diesen Umstand in einem MMORPG nicht an. Außerdem habe ich Folgendes geschrieben "Der Spieleindruck variiert immer, egal ob MMORPG oder normales RPG, ganz einfach deshalb, weil ein Mensch die Spiele spielt. Letztlich ist jedes Erlebnis subjektiv", von daher scheinst du vielleicht etwas falsch aufgegriffen zu haben.

      allgemeingültigen Maßstab bei der Beurteilung des Spiels (und genau das ist es, was allzu gerne suggeriert wird als wäre es vorhanden) ad absurdum führen. [...] Recht haben wollen mit der eigenen Wahrnehmung, das ist der grundverkehrte, der missionarische Ansatz, bei dem der Glaube mehr zählt als der u.U. gegensätzliche Eindruck des Einzelnen, den es zu bekehren gilt.


      Beurteilungen, Rezensionen, Tests, Reviews, wie auch immer man es nennen will, haben nicht die Funktion, objektiv oder allgemeingültig zu sein, sondern spiegeln in erster Linie die Beurteilung eines erfahrenen Einzelnen wieder. Allerdings bleibe ich dabei, dass in den Punkten, Grafik, Innovation (Verglichen mit dem Rest, vorher muss natürlich eine gewisse Erfahrung vorhanden sein), Details, Design und Steuerung wenig Freiraum besteht und man sich über diese Aspekte eines Spiels - die das Grundgerüst bilden- durchaus ein annähernd objektives Urteil leisten kann. Der Erfahrungswert der Tester spielt dabei doch letztlich eine entscheidene Rolle und macht ihn/sie erst kompetent für die Masse. Ob es mir am Ende gefällt oder nicht, liegt gar nicht im Sinne des Reviews, es soll nur eine fundierte Empfehlung sein, die unter einer Analyse des Spiels entstanden ist. Um bei dieser Interpretations-Metapher zu bleiben; Ein Award fasst eigentlich nur zusammen, dass die verschiedenstesn Eindrücke verschiedenster erfahrener Einzelner zu einem guten Spielerlebnis geführt haben. Der Querschnitt daraus bildet dann mMn eine annähernd objektive Ansicht, sodass man sagen kann: Dieses Spiel wird vermutlich dem Großteil der Käufer gefallen. Dass es immer noch Leute gibt, die Fallout vielleicht nicht gut finden ist doch eben genauso absehbar wie die Tatsache, dass es ziemlich vielen gefallen wird, genau das impliziert doch diese ganze "a posteori"-Sache, eben, dass man sich nie 100% sicher sein kann, weil es eben nur ein Erfahrungsbegriff ist. Dieser Umstand macht einen Test aber nicht wertlos.

      Den Award-Absatz lasse ich mal außen vor, weil ich da irgendwie nichts zu sagen kann, außer, dass man Spiele erst nachdem man sie gespielt hat mit Sicherheit huldigen kann. Das heißt, dass erst der Eindruck, dann der Award kam oder erst der Award und dann der Eindruck. Award und (positiver) Eindruck treten nicht zusammen auf.
    • Wir sollten darüber noch einmal in ein paar Jahren reden, denn mir scheint, dir fehlt die Erfahrung. Du überschätzt geradezu klassisch die Rolle einzelner Selbst-Qualifizierter in der Sache als Entscheidungsträger für die Vielen.
      Bedenke bitte, dass die Huldigung von z.B. TES-V Skyrim schon jetzt begonnen hat. You see? That's the way it goes! Diese Spiel wird GOTY, ganz zwangsläufig.
      Das Aufschwatzen von Meinungen zu einem RPG hat hier leider keinen qualitativen Stellenwert, keinen praktischen Nutzwert.
      Ein Game Award reflektiert lediglich das Kaufverhalten der Kunden im Vorfeld der Preisvergabe und die Verkaufserwartungen für die nahe Zukunft.
      Mehr ist da nicht. Wäre dem anders, wir hätten schon Mehrjahressieger gesehen.

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    • Und ich schrieb "mit Sicherheit huldigen kann". Vorfreude ist was anderes. Wer jetzt schon sagt, dass das Spiel eines der Besten wird, ist einfach nur euphorisch und nicht enrst zu nehmen, aber solche Leute arbeiten auch nicht für große Spiele-Redaktionen. :wink:

      Schade, dabei wurde es doch gerade erst spannend.
    • Vielleicht bewertet ihr den "Rahmen", also die Engine, einfach nur über?
      Wenn dir jemand eine leere Engine gibt, dann kannst du damit allein erstmal gar nichts tun. Da gibt's noch nicht einmal einen Boden, wo die nicht existente Spielfigur stehen könnte.

      Das ist eben was ganz anderes als das, was der Spiele-Developer macht. Der nimmt sich eine Engine und füllt das leere Blatt mit Buchstaben.

      Ein Spiel nach der Engine zu bewerten ist genau so unsinnig, wie ein Buch nach seinem Einband zu beurteilen.
    • Spiele-Redaktionen hatten noch nie einen Einfluss auf mich. Ich hatte einfach keine Zeit zwischen dem Designing für Gas Powered Games, dem langjährigen Fremdgehen bei Bethesda und der Schule gefolgt von Studium für derartige Trivialitäten. Der Informationsfluß geht seit gut zehn Jahren auch eh in erster Linie zwischen dem jeweiligen Game Studio und den online Game Communities hin und her (auch wenn Bethesda, d.h. 'Haus der Gnade', da seinem Namen nicht grad alle Ehre macht; doch erkennst du das z.B. an der feindlichen Übernahme von Modder Skriptsequenzen bei DLCs), und weniger zwischen Spielern und irgendwelchen Heftchen, die sich auch wohl eher an interessierte Noobs richten, dort also, wo es auch einen Sinn macht.

      Also ich bewerte garnichts über oder unter - ich spiel die Spiele customized und denk mir meinen Teil. Eine Meinung hab ich natürlich auch, doch ist sie nicht als Richtschnur für alle Mann gedacht. Diesen missionarischen Anspruch erhebe ich nicht, und möchte ihn auch ganz gerne nicht von anderern erhoben sehen, da Humbug.

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