Logitech G600

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Logitech G600

      Da sich meine Hand bei meiner bisherigen Maus der Logitech MX Performance immer nach ca. 2h Spielen etwas verkrampft hat, hab ich mir eine neue Maus gekauft. Die Logitech G600 "MMO Gaming Mouse".


      (Eigentlich eine vorerst seltsame Wahl wenn man keine verkrampfte Hand mehr haben will :-D).

      Nun denn, die weisse! Maus (auch in Schwarz verfügbar) kommt in einer schicken logitechgrünen Packung daher und darin befindet sich nur die Maus und ein Handbuch. Software/Treiber muss man herunterladen. In meinem Fall war das benötigte Logitech Gaming Center schon wegen der G15 vorhanden, ich konnte also nach dem einstöpseln der Maus sofort loslegen.
      Die Maus hat drei! Maustasten. Diese zusätzliche Ringfingertaste mag etwas ungewohnt sein, aber ist unheimlich praktisch und bequem :-). Dazu ein knackiges, präzises 4-Wege Mausrad, dass perfekt zum spielen ist, aber bei Büroarbeiten wohl eher etwas zu anstrengend daherkommt wenn man viel scrollen muss. Des weiteren befinden sich hinter dem Mausrad noch zwei höhenversetzte Schalter, einer leicht und einer schwerer bedienbar. Das ist praktisch für Funktionen die man nicht aus versehen auslösen will. Seitlich befinden sich die 12 frei konfigurierbaren G-Tasten die mit einer sehr kräftigen RGB-Beleuchtung daherkommen mit der man schnell sehen kann ob man im richtigen Profil ist. Die G-Tasten sind in zwei recht gut erfühlbaren 6er Gruppen eingeteilt. Alle Tasten lassen sich absolut frei belegen und wenn man eine "G-Shift" Taste definiert, sogar zwei mal.
      Die Maus ist Kabelgebunden, wobei das Kabel sehr flexibel und von Stoffgewebe umgeben ist. Bis jetzt vermisse ich die Funkmaus also nicht ;-).
      Mit 130g ist die Maus eher ein schwereres Modell unter den Gamermäusen, aber ich mag etwas Gewicht :-D. Die Ergonomie richtet sich auch eher an mittelgrosse bis grosse Hände

      Als erstes habe ich die Einstellung, dass Profile auf der Maus gespeichert werden, zu der Einstellung gewechselt, alle Profile auf dem PC zu speichern, da sonst nicht alle Funktionen zu Verfügung stehen.
      Danach habe ich meinen Standard DPI Wert (2000) ausgewählt; man kann den DPI dabei frei zwischen 200-8200 DPI in 50er Schritten vergeben. Neben den Standardwert kann man noch einen Schnellwechselwert und drei weitere Werte zum durchschalten einstellen. Diese Einstellungen kann man sogar bei jedem Profil unterschiedlich gestalten. Die LEDs kann man beliebig einfärben und mit einem pulsierenden Effekt verpassen, auch dynamischer Farbwechsel ist möglich. Über die Makrofunktionen gehe ich jetzt nicht weiter ein, aber man kann eigentlich alles damit machen, sogar eigene LUA-Scripts schreiben.
      In WoW habe ich einfach meiner Fertigkeiten auf die Seitentasten gelegt, während in Shootern eher die dritte Maustaste genutzt wird, nämlich um die DPI Zahl schnell auf 600 zu senken. Man verbindet also gute und schnelle Übersicht (2000 DPI) mit geschmeidigem und genauem Zielen und Schiessen (600 DPI).

      Gerade in WoW braucht man etwa 6-8 Stunden um sich an die Seitentasten zu gewöhnen, aber inzwischen geht es mir immer besser von der Hand, ich werde aber sicher noch weiter an der optimalen Belegung rumprobieren.
      Bisher bereue ich den den Kauf nicht :-). Bezahlt habe ich umgerechnet ca. 65€ für die Maus.
    • Das kommt ja praktisch, wo meine Maus (Razer Mamba) so langsam aber sicher endgültig den Geist aufgibt. Mausrad kaputt, ein paar Gummiteile schon abgefallen, linke Maustaste klemmt manchmal ein bisschen und inzwischen kommen leider auch mal komplette Aussetzer des Sensors dazu, was sowohl beim Spielen als auch beim Arbeiten ziemlich nervtötend ist, auch wenn es immer nur kurz anhält :upside_down:

      Mal eine Frage zu der »Ringfingertaste« – ist das dieses Ding hier rechts im Bild? ecx.images-amazon.com/images/I/71FF6vt0%2BHL._AA1500_.jpg
      Das wäre ja enorm praktisch, auch wenn’s bestimmt gewöhnungsbedürftig ist :rolling_eyes:

      60 Euro ist mir im Moment zwar ein bisschen zu viel für einen neuen Nager, aber mal sehen, vielleicht so um Weihnachten herum. Lange macht es die Mamba ja wirklich nicht mehr …
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nerdus schrieb:

      Mal eine Frage zu der »Ringfingertaste« – ist das dieses Ding hier rechts im Bild? ecx.images-amazon.com/images/I/71…HL._AA1500_.jpg
      Das wäre ja enorm praktisch, auch wenn’s bestimmt gewöhnungsbedürftig ist :rolling_eyes:
      Jap das ist die Taste. Ich hatte bis jetzt keine Probleme mich zu verklicken (eventuell weil ich sie direkt in die Nutzung einbezogen habe) und es ist sehr angenehm wenn man den Ringfinger ablegen kann^^. Schlimmstenfalls kann man sie auch deaktivieren.
      Als Alternative gibt es übrigens noch die Razer Naga 2012 ohne Ringfingertaste und auch für kleinere Hände geigneter. Gibt auch ein Vergleichstest der beiden. Preislich kosten sie auf jeden Fall beide nur halb soviel wie eine Razer Mamba :-P.
    • Nee, von Razer hab Ich erst mal genug – die funktionieren zwar ein, zwei Jahre ganz gut, aber das ist mir bei dem Preis dann doch nicht genug :thinking: Und kleine Hände habe Ich auch nicht gerade :grin:

      An der G600 reizen mich vor allem die dritte Haupttaste (Ich hab den Ringfinger sowieso immer da liegen und Tasten kann man ja nie genug haben …) und die vielen Seitentasten. Ein bisschen Sorgen macht mir nur, dass die Maus nicht mit Windows XP kompatibel sein soll – aber eine fixe Googlesuche sagt, dass es wohl doch ohne Einschränkungen läuft … hrm.

      Na, werde es auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten :grin:
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nachdem ich mich nun an die Maus vollständig gewöhnt habe und auch die Seitentasten "eingeklickt" sind (die sind im Auslieferungszustand noch etwas "knackig"), frage ich mich wie ich nur jemals ohne eine solche Maus Spielen konnte :-D.
      Ich vermisse keine Sekunden lang die WoW Tastatur-Tastenakrobatik im Kampf um Skills auszuführen, sich dauernd bewegen müssen und sonst noch diverse Shortcuts zu drücken. Meine ganzen Skills und Shortcuts nun blind mit einem Daumen bedienen zu können ist traumhaft :-). Ich kann mich nun viel besser auf das Movement konzentrieren was bei den neuen schweren Raids in Mists of Pandaria eine gute Sache ist :love:.
    • Da die MX Performance kein Mauspad auf meinem Glastisch brauchte hab ich erst mit der G600 spontan eine "Sharkoon 1337 Gaming Mat" dazu gekauft. Ist dünn, rutschfest und fühlt sich gut an, allerdings stinkt die Hand die ersten paar Tage nach Mauspad. Oberfläche ist aus Stoff. Die Härte ist so hart wie der Untergrund + Weichheit von 2-3mm Gummi^^.
    • Gokux schrieb:

      Hat eigentlich so eine exorbitant teure Maus wie die Mamba keine Garantie mehr? ^^
      Um ehrlich zu sein: Keine Ahnung :ugly: Die hat aber auch schon ihre zwei bis drei Jahre auf dem Buckel. Aber Ich hätte schon lieber ein anderes Modell, bevor mir dann in ein paar Monaten wieder das Mausrad oder sonst was kaputt geht und das Hauptfeature der Mamba (fliegender Wechsel zwischen schnurlos und schnurgebunden) habe Ich in all der Zeit auch nie gebraucht, also … Ja, lieber ein anderes Modell :slight_smile:
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nerdus schrieb:

      Die hat aber auch schon ihre zwei bis drei Jahre auf dem Buckel.
      Mir fällt gerade auf, dass ich meine Logitech MX 518 schon über 6 Jahre (!) habe. Zumindest glaube ich das. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern jemals eine andere Maus gehabt zu haben. :ugly: Vielleicht wäre es auch mal Zeit für eine neue, wobei eigentlich noch alles funktioniert, obwohl sie aussieht als hätte sie schon einen Atomkrieg mitgemacht. :quiet:

      So viele Tasten an der Seite klingen schon irgendwie verlockend. :blush:
    • Hmmja, meine alte Logitech hielt ja auch sehr lange (bin gar nicht mehr sicher, warum Ich die ausgetauscht habe – nur der Optik wegen, glaube Ich :ugly: )

      Und meine neue Logitech ist seit heute Morgen auch schon auf dem Weg – bin ja schon ein bisschen gespannt, vor allem auf die dritte Maustaste oben und wie sie sich so anfühlen wird, soll ja ziemlich schwer sein. Ich werde auf jeden Fall im Laufe der nächsten Woche berichten :slight_smile:
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nexan schrieb:

      So viele Tasten an der Seite klingen schon irgendwie verlockend. :blush:
      Der Nachteil in WoW ist aber das man beim Spielen fast vor sich hin döst, da der Daumen die Prioliste der Casts schon fast selbstständig abarbeitet und man mit der ehemals stark beschäftigten linken Hand den Kopf abstützt :ugly:.

      Nerdus schrieb:

      bin ja schon ein bisschen gespannt, vor allem auf die dritte Maustaste oben und wie sie sich so anfühlen wird, soll ja ziemlich schwer sein.
      Verklickt habe ich mich bei der echt nie und das benutzen ist auch einfach. Das einzige was Anfangs passiert, ist das man beim drücken der Daumentasten die Maus mit dem Kleinen und dem Ringfinger in die Zange nimmt was etwas verkrampft ist. Wenn die Daumentasten eingespielt sind, verschwindet das aber wieder.
    • Bin ja noch nicht viel zum Benutzen gekommen, aber bis jetzt bin Ich sehr zufrieden. Die dritte Maustaste ist super (endlich Platz für meine großen Hände^^ bei der Mamba hing mein Ringfinger immer auf der rechten Oberkante der rechten Maustaste, was auf Dauer ganz schön unbequem ist) und die Daumentasten sind erstaunlich gut bedienbar – die sind für mich alle zwölf leichter zu erreichen als die beiden Seitentasten bei der Mamba, auch wenn Ich mich beim Spielen wohl hauptsächlich auf die vorderen unteren sechs beschränken werde.

      Sehr schönes Ding und vor allem freut mich, dass die Maus wirklich »wie neu« geliefert wurde – selbst die ganzen Schutzfolien waren noch dran. 15 Euro gespart und trotzdem eine neue Maus, wunderbar :slight_smile:
      Und natürlich noch mal ein Dankeschön an Gokux für die Empfehlung, ohne den Thread wäre mir die Maus wahrscheinlich nie aufgefallen :ugly:
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nachdem Ich mich inzwischen ein bisschen mit meiner neuen Maus angefreundet habe, kommt hier mein eigenes vorläufiges Fazit zur »Logitech G600« :slight_smile:


      Zu Verpackung und Funktionsumfang hat Gokux ja schon alles gesagt, der Vollständigkeit halber aber auch von mir noch mal: Die Maus kommt schlicht verpackt ins Haus und der Lieferumfang beschränkt sich dann auch auf die Maus selbst, den Wisch für die Garantie und ein sehr knappgehaltenes Benutzerhandbuch; die Treiber beziehungsweise die »Logitech Gaming Software«, die man zur Einrichtung der einzelnen Funktionen braucht, muss man von der Logitech-Seite herunterladen.
      So spartanisch der Lieferumfang ist, so pompös ist die Ausstattung der Maus selbst. Neben einem Vier-Wege-Mausrad mit präzisen Druckpunkten und den üblichen zwei Maustasten trumpft die G600 mit stolzen 12 Seitentasten für den Daumen (aufgeteilt in zwei Sechsergruppen, sodass sich die einzelnen Tasten gut ›erspüren‹ lassen), zwei Sondertasten auf der Oberseite der Maus (unterhalb des Mausrads) und einer dritten Maustaste (für den Ringfinger) auf. Verbaut ist ein Sensor, der es auf eine Auflösung von bis zu 8200 dpi schafft – das ist mehr als reichlich, was auch als Motto für die gesamte Maus gelten könnte; mit einem Gewicht von 130 Gramm und einer Breite von 75 Millimetern ist man größer und schwerer unterwegs als bei Gaming-Mäusen sonst üblich, von der exorbitanten Fülle von Tasten ganz zu schweigen. Das ummantelte USB-Kabel ist mit zwei Meter Länge für meinen Geschmack zwar etwas kurz bemessen, macht ansonsten aber ebenfalls einen sehr hochwertigen Eindruck.


      Als Maus an sich gibt es an der G600 nichts zu meckern. Der Sensor funktioniert präzise, das Gewicht ist dank der sehr guten Gleitfüße problemlos zu bewegen, alle Tasten haben gute Druckpunkte, sind weder zu schwer- noch zu leichtgängig, klappern und wackeln nicht und lassen sich gut und bequem erreichen. Aber wer nur eine Maus will, muss natürlich nicht zum 20-Tasten-Koloss von Logitech greifen – wirklich interessant ist deshalb, wie gut sich die zahlreichen Daumentasten und die zusätzliche Ringfingertaste in der Praxis schlagen.
      Auf den ersten Blick macht die G600 zugegebenermaßen einen ungewöhnlichen Eindruck. Wer soll so viele Seitentasten befingern können (und überhaupt brauchen), wozu die dritte Maustaste, wenn man doch seit Jahr und Tag mit den üblichen zwei ausgekommen ist und wie soll man sich überhaupt noch auf die Tätigkeit des Zeigerschubsens konzentrieren können, wenn man gefühlt unter jedem Finger ein halbes Dutzend Funktionen sitzen hat? Nachdem Ich die Maus aber zum ersten Mal in der Hand hatte, kann Ich sagen: Logitech hat hier alles richtig gemacht und die unkonventionelle Gestaltung weiß sofort zu gefallen. Aufgrund ihrer Größe ist die Maus konzeptionell natürlich eher für Menschen mit mittelgroßen Händen oder gewaltigen Pranken ausgelegt, die aber dürfen sich über ausgezeichnet erreichbare Seitentasten und eine dritte Maustaste freuen. Letztere stellt sich nicht nur als sehr praktisch heraus, sondern vor allem als sehr bequem, weil der Ringfinger endlich einen Platz hat, an dem er sich ausruhen kann – verkrampfte Maushände dürften damit der Vergangenheit angehören.


      Über die »Logitech Gaming Software« lässt sich die Maus komplett nach den eigenen Wünschen einrichten. In einzelnen Profilen lassen sich die Einstellungen wahlweise auf dem PC oder auf der Maus selbst speichern (in letzterem Fall allerdings mit kleinen Einschränkungen), wobei jedes Profil wiederum drei unabhängige Modi beinhaltet – und jeder Modus jeweils eine eigene Tastenbelegung, eigene Beleuchtungseinstellungen und eigene Einstellungen des Maussensors beherbergt. Die Benutzerfreundlichkeit der »Logitech Gaming Software« ist vorbildlich: Alles ist gut bebildert und beschrieben, übersichtlich aufgeteilt, wahnsinnig umfangreich und jede Einstellung wird sofort in Echtzeit auf die Maus übertragen.
      Bei möglichen Tastenbelegungen schöpft man aus den Vollen. Neben den Standardfunktionen für Maus und Tastatur lassen sich auch Tastenkombinationen und Makros aufzeichnen, Textblöcke anlegen, die bei Tastendruck »abgespielt« werden, und Sonderfunktionen ansprechen, von Multimediasteuerung bis zum Starten von Programmen. Jede Taste der Maus kann dabei völlig frei belegt werden.
      Die dritte Maustaste ist standardmäßig als »G-Shift«-Taste belegt, sozusagen eine Umschalttaste für die Maus. Genau wie bei einer Tastatur erlaubt die G-Shift-Taste die Doppelbelegung aller übrigen Tasten. Besonders praktisch: Diese Funktion lässt sich auch auf jede andere Taste der Maus legen, ist also nicht an die dritte Maustaste gebunden.
      Für die Maussensibilität lassen sich für jeden Modus eines Profils bis zu fünf Empfindlichkeitsstufen einstellen, von 200 bis hoch zu 8200 dpi – und natürlich lässt sich später per Tastendruck beliebig durch die einzelnen Modi und deren Stufen wechseln. Die Beleuchtung der Seitentasten lässt sich ebenfalls für jeden Modus einzeln einstellen. Gewählt werden kann dabei zwischen einer statischen oder pulsierenden Beleuchtung in Wunschfarbe (dabei steht über einen RGB-Farbmischer die gesamte Farbpalette zur Verfügung und auch die Helligkeit kann getrennt eingestellt werden) oder einem ständigen fließenden Wechsel durchs ganze Farbspektrum. Bei pulsierender und wechselnder Beleuchtung lässt sich sogar die Geschwindigkeit der Farbwechseleffekt einstellen.


      Softwaretechnisch gibt es also fast nichts, was die Maus nicht bieten kann – bleibt noch die Frage, wie sinnvoll und nützlich diese Funktionsvielfalt letztlich ist. Beworben wird die Maus als MMO-Gaming-Maus und nun bin Ich zwar vieles, aber kein MMO-Spieler – für mich stehen hauptsächlich Desktoparbeit und die gelegentliche Runde Ego-Shooter auf dem Speiseplan. Trotzdem kann Ich schon nach den ersten Tagen aus voller Überzeugung sagen, dass Ich die G600 nicht mehr missen möchte.
      Im Desktopbereich bin Ich relativ zahm unterwegs: Es gibt nur eine Empfindlichkeitsstufe für den Sensor und die dritte Maustaste habe Ich als G-Shift-Taste beibehalten. Besonders hilfreich sind aber die Daumentasten: Eine ist als »Strg« und eine als »Umschalt« belegt – das erleichtert das Auswählen von mehreren Dateien, Ordnern oder Textausschnitten enorm, weil es jetzt mit einer Hand erledigt werden kann und die Tastatur nicht mehr bemüht werden muss. Für die Arbeit in Word habe Ich mir außerdem ein paar häufig gebrauchte Tastenkürzel auf die Seitentasten gebunden – auch hier geht die Arbeit deutlich angenehmer und schneller vonstatten, wenn man mit der gleichen Hand, mit der man im Text herumfuhrwerkt, auch die übrigen Aktionen steuern kann (ganz abgesehen davon, dass eine einzelne Taste zu drücken natürlich immer leichter ist, als sich bei umständlichen Tastenkombinationen regelmäßig die Finger zu verknoten). Über die G-Shift-Taste habe Ich auf den Seitentasten als Alternativbelegung die Steuerung der typischen Media-Funktionen (Lautstärke hoch und runter, nächster und vorheriger Titel und Start und Stopp). Braucht man so eine Maus zwingend für die Arbeit in Textverarbeitungs-, Tabellenkalkulations- oder Bildbearbeitungsprogrammen? Bestimmt nicht. Aber es erleichtert die Arbeit doch spürbar, wenn man die Fülle von Tasten sinnvoll einsetzt.
      Im Gaming-Bereich hingegen setze Ich die Seitentasten noch nicht so stark ein. An meiner Tastenbelegung für Battlefield 1942 hat sich zum Beispiel bis jetzt kaum etwas geändert, nur das Aufrufen der Übersichtskarte (davor Taste »M« auf der Tastatur) und der Spielerliste (davor »Tab«-Taste auf der Tastatur) sind jetzt an die Seite der Maus gewandert – das Aufrufen der Karte, weil Ich so den Daumen nicht mehr von der Leertaste wegbewegen muss, und das Aufrufen der Spielerliste, weil das durch die »Tab«-Taste gelegentlich mit der »Alt«-Taste kollidierte … und beide gleichzeitig zu drücken hat sich für den Spielfluss als eher störend erwiesen :wink: Auch die »push to talk«-Taste für Teamspeak liegt jetzt zusätzlich auf einer der Daumentaste. Außerdem läuft viel über die unterschiedlichen Empfindlichkeitsstufen für den Sensor und eine kleine Funktion, die sich »Auflösungswechsel« nennt und sich auf eine beliebige Taste der Maus legen lässt. Beim »Auflösungswechsel« wird die Auflösung des Sensors nicht dauerhaft auf die nächste höhere oder niedrigere Stufe geändert, sondern nur solange, wie man die Taste gedrückt hält. Das ist für mich als High-Sens-Spieler besonders praktisch, denn so läuft die Maus während des Spielens standardmäßig mit ihren vollen 8200 dpi und erlaubt damit zum einen, dass alle Formen von softwareseitigen Mausbeschleunigungen ausgeschaltet bleiben können (was gut für die Präzision ist) und zum anderen extrem schnelle Bewegungen im Spiel – und ist doch mal mehr Fingerspitzengefühl gefragt, halte Ich einfach die dritte Maustaste gedrückt und bekomme solange eine viel niedrigere Auflösung. Das funktioniert durch die gute Erreichbarkeit der dritten Maustaste deutlich besser als früher mit den Seitentasten der Razer Mamba und dadurch, dass die Auflösung sofort wieder auf meinen Standardwert springt, wenn Ich die Taste loslasse, gibt es keine Verzögerungen mehr beim Wechsel durch die Empfindlichkeitsstufen. Das weiß zu gefallen und hat mein Spiel auf jeden Fall bereichert und erleichtert.

      Mein Fazit: Für mich hat sich die Anschaffung auf jeden Fall gelohnt. Die Maus liegt wahnsinnig bequem in der Hand und das Mehr an Funktions- und Tastenumfang stellt sich schnell als wahrer Segen heraus – und das nicht nur für leidenschaftliche Zocker von MMOs. Auch im übrigen Gaming-Sektor und selbst bei normalen Arbeiten im Desktopbereich dürfte man von den Vorzügen der G600 klar profitieren, indem man umständliche Tastenkombinationen oder oft gebrauchte Makros auf die Maushand auslagert. Mit den ungewöhnlichen Sondertasten hatte Ich keine Probleme. Eine kurze Eingewöhnungszeit braucht man natürlich, aber verklickt hab Ich mich so gut wie nie, da hat Logitech ganze Arbeit geleistet.
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Hat hier jemand mit besagter Maus eigentlich schon mal das Problem einer Art Doppelklick-Macke gehabt? Seit einiger Zeit (würde fast wetten zu dem Zeitpunkt als ich die G710+ angeschlossen und den zugehörigen Treiber aktualisiert habe) werden häufig einfache Klicks als Doppelklicks interpretiert. Eine Hardware-Ursache schließe ich mal aus, da es sich ausschließlich am Desktop nicht aber am Notebook zeigt. Außerdem verschwindet das Problem sobald ich die Maus einmal abziehe und wieder einstecke, taucht aber nach einem unregelmäßigen Zeitraum wieder auf.

      Bin etwas ratlos was das sein soll. Hab schon an der Signalrate und mit verschiedenen Treiberversionen gespielt, jedoch ohne Erfolg. Hilfe! :slight_frown: