Was ist »Casual« und was nicht?

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    • Was ist »Casual« und was nicht?

      »Casual-Games« kennt eigentlich jeder. Spiele wie »Angry Birds« oder »Tetris« fallen ja mehr oder weniger unstrittig in diese Kategorie. Doch was macht ein »Casual-Game« eigentlich dazu? Wo ist die Grenze? :thinking: Ich persönlich betrachte alle Spiele als Casual, die keine wirkliche Story haben, deren Steuerungsprinzip leicht zu erlernen ist, wo das Steuerungsprinzip sogar das eigentliche Spiel ausschließlich auszeichnet und wo man meisten einfach nur irgendwelchen Punkten nachjagt.
      Ich dachte mit diesen Kriterien kann man ganz gut die Grenze ziehen, doch dann viel mir auf, dass es doch teilweise etwas schwammig wird: »Mario Galaxy« hat eine leichte Steuerung bzw. deren Prinzip macht zu einem großen Teil das Spiel aus man jagt eigentlich nur den Sternen (oder wie auch immer die Dinger da heißen) nach und die Story ist ein wenig vernachlässigbar. Dennoch würde ich den Titel ja jetzt nicht als Casual bezeichnen wollen.

      Wie kann man also die Grenze ziehen? :slight_smile:
    • Ich glaube, meistens verläuft die Grenze tatsächlich fließend – gerade reine »Casual Games« dürften eher selten sein (von Fliegengewichten wie kleinen Flashspielchen oder Handy-/App-Minispielen wie »Snake«, »Angry Birds«, »Temple Run« et cetera mal abgesehen, da gibt es ja reihenweise Auswahl).

      Am Steuerungsprinzip würde Ich es auch nicht festmachen wollen, eher daran, wie tief man in die Spielmaterie einsteigen muss, um ein Spiel erfolgreich spielen zu können. »Super Mario Galaxy« würde Ich dementsprechend tendenziell eher zu den Casual Games zählen; die Steuerung ist zwar etwas Besonderes, aber sehr leicht zu beherrschen und die einzelnen Levels sind alle ohne viel Übung oder Erfahrung zu meistern – das ist so ein Spiel, das man problemlos mal für ein paar Wochen im Schrank liegen lassen und dann doch wieder weiterspielen kann, ohne eine große Eingewöhnungsphase zu brauchen. Im Gegensatz dazu sehe Ich zum Beispiel Echtzeitstrategiespiele wie »Age of Empires« – da saß Ich früher schon immer mit aufgeschlagenem Büchlein mit den Gebäude-, Technologien- und Einheitenbäumen dran, weil sich ja kein Mensch merken kann, welches Volk welche Einheiten mit welchen Stats bauen kann und welche Gebäude dafür in welcher Reihenfolge notwendig sind und so weiter, da muss man sich erst mal ordentlich reinfuchsen, um eine gute, erfolgreiche Runde spielen zu können.

      Das steckt im Begriff »Gelegenheitsspiel« ja im Grunde auch schon drin: Eben ein Spiel, dass man ohne viel Hintergrundwissen spielen und auch gewinnen kann – keine Lernkurve, kein großartiges Üben oder Ausprobieren, sondern ein schneller Einstieg, der jederzeit und an jedem Punkt des Spiels problemlos möglich ist und auch immer schnell zum Erfolg führen kann :slight_smile:
      Hier könnte meine Signatur stehen!
    • Nerdus schrieb:

      eher daran, wie tief man in die Spielmaterie einsteigen muss
      »Muss« oder »kann«? Meiner Meinung nach ist es doch auch nicht unerheblich wie weit man in das Spiel einsteigen kann, wenn man denn möchte. Da würde ich sagen, dass da doch noch ein Unterschied, zwischen den diversen (dreidimensionalen) Mario Titeln und z.B. »Wii Sports/Party« oder ähnliches, sehe. Man muss vielleicht für beide nicht viel aufbringen, aber in Mario kann man dann doch noch etwas mehr anstellen.

      Vielleicht ein Mischung aus beiden: Wie weit kann man in das Spiel eintauchen und wie weit muss man das, um es zu meistern? :thinking: