Postapokalyptische Filme

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    • The Road (USA 2009) kreiselt spannungsmässig auf recht niedrigem Niveau um das Nichts einer trost- und nahezu leblosen Welt nach einer Art Fallout, den seltsamerweise nicht die strahlungsresistenten Reptilien überlebt haben, sondern Humanoide. Und so spricht der Film denn auch ausschliesslich die Gefühlsebenen an in dem bewegenden engen Miteinander von Papa und Sohn (nachdem Mama wegen der trostlosen Zukunft Suizid begangen hat), Sie sind die Good Guys, die das Feuer der uns bekannten Ethik noch in sich tragen, auf der sonnenlosen Wanderschaft nach Konservennahrung durch die (nukleare) Kälte an das garnicht mehr so blaue Meer im Kampf gegen die Bad Guys, die sich aus dramaturgischen Gründen wohl von Menschenfleisch ernähren. Am Ende stirbt Papa an einer Mischung aus Raucher-Lungenkrebs und Blutvergiftung nach feindlichem Pfeiltreffer. Der Sohn trauert an der Leiche, bis ihn (und hier musste ich weinen) eine vorbeiziehende Familie von Good Guys aufsammelt, die alles hat, was der Junge so sehr vermisst hat auf der eisamen Wanderschaft mit Papa - eine Mama (nebst Mann), Kinder zum Spielen und einen richtigen Hund zum Knuddeln. Ende gut - alles gut.
      Der Film hinterlässt ambivalente Gefühle, denn zum einen möchte man ihn hoch bewerten aufgrund der guten Kamera und des hohen moralischen Anspruchs, vertreten insbesondere durch den Sohn, andererseits wirken die Kannibalen etwas deplaziert in einer immer noch von Konservenfleisch und Coca Cola beherrschten Umwelt. Der Hunger, der über der Handlung schwebt wie ein Schwert, findet sichtbar eigentlich nur im "Speisekeller" der Kannibalen statt.

      4/10 - und das auch nur, weil Viggo Mortensen den Papa gut 'rüberbringt

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Surenas ()

    • Also ich finde nicht dass es in dem Film um good guys und bad guys geht auch wenn Viggo diese Kategorien benutzt - bei ihm geht es da eher um sich, seinen Sohn und eben alle Anderen, weil er völlig paranoid geworden ist. Aber wenn man die Verzweifelten die versuchen wenigstens kein Menschenfleisch zu essen, von den Kannibalen abgrenzen will muss man auch sehen, dass diese Nicht-Kannibalen einander trotzdem an die Gurgel gehen aus Angst und Du-oder-ich-denken (der Schwarze, der Bogenschütze). Außerdem haben ja nicht nur Menschen überlebt. Ein paar Käfer ja offenbar auch. Man sieht ja auch nur einen sehr kleinen Ausschnitt der Welt und dass die Ernte verdorrt und das Nutzvieh eingeht ist einigermaßen logisch. Vielleicht hat man keine Reptilien gesehen, weil sie entweder gegessen worden sind, sich versteckt haben, verreckt sind weil sie nichts zu fressen gefunden haben, oder woanders leben. Naja, aber darf ja jeder seine Meinung haben.
      You talk the talk. Do you walk the walk?
    • The Road hab ich noch nicht gesehen. Kommt aber auf meine Wunschliste. Beruht auch wieder auf einem Roman. Ich find's übrigens lustig, wie die Leute in den Endzeitfilmen meist gewalt- und anarchiemäßig völlig draufloseskalieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von :ben: ()