Sid Meier’s Civilization VI – Tipps für einen guten Start in Einzelspielerpartien

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  • Aller Anfang ist schwer. Das gilt insbesondere für Cilization VI (Civ 6), wo die Komplexität anfangs durchaus erschlagend wirken kann. Daher hier ein paar grundlegende Tipps, die ich selbst am Anfang des Spiels gern gewusst hätte. Als alter Civlization V (Civ 5) Veteran bin ich natürlich sehr selbstbewusst in die ersten Partien gestartet, nur um dann ordentlich auf die Nase zu fallen. :ugly: Damit euch das nicht auch passiert, hier drei kleine Ratschläge.

    Ressourcen und Wälder ernten oder stehen lassen?

    Anders als im Vorgänger kann man in Civ 6 auch Ressourcen abernten, um einen kurzfristigen Schub zu erhalten. Das wusste ich tatsächlich nicht. :sweat_smile: Doch sollte man das auch tun? Klar ist, ist die Ressource einmal weg, kommt sie nicht wieder und auf langfristige Sicht ist der Bonus größer als der kurzfristige Schub. Doch eben erst über viele viele Runden hinweg. Die Frage, ob man Wälder oder Ressourcen für den Schub abholzen sollte, ist also immer eine sehr individuelle Frage: Baut man gerade an einem wichtigen Weltwunder und bekommt mit, dass der Nachbar dasselbe tut, dann ja, weg mit Wald und Ressourcen, damit man vor dem Widersacher fertig wird. Das gleiche gilt für Notlagen: Braucht man im Krieg schnell noch eine starke Einheit, damit die Stadt nicht eingenommen wird, dann kann es auch sinnvoll sein schnell einen Schub durch Abbau einer Ressource zu holen.
    Ansonsten gilt aber: Stehen lassen! Langfristig ist der Bonus durch beackern der Ressource immer größer als durch den Raubbau, was insbesondere auf der Zielgeraden zum Sieg entscheidend sein, vor allem wenn es sehr knapp wird.

    Wie viel Militär brauche ich als friedliche Zivilisation?

    Das ist natürlich auch sehr individuell und hängt sehr vom Charakter der unmittelbaren Nachbarn ab. Zu viel Militär wird für friedliche Spieler, die nicht nach dem Herrschaftssieg streben, schnell sehr teuer und damit eine unnötige Belastung. Pauschal fahre ich meistens ganz gut damit, wenn ich pro Stadt eine Fernkampfeinhalt (Steinschleuderer, Bogenschützen usw.) unterhalte und eine Feldeinheit (Krieger, Speerträger, Kavallerie). Bei letzteren kann man sogar noch sparen, wenn man eher friedliche Nachbarn hat. Den Fernkämpfer pro Stadt würde ich aber immer vorhalten. Bei Überraschungsangriffen ist die zusätzliche Feuerkraft doch sehr hilfreich um Zeit zu gewinnen, damit die Feldeinheiten aus den Nachbarstädten anrücken können.
    Generell ist die KI eher doof im Kriegshandwerk. Mit dem Angriff der Fernkämpfer und ggf. dem Angriff der Stadt, falls eine Mauer vorhanden ist, kann man die anrückende Infanterie gut schädigen. Doch nicht gleich tot schießen! Die KI hat nämlich sehr viel Angst um ihre Einheiten. Deswegen bringt sie für halbtote Verwundete gern mal ihre gesamte Armee in Bewegung, nur um diese zu retten. Hierbei vollführt sie oft die wunderlichsten Manöver, platziert ihre Bogenschützen mal gern direkt neben der eigenen Kavallerie oder zieht Katapulte aus der Schussweite ab, nur damit die eigenen (eigentlich wertlosen) Krieger abziehen können. Diese wunderliche Eigenart der KI kann man gut benutzen um Zeit zu schinden. Es braucht also nicht unbedingt viel Militär, wenn man selbst keine großen Kriege anstrebt. :wink:

    Spezialisierung oder Allrounder?

    Klar, wer unbedingt eine bestimmten Sieg erringen möchte, sollte sich auch möglichst zu Beginn darauf ausrichten. Civ 6 bietet einem dazu, dank des neuen Politik- bzw. Kultursystems, allerhand Möglichkeiten sich, auch abseits der vorgebenden Boni einer Zivilisation, an ein Spielziel oder auch an die temporären Gegebenheit anzupassen. Gerade deshalb sollte man nicht zu verbissen einem Spielziel folgen, sondern durchaus noch ein anderes in der Hinterhand haben. Läuft nämlich irgendetwas schief, etwa, dass man ein wichtiges Weltwunder für einen speziellen Sieg nicht bekommt, dann kann man noch umschwenken und muss die Partie nicht gleich verloren geben.
    Generell gefallen mir die Deutschen in dieser Hinsicht sehr gut. Durch den Hansebezirk und der Möglichkeit mehr Bezirke als normal anlegen zu können, kann man eigentlich jede Siegart anstreben aber auch schnell wechseln. Produktion lässt sich schließlich schnell in andere Wege leiten. So könnte man von der Forschungsproduktion auf einen umfassenden Kulturbetrieb umsatteln, ohne groß in Rückstand zu geraten. Als Allrounder sind die Deutschen auf den unteren Schwierigkeitsgraden durchaus Einsteigerfreundlich. Auf höherem Niveau sollte man sich dann aber doch stärker spezialisieren und ggf. eine Zivilisation schon im Vorfeld so auswählen, dass sie bzw. ihre Boni dem angedachten Sieg entgegen kommen.

    Weitere Tipps?

    Habt ihr auch Ratschläge parat? Dann einfach in die Kommentare oder noch besser: Einen eigenen Tastenschlag erstellen! :innocent:

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