Strike Suit Zero

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  • Ich wollte ja schon einmal eine Rezension zu Strike Suit Zero machen (WASD.ms Sommergewinnspiel 2013 – kritisiere und Sahne ab! (beendet)) aber daraus wurde nichts.

    Doch warum wurde nichts daraus?

    Auf den ersten Blick war Strike Suit Zero ein grauenvolles Spiel!

    Via Steam benötigt das Game rund 3 GB auf der Festplatte und ist somit recht schnell runtergeladen. (naja - 3 GB sind 3 GB, aber wenn man daran denkt das beispielsweise Titanfall rund 50 GB auf die Waage bringt, ist SSZ ein wirkliches Leichtgewicht).

    Die unaufwendige Eröffnungssequenz holt einen gleich mal aus dem AAA-Titel-Himmel auf den Boden von Indie-Games zurück: SSZ ist kein AAA-Titel. Aber als Indie-Titel mit hässlicher Grafik und tollem Gameplay würde ich es nun auch nicht bezeichnen.

    Denn grafisch kann das Spiel durch geniale Weltraum-Hintergründe, tolle Fluganimationen und annehmbare Effekte auftrumpfen.
    Augenmerk ist aber wirklich in erster Linie auf die Hintergründe gelegt. Diese lassen gleich mal eine sehr freudige Stimmung aufkommen.

    Was ebenfalls genial ist, ist der Soundtrack! Gerade eben habe ich das Main-Theme im Hinterkopf und summe es teilweise vor mich hin.

    Einfach mal reinhören:

    [video]http://www.youtube.com/watch?v=sVnjumhrOQ8[/video]

    Die tollen Hintergründe gepaart mit einem stimmigen Soundtrack lassen einen das schwache Intro schnell vergessen und man freut sich richtig auf die erste Mission als Weltraumpilot.



    Bildquelle: Steam

    Haaaaaalt - Was haben die oben genannten Punkt denn mit einem grauenvollen Spiel gemeinsam? Gar nichts.

    Grauenvoll wurde es nach dem ersten Eindruck:


    SSZ ist ein Weltraum-Action-Shooter. Erinnert ihr euch an das Dog-Fighting in Freelancer oder DarkStarOne, oder Elite, oder WingCommander, oder Eve-Online? Genau da knüpft SSZ an. Spannende und actionreiche Weltraumkämpfe werden garantiert.

    Toll denke ich mir und nehme mir meinen 360ger Controller in die Hand - fliegen tut man ja mit Joystick (also Analogstick in meinem Fall).

    • Erste Mission - Tolle Grafik, toller Soundtrack - Check
    • Zweite Mission - hrm ... schon schwierig, autsch ... kaputt. OK, nochmal von vorne. Wieder kaputt. Nochmal von vorne. Wieder kaputt. Moah - gut ... Schwierigkeitsgrad von Mittel auf Einfach gestellt. Yay - Mission 2 geschafft. :huh:
    • Dritte Mission - hrm ... auch auf Einfach schon schwierig ... kaputt. OK, nochmal von vorne. Wieder kaputt. Nochmal von vorne. Wieder kaputt. Moah - was soll den das sein? So ein unmögliches Drecksspiel!

    Ausgestiegen, deinstalliert. Für 9 Monate nicht mehr angerührt. X-(

    Neustart

    Gestern hat einer meiner Lieblings-Youtube-Let's Player den SSZ Directors Cut angespielt und ich bekam ganz schnell wieder Lust auf das Spiel. Was ich bemerkte: Er spielt mit Maus und Tastatur und es sah so einfach aus.

    Also wieder schnell die 3 GB runtergeladen und dieses Mal mit Maus+Tastatur gespielt.

    Der Unterschied ist bemerklich und lässt sich fast 1:1 auf das Prinzip mit Ego-Shootern übertragen.

    • Erste Mission auf Mittel - check
    • Zweite Mission auf Mittel - check
    • Dritte Mission auf Mittel - check
    • Vierte Mission auf Mittel - hrm schon etwas anspruchsvoller, oje kaputt - OK nochmal von vorne, mit etwas weniger Riskio - check

    Ganze 13 Missionen warten auf einen und dauern durchschnittlich 30 Minuten. Was uns auf eine Gesamtspielzeit auf rund 7 Stunden bringt. Wenn man dann noch alle Upgrades, Suits und Achievements erspielen will, kann man nochmal 10 Stunden investieren. Gesamtumfang des Spiels würde ich jetzt mit 20 Stunden angeben.
    Für einen Vollpreistitel als ganz klar zu kurz und bei Steam um 19 Euro etwas zu teuer, aber wenn das Spiel im Sale ist und um rund 9 Euro zu haben ist, ist der Preis gerechtfertigt.

    Auch noch gut zu wissen:

    An Zwischensequenzen oder einer ausgereiften Story fehlt es natürlich im Spiel. Hauptaugenmerk ist auf Action gelegt und da macht das Spiel einfach zum Abschalten für zwischendurch auch Spaß.
    Was mir etwas abgeht ist ein Multiplayermodus. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Entwicklerteam sowas nicht zu Stande bringen könne. Auch grafisch könnte man sich hier und da ein paar Polygone mehr vorstellen.
    An Features ist das Spiel ganz fair ausgestattet: Man kann verschiedene Raumschiffe (Strike Suits) kaufen und individuell ausrüsten und upgraden. Auch an Waffenvielfalt mangelt es nicht.
    Missionsvielfalt ist auch gegeben. Zwar heißt es oft: "Fliege zu Punkt A, zerstöre dort alle feindlichen Schiffe", aber es gibt auch Abwechslung: Beschütze einen Konvoi, zerstöre eine Waffenplattform, usw. Was auch schön ist: Man darf auch Schaden an richtig großen Brummern austeilen.

    Toll ist es auch, dass das Spiel modbar ist und in Steam über einen Workshop verfügt: steamcommunity.com/workshop/browse?appid=209540
    Leider war es mir noch nicht möglich Modifikationen zu testen.

    Und was fehlt dem Spiel nun, dass es ein AAA-Titel wird? Umfang, eventuell ein Multiplayermodus (und sei es nur ein simples Deathmatch), eine knackige Story und eine generalüberholte Grafik.
    Vielleicht arbeiten die Entwickler ja gerade an einer Fortsetzung, die genau an diesen Punkten ansetzt. Wird werden sehen ... Nur muss sie sich dann wohl gegen ein StarCitizen oder Eve oder ein neues Elite behaupten.

    Fazit:

    SSZ ist mit der richtigen Steuerung gar nicht mal so frustrierend und macht für ein entspanntes Ballern zwischendurch viel Spaß. Auch der Soundtrack und die Hintergrundgrafik können überzeugen. Das grafische Gesamtgerüst, die recht kurze Spieldauer und der teilweise recht happige Schwierigkeitsgrad rechtfertigen meiner Meinung nach den Verkaufspreis von 19 Euro nicht. Ich empfehle das Spiel bei einem Steam-Sale zu holen. Das wären dann rund 10 Euro die sich sicher auch lohnen, so wie man mit dem Genre vertraut ist und man auf Weltraumshooter steht.

    Finger weg für AAA-Titel-Huren und wenn ich keine Weltraumaction mögt. :wink:
    it's not easy when it's icy

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